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Böhme-Zeitung vom 09.01.15

Runderneuert in das neue Jahr gestartet

CDU-Empfang erstmals auf dem Schröers-Hof Neuenkirchen – Dr. Hans-Gert Pöttering plaudert mit Reinhard Grindel

vo Neuenkirchen. Gleich doppelt runderneuert hat die Heidekreis-Union 2015 eingeläutet. Der 39. gemeinsam vom Kreis- und dem Gemeindeverband Neuenkirchen ausgerichtete Neujahrsempfang fand erstmals im Vierständerhaus auf dem Schröers-Hof statt. Ungewohnt war auch die Art der Präsentation. Statt eines Vortrags des Hauptredners, in diesem Fall Dr. Hans-Gert Pöttering, bekamen die gut 100 Zuhörer nach der Begrüßung durch den Neuenkirchener CDU-Chef Hans-Joachim Cordes und den Kreisvorsitzenden Gerd Engel einen lockeren Talk am Bistrotisch geboten.
Als Conferencier stellte Bundestagsabgeordneter Reinhard Grindel seine Erfahrung als Fernsehmoderator unter Beweis. Grindel und Pöttering kennen sich lange. Das erste Mal kreuzten sich ihre Wege Ende der 1970er-Jahre bei einer Veranstaltung in Kiel, die, wie Grindel zur Erheiterung des Publikums verriet, als „Busenparteitag“ in die CDU-Annalen eingegangen ist – benannt nach einem damals von der Regie so nicht geplanten Auftritt einer Tänzerinnentruppe.
Grindel war damals als Berichterstatter für eine Schülerzeitung an die Förde gereist, Pöttering zur Nominierung als Spitzenkandidat der Jungen Union für die erste Direktwahl zum Europäischen Parlament 1979. Wenig später zog er in das EU-Parlament ein, dem er bis zur Europawahl 2014, wo er nicht mehr antrat, angehörte. Davon lange Jahre in herausgehobenen Funktionen. So war er von 1999 bis 2007 Fraktionschef der Europäischen Volksparteien (EVP), ab 2007 dann EU-Parlamentspräsident. Heute ist Pöttering Chef der Konrad-Adenauer-Stiftung. Seine Erfahrungen hat er unter dem Titel „Wir sind zu unserem Glück vereint – Mein europäischer Weg“ niedergeschrieben.
Episoden aus dem Buch bildeten das Gerüst für das Gespräch, in das Grindel immer wieder Persönliches aus der Vita des Osnabrückers einflocht. Stark geprägt habe den 1945 geborenen Pöttering, dass er seinen kurz vor Kriegsende gefallenen Vater nicht kennengelernt hat. Sein Weg in die Politik war maßgeblich von den Eindrücken in Berlin kurz nach dem Mauerbau beeinflusst worden. Politisches Vorbild war Konrad Adenauer, auch wenn er diesem nicht mehr persönlich begegnete. „Ich stand an seinem Sarg“. Als beeindruckenste Persönlichkeit ist ihm Papst JohannesPaul II. in Erinnerung geblieben: Er sei der Mann gewesen, der den Kommunismus gestürzt, den Ländern Osteuropas die Freiheit gebracht und „den europäischen Einigungsprozess erst möglich gemacht hat“.
Die Diskussion über einen möglichen Austritt Griechenlands aus dem Euro verglich er mit dem Zusammenleben in einer Familie, „wo man sich gegenseitig hilft“. Aber: „Solidarität ist keine Einbahnstraße.“ Noch vor Kurzem hätte er gesagt, dass die EU-Erweiterung mit der Aufnahme Bulgariens und Rumäniens zu schnell erfolgt sei, räumte Pöttering ein. Mit dem heutigen Wissen müsse man sagen, dass es richtig war, „sonst wäre Putins Appetit noch größer gewesen“. Auch zur Frage einer Aufnahme der Türkei in die EU hat Pöttering eine Meinung, für die er spontan Beifall erhielt: „Ich bin dagegen, weil die EU damit finanziell und demokratisch überfordert wäre.“
Nicht ganz neu war die Anwesenheit von Repräsentanten anderer Parteien beim CDU-Neujahrsempfang, unter anderem die Kreisvorsitzenden Anja Keiten (Grüne) und Tanja Kühne (FDP). Auch die SPD war eingeladen worden, ihre Vertreter hatten sich aufgrund einer zeitgleich stattfindenden Sitzung der Kreistagsfraktion entschuldigt. Neu war die ausdrückliche Aufforderung zum Schulterschluss von Lutz Winkelmann an die „lieben Demokraten“ wohl unter dem Eindruck des Zulaufs für vermeintliche Protestforen wie Pegida. Der Landtagsabgeordnete verwies auf den Auftrag zur politischen Meinungsbildung an die Parteien im Grundgesetz: Die Parteien müssten frühzeitig Sorgen und Anliegen der Menschen erkennen und angemessen damit umgehen, „damit keine bewusst von anderen geschürten Ängste entstehen“ könnten.


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