Einbindung 1. Bild Einbindung 2. Bild Einbindung 3. Bild Einbindung 4. Bild Einbindung 5. Bild Einbindung 6. Bild
  • Schrift vergrößern
  • Schrift vergrößern
  • Standard wiederherstellen
  • Schrift verkleinern
  • Schrift verkleinern
 
Sie sind hier: Presse

Presse


zurück

Walsroder Zeitung vom 25.04.14

DB-Vertreter sehen neue Trasse nicht vor 2030

CDU-Abgeordneter Reinhard Grindel organisierte Bürgerdialog zu den Alternativen zur Y-Trasse

Selbst die Deutsche Bahn AG rechnet nicht vor 2030 mit einer neuen Eisenbahntrasse zur Entlastung der Hafenhinterlandverkehre. Das ist das Ergebnis eines Bürgerdialogs, den der CDU-Bundestagsabgeordnete Reinhard Grindel organisiert hatte. Simone Ilgner und Jan Lünemann vom Regionalbereich Nord der DB Netz AG stellten dabei die aktuellen Planungsalternativen zur Y-Trasse vor.

Walsrode. Neben dem Ausbau der Bestandsstrecke zwischen Maschen und Celle geht es dabei um Neubaustrecken von Maschen über Soltau nach Celle und von Ashausen nach Suderburg. Letztere Streckenalternative ist mit 1,4 Milliarden Euro die deutlich günstigste Variante. Sie würde auch den geringsten Verbrauch an Naturschutzflächen in Anspruch nehmen und nur geringe Auswirkungen auf Wohnbebauung haben. Nach dem heutigen Planungsstand würde der Ausbau der Y-Trasse Simone Ilgner zufolge mindestens 2,7 Mrd. Euro kosten.
Grindel verwies in diesem Zusammenhang auf den finanziell zu gering ausgestatteten Verkehrsetat und bezweifelte, ob die Y-Trasse unabhängig von ihrer verkehrspolitischen Sinnhaftigkeit überhaupt zu finanzieren sei. „Im Sommer 2015 sollte nach dem Ende der Plandiskussionen über die Alternativen zur Y-Trasse endgültig Abschied von diesem Projekt genommen und den betroffenen Gemeinden ihre Planungshoheit zurückgegeben werden“, forderte der CDU-Abgeordnete.
Skeptisch zeigten sich die Bahnvertreter, ob ein Ausbau der Bestandsstrecke Maschen-Celle unter dem „rollenden Rad“ möglich und technisch umsetzbar sei, weil dafür etwa in Lüneburg viele private Liegenschaften genutzt und die BAB A 39 verlegt werden müsste. Einige Bürger kritisierten, dass bei einer Neubaustrecke über Soltau die Stadt geteilt werde und einem Verkehrsinfarkt nahe komme. Aufhorchen ließ bei der gut besuchten Veranstaltung für den gesamten Wahlkreis Rotenburg – Heidekreis die Aussage des DB-Experten Lünemann, wonach die DB wegen der finanziellen Lage auf Weisung des Bundesverkehrsministeriums nach kleinen Ausbaualternativen im Bestandnetz suche, mit denen bereits mit überschaubarem finanziellen Aufwand mehr Güterverkehre aus den Häfen Hamburg, Bremerhaven und Wilhelmshaven abgefahren werden könnten. Hierbei kommen vor allem die Strecke Rotenburg – Minden und die Amerikalinie in Betracht.
Die DB-Vertreter ließen jedoch erkennen, dass es sich dabei um Maßnahmen für den Güter- und nicht für den Personenverkehr handele. Grindel verlangte für diese Maßnahmen allerdings umfassenden Lärmschutz zugunsten der betroffenen Anwohner, die mehr Güterverkehr ertragen müssen. Einig waren sich der CDU-Abgeordnete und die DB-Experten, dass zur Entlastung der Autobahnen das wachsende Containeraufkommen in den Häfen gerade auch per Bahn bewältigt werden muss. Große Bedeutung kommt dabei nach Ansicht der DB dem Ausbau der Strecke Uelzen – Stendal zu. „Allein für diese Maßnahme müssen so viele Mittel aufgewandt werden, dass ich nicht sehe, dass darüber hinaus in den kommenden 10, 15 Jahren weitere Aus- oder Neubaumaßnahmen in Niedersachsen starten werden“, sagte Grindel.


Im Dialog mit Bürgern:
CDU-Bundestagsabgeordneter Reinhard Grindel MdB und Simone Ilgner von DB Netz informierten über die Alternativen zur Y-Trasse.

zurück


CDU Deutschland CDU/CSU Fraktion Deutschland CDU Niedersachsen CDU Fraktion Niedersachsen
CDU Kreisverband Rotenburg / Wümme CDU Kreisverband Heidekreis  
Heiner Ehlen Mechthild Ross-Luttmann Gudrun Pieper Lutz Winkelmann
Newsletter CDU.TV CDU-Mitgliedernetz  
© Reinhard Grindel MdB