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Walsroder Zeitung vom 19.02.15

„TenneT muss jetzt Ostkorridor prüfen“

CDU-Bundestagsabgeordneter Grindel reagiert auf Stellungnahme der Bundesnetzagentur

„Nach der sehr kritischen Bewertung der bisherigen Planungsarbeit von TenneT durch die Bundesnetzagentur muss der Netzbetreiber für den Suedlink jetzt intensiv einen Trassenverlauf entlang des Ostkorridors prüfen “, verlangt der heimische CDU- Bundestagsabgeordnete Reinhard Grindel nach der offiziellen Stellungnahme der Bundesnetzagentur zum Antrag auf Bundesfachplanung für Suedlink.

Walsrode. Wie Grindel berichtete, hatte der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, schon in einer Gesprächsrunde von Bundestagsabgeordneten, die von der Suedlink-Trasse betroffen sind, eine unzureichende Alternativplanung durch Tennet moniert. Grindel arbeitet seit Monaten im Bundestag mit verschiedenen Kollegen zusammen, um den Auswahlprozess für die Vorzugstrasse politisch vernünftig zu begleiten.
Mit der jetzt veröffentlichten Stellungnahme muss nach Grindels Einschätzung Tennet seinen Antragsentwurf noch einmal komplett überarbeiten. Es sei bisher von Tennet nicht nachvollziehbar erklärt worden, weshalb ein Trassenverlauf über Mecklenburg, Nord-Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Thüringen, insbesondere unter dem Gesichtspunkt der erkennbaren Umweltauswirkungen und raumordnerischer Konflikte, nicht viel besser sei, so Grindel. Nach Ansicht des CDU-Bundestagsabgeordneten ist auch die Vorgehensweise von Tennet, sämtliche öffentlich gemachten Alternativvorschläge zum Gegenstand des Antragsverfahrens zu machen, gescheitert. Zu Recht habe die Bundesnetzagentur kritisiert, dass diese Alternativen durch Tennet nicht genauso intensiv untersucht wurden, wie die bisherige Vorzugstrasse. Es seien auch in seinem Wahlkreis viele Menschen verunsichert worden wegen Trassenalternativen, die sich im Ergebnis als nicht planerisch durchführbar erweisen würden. Der CDU-Abgeordnete stimmte der Bundesnetzagentur zu, das Tennet in einer ganzen Reihe von Fällen sich die Situation vor Ort auch nicht hinreichend angesehen habe. Es fehle an einer detaillierten Darstellung der Raum- und Umweltsituation der betroffenen Gebiete durch Aufschlüsselung der Raumwiderstandklassen.
Es sei bisher viel zu wenig erkennbar geworden, auf Grund welcher Belange Korridore als Trassen in Betracht gezogen oder von vorherein ausgeschlossen worden seien. Er stimme den Bürgerinitiativen in seinem Wahlkreis zu, dass die bisher von Tennet vorgelegten Unterlagen viel zu wenig erkennen lassen, nach welchen Kriterien die vermeintlich beste Trasse gesucht werden könne. Insofern könne zum jetzigen Stand die Öffentlichkeit die Entscheidungen des Netzbetreibers gar nicht nachvollziehen, und es sei insofern eine Antragskonferenz nicht möglich, erläuterte Grindel. Der CDU-Abgeordnete rechnet damit, dass sich das Verfahren erheblich verzögern wird und eine erste Antragkonferenz damit in weite Ferne gerückt ist.


Rechnet mit Verfahrensverzögerung: Der Bundestagsabgeordnete Reinhard Grindel mit den Karten zum Suedlink-Trassenverlauf.

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