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Rotenburger Kreiszeitung vom 26.02.07

Entscheidung fürs Kind erleichtern

Reinhard Grindel MdB im Redaktionsgespräch / Von der Leyen propagiert kein neues Familienbild

Kreis Rotenburg (sf). "Es ist doch erfreulich, dass Familienpolitik endlich breit diskutiert wird", sagt CDU-Bundestagsabgeordneter Reinhard Grindel, der sich zum Redaktionsgespräch im Pressehaus angesagt hatte, um die Vorstellungen von Familienministerin Ursula von der Leyen zu verdeutlichen.
Ursula von der Leyen war in den vergangenen Tagen und Wochen in die Kritik nicht nur des politischen Gegners geraten, weil ihr konsequentes Eintreten für die bundesweit flächendeckende Schaffung von Betreuungsmöglichkeiten für Kinder unter drei Jahren nicht jedem Christdemokraten und Christsozialen ins Konzept passt. "Es geht ihr nicht um ein neues Familienbild", betont Reinhard Grindel, schon gar nicht darum, Frauen, die zu Hause ihr Kind versorgen als altmodisch abzustempeln und Frauen, die neben der Kinderbetreuung einem Beruf nachgehen als Rabenmütter zu diskreditieren. Es gehe darum, den unterschiedlichen Lebensplanungen Rechnung zu tragen und Entwicklungen zu begegnen, die uns in den kommenden Jahr mit steigender Intensität vor große Probleme stellen werden.
- Vor 20 Jahren, so Reinhard Grindel, bekam jede Frau, die sich für Mutterschaft entschieden hatte, im Schnitt 2,2 Kinder. An der statistischen Größe habe sich nicht geändert, nur: Vor 20 Jahren blieben nur zehn Prozent der Frauen in Deutschland kinderlos, heute sind es rund 30. Bei den Frauen mit akademischer Bildung sei der Anteil mit 40 Prozent sogar noch höher. Die Frage stelle sich allen voran den politisch Verantwortlichen: "Wie schaffen wir es, dass sich weit mehr Frauen für Kinder entscheiden?" Häufig genug sei die Entscheidung kinderlos zu bleiben keine Abkehr vom Kind, sondern eine Reaktion darauf, dass der Staat nicht die nötigen Rahmenbedingungen, die Familie und Beruf vereinbar werden lassen, geschaffen habe.
Als einen Schritt hin in Richtung Vereinbarkeit habe die Familienministerin das Elterngeld initiiert, dass es einem Elternteil für ein Jahr ermögliche, sich ums Kind zu kümmern, ohne gravierende finanzielle Einbußen hinnehmen zu müssen. Die Erfahrung zeige, so Grindel, dass häufig gar nicht das Geld die entscheidende Rolle spiele, sondern die Frauen Angst hätten, die Rückkehr in ihren Job sei nicht mehr so ohne weiteres möglich.
Von der Leyen, die als niedersächsische Sozialministerin von der Leine an die Spree wechselte, habe es sich zum Ziel gesetzt, die Schaffung von Betreuungsmöglichkeiten für die unter Dreijährigen deutlich zu verbessern. Dabei habe sie nicht nur die Krippen im Blick, sondern messe den Tagesmüttern eine besondere Bedeutung bei. Gemeinsam mit ihrer Kabinettskollegin Schavan wolle sie ein Curriculum für die Aus- und Weiterbildung erstellen, wolle die Bildung von Netzwerken erleichtern und massiv die Schaffung von Betriebskindergärten fördern.
Die Anforderungen im Bereich der frühkindlichen Betreuung und Bildung bis hinein in den Kindergarten seien auch darauf abzustellen, so Grindel weiter, dass 30 Prozent der Kinder in Deutschland heute bereits in Familien mit Migrationshintergrund geboren werden, dass sie aufwachsen, ohne dass in ihrem familiären Umfeld Deutsch gesprochen werde. Die Betreuungsangebote müssten darum auch auf Integration abgestellt werden.
Jedes fünfte Kind wachse heute bis zum fünften Lebensjahr ohne Geschwister auf; man müsse darum den Kindergarten auch als Ort begreifen, wo gemeinsam gespielt wird. Hinzu komme, dass 20 Prozent der Kinder von Alleinerziehenden geboren werden, die ihren Wunsch, sich durch eigener Hände Arbeit zu ernähren zu erfüllen können, wenn ausreichend geeignete Betreuungsangebote bereit stünden.
Für die Bundesregierung, fasst Grindel zusammen, sei es unumgänglich, dass Länder und Kommunen nicht auf den Kosten der verbesserten Kinderbetreuung sitzen bleiben. Spätestens in zehn Jahren werde man aufgrund der demografischen Entwicklung vermehrt Frauen auf dem deutschen Arbeitsmarkt nachfragen und die Möglichkeiten der Kinderbetreuung werden für Kommunen und für Betriebe zu einem (Standort-)Faktor, der die Anwerbung von Fachkräften maßgeblich beeinflusse.

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