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Walsroder Zeitung vom 14.04.15

Reinhard Grindel begrüßt Ende der Milchquote

CDU-Bundestagsabgeordneter spricht mit Landvolkverbänden Rotenburg und Heidekreis

Walsrode. „Die Milchquote hat weder den Strukturwandel in der Landwirtschaft noch die schwankenden Milchpreise verhindern können.“ Das stellte der CDU-Bundestagsabgeordnete Reinhard Grindel im Gespräch mit Vertretern der Landvolkverbände Heidekreis und Rotenburg klar. Gleichzeitig hätten die Quotenkosten die Milchbauern finanziell erheblich belastet. Insofern sei das Ende der Milchquote nur zu begrüßen, so Grindel.
Milchbauer Friedhelm zum Felde aus Ottingen, der seinen Betrieb nach dem Auslaufen der Milchquote erweitern will, berichtete, dass der Betrieb in den vergangenen Jahren durch die Regulierungsmaßnahme Kosten in Höhe von rund 500.000 Euro gehabt habe. Jörn Ehlers (Rotenburg) und Jochen Oestmann (Heidekreis) vom Landvolk betonten, dass die Quote die versprochenen Erwartungen aus Erzeugersicht nie erfüllt habe. Die Einkommen der Milchviehhalter hätten über die Jahre deutlich hinter denen der Ackerbauern und Veredelungsbetriebe gelegen. Erst seitdem die Nachfrage durch den Weltmarkt gestiegen sei und Exportanstrengungen der Molkereien Früchte getragen hätten, hätten sich die Auszahlungspreise zumindest zeitweise aus der Talsohle bewegt.
In Anbetracht des Stallneubaus von Friedhelm zum Felde beklagten die Landvolkvertreter, dass das Land Niedersachsen die Förderung von artgerechten Stallneubauten erheblich reduziert habe. Dies passe nicht zum angeblichen Ziel der Landesregierung, mehr für das Tierwohl tun zu wollen.
Große Sorgen äußerten Landwirte wegen der Umsetzung der EU-Nitratrichtlinie im Rahmen der Düngemittelverordnung. Dort drohe nicht nur eine massive Bürokratielast, sondern auch neuer Druck auf die landwirtschaftlichen Flächen, weil deren Bewirtschaftung weiter eingeschränkt werde. Landwirte in dieser Region arbeiteten eng mit Wasserschutzverbänden zusammen und bewirtschafteten ihre Flächen verantwortungsvoll, sagte Grindel. Insofern müsse alles unterlassen werden, was über EU-Vorgaben hinausgeht und die Pachtpreise weiter steigen lasse.


Austausch: Christian Intemann und Andre Mahnken vom Landvolk Rotenburg-Verden, der Vorsitzende des Landvolks Heidekreis, Jochen Oestmann, der CDU-Bundestagsabgeordnete Reinhard Grindel (von links), Familie zum Felde und der Vorsitzende des Landvolks Rotenburg-Verden, Jörn Ehlers (3. von rechts), sprachen über das Auslaufen der Milchquote.

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