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Walsroder Zeitung vom 30.10.13

„Unterstützung vom FC Bayern bis zum FC St. Pauli“

Interview mit dem neuen DFB-Schatzmeister Reinhard Grindel / „An meiner Präsenz im Wahlkreis wird sich nichts ändern“

von Heiko Oetjen

Am vergangenen Freitag wurde (wie aktuell berichtet) der CDU-Bundestagsabgeordnete Reinhard Grindel (Rotenburg) beim Bundestag des Deutschen Fußballbundes (DFB) in Nürnberg einstimmig zum Schatzmeister des weltgrößten Sportverbandes gewählt. Im WZ-Interview bezieht der 52-jährige nun Stellung zu seinen Zielen und den weiteren Planungen.

WZ: Herr Grindel, herzlichen Glückwunsch zum neuen Ehrenamt. Sie haben sich sichtlich über das einstimmige Votum gefreut…
Reinhard Grindel: Ja, sehr, weil es schon ein großer Vertrauensvorschuss ist, wenn man nicht nur von allen Landesverbänden unterstützt wird, sondern auch vom gesamten Ligaverband, von Bayern München bis zum FC St. Pauli. Und dann sage ich ganz offen: es ist für mich auch eine große Ehre und Verpflichtung, Nachfolger von einer DFB-Legende wie Horst R. Schmidt zu sein. Das ging mir in den Sekunden nach meiner Wahl auch durch den Kopf, dass das große Schuhe sind, in die man da tritt.

Was sind die Aufgaben des DFB-Schatzmeisters?
Er ist für den gesamten Haushalt und die mittelfristige Finanzplanung verantwortlich. Er verwaltet das DFB-Vermögen und ist der Hüter des Grundlagenvertrages mit dem Ligaverband. Aktuell muss ich mich mit dem Sonderhaushalt für die WM 2014 in Brasilien und mit der finanziellen Umsetzung des Masterplans Amateurfußball beschäftigen. Aber ich sehe mich auch als Bindeglied zwischen dem Hauptamt, der DFB-Zentrale in Frankfurt, und den vielen ehrenamtlich Tätigen in unseren 21 Landesverbänden vor Ort. Ich will schon auch eine verbandspolitische Rolle im DFB spielen und nicht nur der Herr der Zahlen sein.

Ist solch ein Posten mit einem riesigen Apparat von Hauptamtlichen dahinter und einem Etat von 10 Millionen Euro im weltgrößten Sportverband überhaupt noch ehrenamtlich zu bekleiden?
Ja, denn die Hauptamtlichen machen natürlich die tägliche Arbeit im Bereich Haushalt und Finanzen. Das sind hervorragende Mitarbeiter, auf die ich mich verlassen kann. Ich bestimme die Richtlinien des DFB-Haushalts und wirke an allen wesentlichen Entscheidungen im DFB mit, die haushaltsrelevant sind. Dabei geht es auch um eine Abstimmung mit den Landesverbänden und der Liga.

Wird man Sie jetzt deshalb weniger im Wahlkreis sehen oder schalten Sie im Bundestag auf „Teilzeit“ – denn auch für Sie hat ein Tag ja nur 24 Stunden.
An meiner Präsenz im Wahlkreis wird sich nichts ändern. Bei meiner Arbeit in Berlin gewinne ich zeitliche Spielräume, weil ich in dieser Legislaturperiode nicht wieder einem Untersuchungsausschuss angehöre und auch nicht wieder als Obmann der CDU/CSU im Innenausschuss kandidieren werde.

Und Ihre Familie oder etwaige Hobbies? Denn es gibt doch sicher auch den privaten Reinhard Grindel…
Meine Leidenschaft ist der Fußball. Das ist schon mein ganzes Leben lang so. Es ist bei mir wie bei Millionen Deutschen, auch mein Kindheitstraum war es, Nationalspieler zu werden. Insofern habe ich im Moment meiner Wahl auch an die Zeit gedacht, wo ich als kleiner Junge im Park jeden Tag Fußball gespielt habe. Als DFB-Schatzmeister ein klein bisschen daran mitzuwirken, dass diese Träume bei möglichst vielen Kindern und Jugendlichen niemals aufhören, das ist eine phantastische Aufgabe. Meine Frau bringt unglaublich viel Kraft auf, damit ich Beruf und Ehrenamt verbinden kann. Dafür bin ich sehr dankbar und meinen kleinen Sohn will ich aufwachsen sehen. Insofern achte ich auf meine Zeit für die Familie.

Sie haben Jura studiert, anschließend als Journalist beim ZDF gearbeitet und sind nun Bundestagsabgeordneter: Weshalb haben Sie nun als DFB-Schatzmeister kandidiert? Braucht man dazu keine einschlägigen Erfahrungen aus der Wirtschaft oder dem Finanzsektor?
Ich war in den letzten drei Jahren der Anti-Korruptionsbeauftragte des DFB und war Mitglied der Kommission Steuer und Abgaben. Ich habe deshalb vertiefte Einblicke in die Arbeit des DFB-Schatzmeisters bekommen. Ich habe Erfahrungen in der Verbandsarbeit als 1. Vizepräsident des niedersächsischen Fußballverbandes. Das alles ist eine gute Vorbereitung auf das Amt. Ich weiß, wo die Probleme an der Basis sind. Und dafür zu sorgen, dass wir „weltmeisterlichen“ Spitzenfußball spielen, aber gleichzeitig im Amateurbereich das Ehrenamt vor Ort unterstützen und gute Nachwuchsarbeit machen, ist die große Herausforderung für den DFB, bei der ich mitgestalten wollte. Deshalb habe ich kandidiert. Die Haushalts- und Steuerfragen, mit denen sich ein Schatzmeister befassen muss, sich so speziell, dass sich da auch ein Wirtschaftsprüfer erst einmal einarbeiten müsste. Wie gesagt, ich habe tolle Mitarbeiter. Das kriege ich schon hin, hoffe ich zumindest.

Werden Sie Ihr Engagement beim Niedersächsischen Fußballverband, dessen 1. Vizepräsident Sie ja sind, nun aufgeben (müssen)?
Bis zum nächsten Verbandstag im Oktober 2014 in Barsinghausen bleibe ich im Amt. Ich möchte die Wahlperiode zu Ende führen.

Wird es eventuell positive Auswirkungen auf die Region/Ihren Wahlkreis geben durch den DFB-Schatzmeister Reinhard Grindel? Oder wird man Sie nun nicht mehr zum Beispiel bei Germania Walsrode im Grünenthal-Stadion sehen und statt dessen nur noch im Fernsehen bei Länderspielen oder internationalen Partien der Bundesliga-Klubs?
Ich werde auch weiterhin Spiele vor Ort besuchen. Ohne gute Basis gibt es keine gute Spitze und deswegen möchte ich immer wieder auch persönlich erfahren, wie es an der Basis aussieht. Was die positiven Auswirkungen angeht, können Sie sich vorstellen, dass jetzt die Erwartung ist, dass Spiele unserer Junioren-Nationalmannschaften wahlweise nur noch in Walsrode, Soltau oder Munster stattfinden. Also ich muss mal schauen, was sich da machen lässt….


Vertrauensvorschuss: Reinhard Grindel wurde am Freitag in Nürnberg einstimmig zum DFB-Schatzmeister gewählt.

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