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Rotenburger Kreiszeitung vom 27.02.14

Haftungsfond als Hilfe für Hebammen

Grindel spricht mit Betroffenen

von Alena Staffhorst

Rotenburg. Eine war geladen, zwölf sind gekommen: Die Ausmaße des Hebammen-Problems wurden schon deutlich, als Bürgermeister Detlef Eichinger am Dienstagabend mit seinen Gästen spontan in einen größeren Raum umziehen musst. Eine Stunde lang diskutierten Hebammen aus der Region mit dem heimischen Bundestagsabgeordneten Reinhard Grindel (CDU) über ihre Geldsorgen und den Rückzug der Versicherungen.

„Ich habe aufgrund des Artikels in der Kreiszeitung zu dieser Runde eingeladen, um genauer auf das Problem einzugehen und zusammen nach einer Lösung zu suchen“, sagte der Bürgermeister zur Begrüßung. „Ich habe aber schnell gemerkt, dass ich selbst nicht viel tun kann. Daher habe ich Reinhard Grindel mit an Bord geholt.“
Dieser hörte sich zunächst die Sorgen der Hebammen an. „Das Hauptproblem ist schlichtweg das Geld“, brachte es die Hebamme Antje Jäger auf den Punkt. Während der Tarif mehr oder weniger konstant bleibe, steige die Versicherungssumme von Jahr zu Jahr immer mehr an. „Aktuell zahlen wir 4 400 Euro, im Sommer soll der Beitrag aber auf 5600 Euro erhöht werden“, sagte Jäger. Etwa die selbe Steigerung habe es in den Jahren zuvor auch schon gegeben.
„Wir wollen einfach nur, dass unsere Arbeit wertgeschätzt wird“, betonte eine andere Hebamme und sorgte für zustimmendes Nicken unter ihren Kolleginnen. „Unsere Arbeit ist mittlerweile zu einem teuren Hobby geworden.“
Neben dem Geld gebe es auch das Problem, dass es immer weniger Versicherungen gebe, die einen Schutz für Hebammen anbieten. Auch die Nürnberger Versicherung, als eine der letzten, will ab Juli 2015 aussteigen. „Es lohnt sich für die Versicherungen einfach nicht“, sagte Jäger. „Doch ohne Haftpflicht dürfen wir nicht arbeiten – das wäre das Aus für uns.“
Reinhard Grindel berichtete von einer Arbeitsgruppe in Berlin, die sich mit genau diesem Thema beschäftigt und im März Ergebnisse präsentieren möchte. „Der beste Weg wäre wohl ein Haftungsfond“, sagte der Bundestagsabgeordnete.
„Das wäre ein Deckelungsverfahren, bei dem die Versicherung die Kosten bis zu einer bestimmten Summe übernimmt. Alles, was darüber ist, würde über den Fonds laufen.“ Nun gelte es zu prüfen, welche Kosten dadurch auf den Staat zukommen würden. „Ich werde über die Zwischenstände informieren“, versprach er.
Bürgermeister Eichinger lud zudem für den 14. Mai zu einem weiteren Treffen ein. „Dann ist auch die parlamentarische Staatssekretärin Annette Widmann-Mauz dabei.“ Im Anschluss an das Gespräch herrschte bei den Frauen eine zufriedene Stimmung. „Wir fühlen uns ernst genommen. Reinhard Grindel hat uns zugehört und auch versichert, das etwas passiert“, sagte Antje Jäger. „Wir konnten verdeutlichen, dass wir mit den Hausbesuchen und der Arbeit am Wochenende gegenüber anderen Berufsgruppen eine andere Basis haben. Es ist ein komplexes Thema, in das man sich als Politiker nicht mal eben so reinlesen kann.“ Jetzt wollen die Hebammen erstmal die weitere Entwicklung abwarten. „Wir freuen uns auf den 14. Mai.“


Bundestagsabgeordneter Reinhard Grindel (l.) und Bürgermeister Detlef Eichinger geben den Hebammen Hoffnung.

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