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Rotenburger Kreiszeitung vom 27.07.07

Verstärkte Integrationsarbeit

Projekt-Bewilligung vom Amt für Migration und Flüchtlinge / Natalia Schäfer mit an Bord

Rotenburg (men). Bei Nachrichten dieser Art neigt Bürgermeister Detlef Eichinger gerne zu der Aussage, dass es sich "um einen guten Tag für die Stadt Rotenburg handelt". In diesem Fall wird es in der Kreisstadt ganz sicher niemanden geben, der ihm widerspricht. Denn im Rathaus ist jetzt auch der schriftliche Bewilligungsbescheid vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge für das auf drei Jahre angelegte Projekt "Zukunft interkulturelle Jugendarbeit in Rotenburg" eingetrudelt.

Mit der Anerkennung und der damit verbundenen Förderung dieses Projektes ist es der Stadt möglich, neben dem bisherigen Straßensozialarbeiter Eduard Hermann nun auch eine weibliche Integrationskraft zu beschäftigen. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge überweist der Stadt immerhin rund 84 Prozent der monatlich fälligen Personalkosten. Ohne diesen Zuschuss wäre ein Projekt dieser Art in Rotenburg kaum möglich, erklärte Elke Bellmann vom Amt für Jugend und Soziales. Detlef Eichinger nahm die erfreuliche Post zum Anlass, sich beim CDU-Bundestagsabgeordneten Reinhard Grindel zu bedanken, der sich sehr für die Förderung eingesetzt hatte. Grindel war gestern Morgen ebenso im Rathaus erschienen wie Angelika Michaelis, als Regional-Koordinatorin des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge unter anderem für den Landkreis Rotenburg zuständig, Eduard Hermann und Natalia Schäfer.
Gemeinsam stellten sie mit Elke Bellmann und Detlef Eichinger das neue Projekt vor. Im Kern gehe es darum, die Integration vor allem ausländischer Mädchen voranzutreiben. Junge Aussiedlerinnen, aber besonders auch junge weibliche Muslime liegen dabei im Fokus. Ein schwieriges Unterfangen, weiß Reinhard Grindel zu berichten. Die nämlich seien meistens mit Beginn der Pubertät auf der Straße nicht mehr anzutreffen. Deshalb sei es besonders wichtig, in die Integrationsarbeit auch die Eltern einzubinden. Grindel machte vor diesem Hintergrund deutlich, dass es bei diesem Projekt eben nicht um neues Geld in alten Schläuchen gehe, sondern wirklich neue Zielsetzungen ins Auge gefasst werden. Die Arbeit mit muslimischen Mädchen sei ein zentraler Bereich für die Integrationsarbeit vor Ort. Grindel: "Wir brauchen verschiedene Wege, um die Menschen zu integrieren, die bislang um unsere Angebote einen Bogen gemacht haben." Der Bundestagsabgeordnete gehört dem Innenausschuss des Bundestages an und hätte erst vor kurzem am so genannten Integrationsgipfel teilgenommen. Er wünsche sich für die Arbeit von Natalia Schäfer übrigens auch die Unterstützung der Rotenburger Moschee-Gemeinde. Integration, sagte er, sei sicherlich eine Bringschuld des Staates, aber es gebe eben auch eine Hohlschuld der bei uns lebenden Ausländer.
Natalia Schäfer ist 26 Jahre alt und gelernte Erzieherin. Sie wurde in Kaschstan geboren, lebt aber schon seit 17 Jahren in Rotenburg. Ihr Abschlusspraktikum machte sie an der THS - allein dadurch bringt sie schon erste Kontakte mit der Zielgruppe mit. Für ihre Arbeit stehen ihr 19,5 Wochenstunden zur Verfügung, weitere 19,5 Wochenstunden gehen an Eduard Hermann. Der war ursprünglich über das Projekt "Kontakt aufsuchen statt ausweichen" zum Straßensozialarbeiter geworden. Dieses Projekt lief Ende April aus. Elke Bellmann: "Wir wollten diese Arbeit aber nicht beenden. Deshalb hat die Stadt ihn mit 19,5 Wochenstunden für die Fortsetzung seiner bisherigen Arbeit unbefristet eingestellt. Hermann war Initiator des offenen Sportprojektes und des Fitness-Raumes. Er hatte sich stets eine weibliche Kollegin gewünscht. Nun hat er die Verstärkung.


Natalia Schäfer (vorne links) verstärkt die Integrationsarbeit in Rotenburg. Darüber freuen sich Elke Bellmann und Eduard Hermann (vorne) sowie Reinhard Grindel, Detlef Eichinger und Angelika Michaelis. Natalia Schäfer wird sich vor allem um junge Mädchen mit Migrationshintergrund kümmern.

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