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Heidekurier vom 16.09.15

Bis zu 6.000 Asylsuchende?

Grindel macht sich in Flüchtlingsunterkunft Camp Oerbke ein Bild der Lage

OERBKE. „Das ehrenamtliche Engagement unter Leitung der Johanniter-Unfall-Hilfe im Camp Oerbke ist beeindruckend. Um der Aufgabe dauerhaft gerecht zu werden, brauchen wir dort dringend hauptamtliche Strukturen.“ Diese Bilanz zog der CDU-Bundestagsabgeordnete Reinhard Grindel, der gestern gemeinsam mit seinen Landtagskollegen Gudrun Pieper und Lutz Winkelmann sowie Landrat Manfred Ostermann und der Walsroder Bürgermeisterin Helma Spöring der Notunterkunft für Flüchtlinge in Oerbke einen Besuch abstattete, um sich ein Bild von der Lage zu machen.

Vertreter des Landesinnenministeriums und der Bundeswehr berichteten, daß bis Dienstagabend 1.200 Personen in Oerbke untergebracht worden seien. Dort soll zügig auch eine Außenstelle des Bundesamtes für die Anerkennung von Asylbewerbern geschaffen und Asylanträge bearbeitet werden.
„Insofern wird die Nutzung des Camps Oerbke als Asylunterkunft langfristiger Natur sein. Das Land und der Bund müssen für eine angemessene Ausstattung der Feuerwehr, der medizinischen Dienste und auch der Polizei sorgen. Insbesondere fordere ich das Innenministerium auf, keine weiteren Asylbewerber im Heidekreis unterzubringen. Das würde sowohl die Verwaltung als auch die ehrenamtlichen Helfer überfordern“, erklärte Grindel. Auf entsprechende Fragen des CDU-Abgeordneten teilten die Behördenvertreter mit, daß sich möglicherweise im Laufe der Woche entscheide, ob in Bad Fallingbostel ein Drehkreuz für Flüchtlinge eingerichtet werde. Demnach könnte die ehemals von den Briten genutzte Kaserne mit bis zu 6.000 Asylsuchenden belegt werden. Geplant ist vor allem, Züge aus verschiedenen Regionen Deutschlands nach Bad Fallingbostel kommen zu lassen und von dort aus die Flüchtlinge per Bus in andere Bundesländer zu transportieren. Landrat Manfred Ostermann wies darauf hin, daß dies Konsequenzen für den Ausbau der Heidebahn hätte. Dieser würde sich erheblich verzögern, wenn die Strecke zwischen Walsrode und Bad Fallingbostel entgegen der bisherigen Planung für die Bauarbeiten nicht stillgelegt werden könne.
Grindel forderte anläßlich seines gestrigen Besuches das Innenministerium in Hannover auf, die gegenüber dem Verteidigungsministerium gemachten Zusagen einzuhalten, sowohl für eine Absicherung des Camps zum Truppenübungsplatz als auch für eine psychologische Betreuung von traumatisierten Flüchtlingen zu sorgen. „Es bereitet mir Sorgen, wenn mir berichtet wird, daß einzelne Flüchtlinge bereits zu Fuß auf den Schießbahnen gesichtet worden sind. Es bedarf auch einer intensiven Betreuung von traumatisierten Kriegsflüchtlingen, wenn sie mit dem Lärm des Ausbildungs- und Schießbetriebs konfrontiert werden“, betonte der CDU-Abgeordnete.
Oberst Jörg Wiederhold stellte eindeutig klar, daß eine Einschränkung des Schieß- und Übungsbetriebs auf dem Truppenübungsplatz nicht in Frage komme. Er wies deshalb auch Gerüchte zurück, daß das Lager Trauen, ähnlich wie das Camp Oerbke, für Flüchtlinge genutzt werden könne.
Eine Nutzung der ehemaligen britischen Kaserne in Bad Fallingbostel hängt davon ab, inwieweit die Gebäude mit Betten, Waschräumen und Küchen ausgestattet werden können. Landrat Ostermann bezeichnete es als bedauerlich, daß Betten und Küchen gegen den Rat der Kommunalpolitik aus den Unterkunftsgebäuden demontiert worden seien.
Grindel stellte abschließend fest, daß die schwierigen Unterbringungsprobleme zeigten, daß die Entscheidung, unkontrolliert Flüchtlinge aus Ungarn und Österreich einreisen zu lassen, falsch gewesen sei. Er forderte Bundeskanzlerin Angela Merkel nachdrücklich dazu auf, bei dem anstehenden Gipfel der Staats- und Regierungschefs für eine faire Lastenverteilung in Europa zu sorgen.
Grindel: „Das Flüchtlingsproblem kann nicht allein auf Deutschland und Schweden abgewälzt werden, sonst gehen wir innerhalb der EU schwierigen Zeiten entgegen, in denen auch die finanzielle Lastenverteilung innerhalb Europas auf den Prüfstand gehört.“


Machten sich am gestrigen Dienstag gemeinsam ein Bild von der Lage im Camp Oerbke: (von links) Andreas Ege, Reinhard Grindel (MdB), Helma Spöring, Gudrun Pieper (MdL), Landrat Manfred Ostermann und Lutz Winkelmann (MdL).

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