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Rotenburger Kreiszeitung vom 28.10.13

„Ich weiß, wo der Schuh drückt“

Reinhard Grindel jetzt DFB-Schatzmeister / Beim NFV ist 2014 Schluss / Länderspiel in Rotenburg?

von Matthias Freese

Rotenburg. Zwei erfolgreiche Bundestagswahlen in nur fünf Wochen – das macht Reinhard Grindel (52) so schnell keiner nach. Nachdem der Rotenburger im September für die CDU wieder ins Parlament eingezogen ist, votierten gestern in Nürnberg die Delegierten auf dem Bundestag des Deutschen Fußball-Bundes einstimmig für ihn. Um 12.34 Uhr übernahm Grindel das Amt des Schatzmeisters von Horst R. Schmidt. Im Interview äußert er sich zu seinem neuen Job.

Herr Grindel, was werden Ihre wichtigsten Aufgaben als Schatzmeister sein?
Reinhard Grindel: Im Vordergrund steht erstmal die Aufstellung des Sonderhaushaltes zur WM 2014 in Brasilien. Da gilt es, optimale Rahmenbedingungen zu schaffen, damit die Mannschaft erfolgreich sein kann. Aufgrund der Akklimatisierung muss sie früher als üblich anreisen. Es wird ein aufwändiges Unternehmen. Ein großes finanzielles Plus werden wir da nicht machen. Es wäre also gut, möglichst weit zu kommen, um die Ausgaben damit auszugleichen. Erst im Februar wissen wir auch, wieviel von Seiten der Fifa an Prämien ausgeschüttet werden.
Zweitens geht es um die Umsetzung des Masterplans Amateurfußball, um das Ehrenamt zu stärken. Da dürfen wir die Landesverbände nicht im Stich lassen, denn wir werden in Zukunft weniger ehrenamtlich Tätige haben, die immer mehr Aufgaben erfüllen müssen. Drittens steht die Diskussion um das Kompetenzzentrum, die Campus-Idee von Oliver Bierhoff, an. Da wird eine Machbarkeitsstudie entwickelt.

Der DFB jongliert mit einem Etat von 170 Millionen Euro und hat 120 Millionen Euro an Rücklagen gebildet. Wie fühlen Sie sich als Hüter der goldenen Kornkammer, als Dagobert Duck des DFB?
Grindel: Wir haben hohe Ausgaben für die Nachwuchsförderung, die Trainerausbildung, die Nationalmannschaften oder den Spielbetrieb – da ist es für die Planungssicherheit schon wichtig, ein wirtschaftliches Fundament zu haben, auch in Zeiten, in denen man nicht weiß, wie die allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklungen sind.

Sie sind Jurist, Journalist und Politiker – aber was prädestiniert Sie für den Job des Schatzmeisters beim weltgrößten Sportverband?
Grindel: Die Themen, die den Alltag des Schatzmeisters ausmachen, sind oft Spezialfragen des Steuerrechts, in die sich auch ein studierter Betriebswirt einarbeiten muss. Wichtig ist: Ich komme aus dem Verband, ich weiß, wo der Basis der Schuh drückt. Durch meine berufliche Tätigkeit habe ich gelernt, unterschiedliche Interessen abzuwägen. Das ist im Verhältnis von DFB und Ligaverband ein Vorteil. Ich denke, ich bringe vieles mit, um in diesem Amt bestehen zu können.

Als 1. Vizepräsident des niedersächsischen Fußball-Verbandes wurden Sie auch als Nachfolger von Präsident Karl Rothmund gehandelt. Ist das Thema vom Tisch?
Grindel: Das schließt sich schon durch die Satzung des DFB aus. Was mich freut, ist, dass sich Karl Rothmund bereit erklärt hat, 2014 noch ein Mal als Präsident anzutreten. Ich mache die Legislaturperiode zu Ende und höre beim NFV im Oktober 2014 auf.

Verträgt sich Ihr Amt beim DFB mit dem Job als Bundestagsabgeordneter? Ist beides zu bewältigen, ohne eines zu vernachlässigen?
Grindel: Das habe ich mir lange überlegt. Meine Termine in den sitzungsfreien Wochen kann ich weitgehend autonom bestimmen. Ich habe vor, bei meiner Arbeit in Berlin etwas kürzerzutreten. Der Gorleben-Untersuchungsausschuss, dem ich angehört habe, hat zum Beispiel einiges an Zeit gekostet. Im Wahlkreis gibt es aber keine Abstriche.

Und die Familie – muss die jetzt „leiden“?
Grindel: Nein, das jetzige Wochenende gehört auch ausschließlich der Familie. Solche Zeitinseln werde ich immer wieder einbauen.

Wie profitiert die Region Rotenburg von Reinhard Grindel als Schatzmeister?
Grindel: Natürlich ist die Erwartung groß, dass mal wieder ein U-Länderspiel in Rotenburg stattfindet. Morgen ist damit noch nicht zu rechnen, aber übermorgen müssen wir mal gucken…


Gewählt: DFB-Präsident Wolfgang Niersbach (r.) hält die Blumen für den neuen Schatzmeister Reinhard Grindel schon bereit.

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