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Walsroder Zeitung vom 18.06.14

„Ohne Blatter, mehr Dynamik“

DFB-Schatzmeister Reinhard Grindel über die teure WM, Geld für den Nachwuchs und den FIFA-Präsidenten

Als CDU-Bundestagsabgeordneter aus Niedersachsen ist Reinhard Grindel gewählter Volksvertreter. Seit Oktober vergangenen Jahres ist er auch Schatzmeister beim international größten Fußballverband. Dem DFB geht es momentan sehr gut, auch materiell.

Der DFB ist ein reicher Verband. Was brächte ein Weltmeistertitel 2014 dem Verband zusätzlich in die Kasse?
Der DFB nutzt seine finanziellen Möglichkeiten, um seine gemeinnützigen Aufgaben erfüllen zu können. Talentförderung und Arbeit im Nachwuchsbereich sind ohne solide finanzielle Grundlage nicht denkbar. Ein WM-Turnier lohnt sich immer, weil die Aufmerksamkeit auf die WM viele Kinder und Jugendliche motiviert, ihren Idolen nachzueifern und in die Vereine zu gehen, um wettbewerbsmäßig Fußball zu spielen. Wirtschaftlich betrachtet würden sich DFB und Ligaverband einen eventuellen Gewinn teilen, der im Fall des WM-Titels bei höchstens drei Millionen Euro liegen würde.

Ab wann gibt es denn einen Reingewinn, und wer hat etwas davon?
So genau kann man das nicht sagen. Das hängt vom Wechselkurs ab, weil die FIFA die Prämien an die nationalen Verbände in Dollar auszahlt. Sicher in der Gewinnzone sind wir erst mit Erreichen des Halbfinales. Dieses Geld würden wir auch in unsere derzeitige Amateurfußballkampagne investieren.

Das Turnier in Brasilien ist, unter finanziellem Gesichtspunkt, bestimmt das teuerste in der DFB-Geschichte. Können wir es uns guten Gewissens leisten?
Dieses Turnier ist nicht das teuerste, weil wir uns überall „Goldrandlösungen“ leisten, sondern weil in diesem großen südamerikanischen Land die Logistikkosten extrem hoch sind. Das gilt auch für Transfer- und Hotelkosten. Im Übrigen ist unser Anspruch, dass wir unserer A Mannschaft die besten Rahmenbedingungen bieten, um optimalen sportlichen Erfolg erzielen zu können. Der Sonderhaushalt WM 2014 ist aber so kalkuliert, das unabhängig vom sportlichen Abschneiden sich für den DFB keine unvertretbaren finanziellen Risiken ergeben.

Zum Unwillen der DFB-Führung hat Josef Blatter verkündet, er will an der FIFA-Spitze immer weiter machen. Viele empfinden das als Zumutung. Wie belastend ist für Sie als Schatzmeister des DFB die Möglichkeit, dass beim Weltfußballverband bei den Finanzen, Wahlen oder der Auswahl von WM-Austragungsorten nicht alles mit rechten Dingen zugegangen sein soll?
Mich belastet als Schatzmeister, dass die FIFA von den stark gestiegenen Einnahmen aus TV und Sponsorengeldern nur einen Bruchteil an die teilnehmenden Nationen ausschüttet. Das darf nicht so bleiben. Jede Nation muss durch die Teilnahme am WM-Turnier finanzielle Spielräume erhalten, um die Talent- und Nachwuchsförderung weiter zu verbessern. Dafür werde ich mich nach der WM bei der FIFA einsetzen. Ansonsten brauchen wir in der FIFA Reformen, die für Transparenz und Offenheit sorgen.

Was braucht es, um Wahrheit, Klarheit und Transparenz in die finanziellen Angelegenheiten zu bekommen?
Finanzielle Entscheidungen der FIFA müssen in Zukunft unter Einbeziehung der großen nationalen Verbände viel breiter diskutiert werden als bisher. Die FIFA-Finanzkommission sollte personell erweitert werden, umso mehr Transparenz zu schaffen. Unser Präsident Wolfgang Niersbach hat meine volle Unterstützung, wenn er die Frage aufgeworfen hat, ob eine FIFA Reform ohne personellen Wechsel an der Spitze überhaupt vorstellbar ist. Insofern hätten wir es alle im DFB begrüßt, wenn Sepp Blatter den Weg für einen Generationswechselfreigemacht hätte. So könnte eine neue Dynamik im Reformprozess der FIFA entstehen.


„Wir brauchen in der FIFA Reformen, die für Transparenz und Offenheit sorgen“: Reinhard Grindel.

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