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Allerreport vom 14.01.07

Aus fünf Seiten werden 5.000

Reinhard Grindel initiierte Forum zur Gesundheitsreform / Gegner schossen scharf

Keinen leichten Stand hatten der hiesige Bundestagsabgeordnete sowie der CDU-Gesundheitsexperte Dr.Hans-Georg Faust diese Woche vor einem großen Fachpublikum aus dem Landkreis Verden.

Verden . Medienprofi Reinhard Grindel, der das Gesundheitsforum im Parkhotel Grüner Jäger initiiert hatte und es selbst moderierte, hatte es sich und seinem Parteikollegen so schwer wie möglich gemacht. Nicht nur stellten sich die Politiker rund 200 anwesenden Ärzten, Krankenkassen-Mitarbeitern und weiteren Reformbetroffenen. Mit Prof. Herbert Rebscher, DAK-Vorstandsvorsitzender aus Gyhum, sowie dem Vorsitzenden der Kassenärztlichen Vereinigung Verden, Dr. Hans-Walter Fischer, hatten sich die Bundestagsabgeordneten zudem zwei der massivsten Reform-Kritiker aufs Podium geholt.
"Es gleicht einem Erdbeben, was durch die Gesundheitsreform bei den Krankenkassen passiert", führte Dr. Hans-Georg Faust als einer der wenigen Mediziner im Deutschen Bundestag in seinem Sachstandsbericht aus. Aus ursprünglich fünf Seiten mit Eckpunkten drohen laut dem stellvertretenden Bundesgesundheitsausschuss-Vorsitzenden nunmehr 5.000 zu werden - aufgrund zahlreicher Änderungsanträge aus den einzelnen Bundesländern. Dennoch soll die Reform weniger Bürokratie und mehr Transparenz bringen. Zentral sind die Versicherungspflicht für jeden sowie ein neues Vergütungssystem, das auf per Verordnung geregelten Grundtarifen basiert. An diese sind künftig auch die Privatkassen gebunden. 1,5 Milliarden Euro in 2008 und nochmals das Doppelte in 2009 wolle der Bund zuschießen. Wenn die Krankenkassen dann nicht klarkommen, seien Anhebungen der Beiträge bis zu einem Prozent des Bruttogehaltes von Kunden möglich.
Für Prof. Herbert Rebscher ist das neue Gesetz "gotesk" und eine "Beleidigung für jeden Gesundheitsökonomen" - "gar kein Gesetz wäre immer noch besser als dieses", schimpfte der DAK-Mann. Jungen gesunden Bürgern verspreche man niedrigere Kassenbeiträge, älteren kranken bessere Leistungen - "sie wollen gesunden Menschen Geld zurückgeben, das sie dann für Kranke nicht mehr haben", formulierte er den Widerspruch.
Für Dr.Hans-Walter Fischer ist die Reform "das Ende der Privatversicherung und vieler privater Arztpraxen". Man stelle sich vor, im Verdener Restaurant Pades müssten das Bistro-Angebot und die Sterne-Küche zum gleichen Basispreis auf den Tisch kommen - dann habe man einen guten Eindruck, was Kassen und Ärzten drohe.
Einfach zu sagen: "Stoppt das Gesetz!" sei keine Lösung, erwiderte Faust abschließend auch Reformgegnern aus dem Publikum. "Wir müssen dafür bezahlen, dass wir - und viele von uns auch gesund - immer älter werden", schloss er.

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