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Bremervörder Zeitung vom 20.01.07

Ja zur Küstenautobahn

Der geplante Bau der Küstenautobahn bewegt die Menschen. Dass hier und da sich jetzt der Protest regt, ist vielleicht sogar ein gutes Signal. Für die Menschen in unserer Region ist das Projekt Küstenautobahn nicht mehr eine unrealistische Utopie, sondern wachsende Realität.

Dementsprechend werden schon bald die Planungen konkrete Gestalt annehmen. Im Mai/Juni dieses Jahres ist beabsichtigt, die Vorzugstrasse für die Küstenautobahn vorzustellen. Die Verantwortlichen in der Landesbehörde für Straßenbau betonen, die Trassenführung richte sich nach rein objektiven Maßstäben, um den Korridor zu ermitteln, der die wenigsten Konflikte mit sich bringe und am kostengünstigsten sei. Trotzdem muss die Politik im Elbe-Weser-Raum immer wieder deutlich betonen, dass unter wirtschaftlichen und verkehrlichen Gesichtspunkten nur eine Südtrasse zu den notwendigen Verbesserungen der Infrastruktur führt.

Nahezu alle Sachverständigen sehen es als den entscheidenden Standortnachteil des Elbe-Weser-Dreiecks an, dass wir straßenverkehrlich nur unterdurchschnittlich erschlossen sind. Mit der Küstenautobahn würden wir an eine europäisch bedeutsamen Magistrale angebunden, die für leistungsfähige Hinterlandverbindungen sorgt. Mit dem wachsenden Container-Umschlag in den norddeutschen Häfen und den Herausforderungen möglicher neuer Standorte der Chemie- und Energiewirtschaft wird die A 22 für erhebliche Arbeitsplätze sorgen. Auch kleine und mittlere Betriebe werden davon profitieren, dass sie in einem verkehrstechnisch besser erschlossenen Raum beheimatet sind. Durch den Anschluss an das überregionale Verkehrsnetz werden Beschaffungs- und Absatzprozesse erleichtert. Man ist schlicht schneller beim Kunden. Das gilt auch für frische Produkte unserer Landwirtschaft.

Selbstverständlich würden wir beschleunigter eine Ortsumgehung für Bremervörde realisieren können, wenn sie als Teil der Küstenautobahn schon einmal – sozusagen vorab – gebaut werden könnte.

Die Kritik durch einen Thüringer Professor, die Autobahnen in Ostdeutschland hätten auch nicht für den Aufschwung gesorgt, ist so nicht richtig. Selbstverständlich sind an vielen Autobahnen Gewerbegebiete entstanden, die die Menschen in Lohn und Brot gebracht haben. Allein eine Autobahn kann den Umstand nicht ausgleichen, dass es in manchen Regionen der neuen Länder einfach an einer mittelständischen oder industriellen Struktur fehlt. Das Beispiel der A 1 zeigt aber, dass Autobahnen Wohlstandsachsen sind, die strukturschwache Räume erschließen und nicht zerschneiden, wie etwa neue Bahntrassen. Von der Logistikbranche wissen wir, dass der Verkehr auf den Straßen stärker zunehmen wird als auf dem Gleis, weil die Bahn immer noch zu unflexibel und zu teuer ist.

Der Tourismus in unserer Region würde durch die Küstenautobahn zusätzlichen Aufschwung erhalten. Immer mehr Menschen fahren mit dem PKW in Urlaub, sie entscheiden kurzfristiger auch nach der schnellen Erreichbarkeit des Urlaubsorts und unsere Region könnte leichter Tagestouristen, die an der Nordsee Urlaub machen, für einen Abstecher gewinnen.

Aber auch umweltpolitisch hat die Küstenautobahn Vorteile. Die jetzt schon durch den LKW-Verkehr überlasteten Bundes- und Landesstraßen würden entlastet. In den Ortsdurchfahrten wäre wieder für mehr Lebensqualität und auch Verkehrssicherheit gesorgt. Auf der anderen Seite kommt es zweifelsohne auch zu Versiegelung von wertvoller Landschaft. Aber Ausgleichsmaßnahmen werden für eine insgesamt neutrale Naturschutzbilanz sorgen. Wahr ist auch, dass Landwirte wichtige Flächen verlieren, dass vielleicht ein Campingplatz verlegt werden muss. Bei einer gerechten Gesamtabwägung muss aber eigentlich allen Menschen in unserer Region einsichtig sein, dass die Chancen der Küstenautobahn die Risiken deutlich überwiegen.

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