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Rotenburger Kreiszeitung vom 25.08.14

„Das direkte Gespräch ist durch nichts zu ersetzen“

Politiker auf Sommertour: Reinhard Grindel über Ideen und die Treffen vor Ort

von Nina Baucke

Rotenburg. Politiker auf Sommertour – das gehört zur warmen Jahreszeit wie der sprichwörtliche Topf zum Deckel. Auch die Vertreter aus dem Wahlkreis 35 Rotenburg I – Heidekreis, Lars Klingbeil (SPD) und Reinhard Grindel (CDU), suchen das Gespräch mit den Bürgern. Doch warum überhaupt und welche Bedeutung haben diese Touren? Die Kreiszeitung hat nachgefragt – heute lesen Sie die Antworten von Reinhard Grindel.

Warum reisen Sie im Sommer durch Ihren Wahlkreis?
Reinhard Grindel:
Ich mache das seit zwölf Jahren. Die Botschaft ist ganz klar: Ich bin als Abgeordneter nicht nur vor der Wahl, sondern auch danach in meinem Wahlkreis unterwegs. Das schafft Glaubwürdigkeit und wird von den Bürgern auch anerkannt.

Welche Stationen umfasst Ihre Sommertour in diesem Jahr und warum gerade diese?
Grindel:
Schwerpunkte sind fast immer aktuelle bundespolitische Entscheidungen und ihre Auswirkungen auf den Wahlkreis. In diesem Jahr sind das die EEG-Reform und die Umsetzung der neuen Bundeswehrstruktur. Neben anderen Stationen habe ich deshalb verschiedene Betriebe aufgesucht, die von der EEG-Reform besonders betroffen sind. Und ich war in der Lent-Kaserne und habe dort mit den Soldaten diskutiert und mich über den Übergang vom Fernmelderegiment und Logistikbataillon zum Jägerbataillon umfassend informiert.

Welche Möglichkeiten sehen Sie in den Sommertouren, die Ihnen reguläre Gesprächstermine nicht bieten? Wie können Bürger Sie sonst erreichen?
Grindel:
Die Bürger können mich natürlich jederzeit über meine drei Wahlkreisbüros in Rotenburg, Soltau und Walsrode erreichen. Ich mache regelmäßig Sprechstunden und werde immer öfter über Facebook kontaktiert. Anders als bei klassischen öffentlichen Veranstaltungen habe ich bei meiner Sommertour doch eher die Möglichkeit, direkt mit den Menschen vor Ort intensiver über bestimmte Sachfragen und Probleme ohne Zeitdruck zu sprechen. Ich kann dabei überprüfen, wie unsere Entscheidungen auf Bundesebene vor Ort ankommen.

Mit welchen Anliegen begegnen Ihnen die Menschen? Welche Themen sind Ihnen in diesem Jahr besonders wichtig?
Grindel:
Aus der Fülle der Themen will ich drei Beispiele nennen: in einer Reihe von Dörfern wird die Eigenentwicklung durch das Immissionsschutzrecht behindert. Wenn wir die „Kinder der Dörfer“ bei uns halten wollen, brauchen wir neue Baugebiete. Die Attraktivität der Bundeswehr muss auf vielfältige Weise gesteigert werden. Und die Abschaffung der kalten Progression ist von Arbeitnehmern und Arbeitgebern in mehreren Gesprächen nachhaltig gefordert worden.

In wie fern beeinflussen diese Gespräche Ihre weitere Arbeit in Berlin?
Grindel:
Was die Eigenentwicklung unserer Dörfer angeht, habe ich mich an die zuständige Umwelt- und Bauministerin, Barbara Hendricks, gewandt und angeregt, ob man im Baurecht nicht eine zusätzliche Baugebietsart schaffen kann, die Wohnen in der Nachbarschaft zu landwirtschaftlichen Betrieben zulässt, ohne dass der Bauer zum „Störer“ wird. Mit Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen sitze ich in einer Landesgruppe und werde mit ihr über die Forderungen der Soldaten reden und sie nach Rotenburg einladen. Für die Abschaffung der kalten Progression werde ich mich in unserer Fraktion stark machen. Das muss wieder auf die Tagesordnung, trotz der Blockade von rot-grün-regierten Ländern im Bundesrat.

Welche Erkenntnisse haben Sie aus den Sommertouren der vergangenen Jahre gezogen?
Grindel:
Ich habe viele wichtige Anregungen erhalten und auch bei manchen Einzelproblemen helfen können. Man lernt aus der Sommertour, dass das direkte Gespräch mit den Menschen durch nichts zu ersetzen ist und welche unglaublichen innovativen Ideen und Impulse gerade aus dem ländlichen Raum hervorgehen. Da muss die Politik gute Rahmenbedingungen schaffen, dass das so bleibt.

Auch Lars Klingbeil ist wieder unterwegs. Welche Frage würden Sie ihm stellen?
Grindel:
Ich würde ihn fragen, weshalb er die Arbeit der Bundesregierung oft so negativ darstellt. Die Einteilung, die SPD-Minister machen alles richtig und die CDU/CSU-Minister machen fast alles falsch, ist ja abwegig. Angela Merkel und Sigmar Gabriel arbeiten vertrauensvoll zusammen, weil sie wissen, dass die Menschen gute Politik und nicht Streit wollen. Ich würde ihn fragen, weshalb er das partout vor Ort nicht auch so praktiziert.

Wann geht es für Sie im Bundestag wieder los?
Grindel:
Ich hatte bereits während der Sommerpause Termine in Berlin. Richtig los geht es aber wieder ab 8. September mit der nächsten Plenarsitzungswoche.

Geht es für Sie in diesem Sommer auch noch in den Urlaub? Wenn ja, welches Buch landet in Ihrem Koffer?
Grindel:
Ich war schon eine Woche in Tirol in einem Kinderhotel, meinem Sohn Gustav zuliebe. Da habe ich eine Biographie über Julius Hirsch gelesen, einen Fußball-Nationalspieler jüdischen Glaubens, der von den Nazis im KZ umgebracht worden ist.


Reinhard Grindel (r.) auf Sommertour in einem Betrieb in Westeresch: „Ich kann dabei überprüfen, wie unsere Entscheidungen auf Bundesebene vor Ort ankommen.“

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