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Rotenburger Rundschau vom 01.08.07

Fast schon ein Durchbruch

Scheeßeler Bahnhof soll ab 2008 wetterfester werden

von André Ricci

Scheeßel. Im zähen Ringen um einen besseren Wetterschutz auf dem Mittelbahnsteig des Scheeßeler Bahnhofs haben die Deutsche Bahn (DB) und die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) jetzt eine neue Runde eingeläutet: Sie beschlossen, im Frühjahr 2008 die Rampe zum Bahnsteig auf einer Länge von 38 Metern überdachen zu lassen.

"Ob das der Durchbruch ist, wird sich noch herausstellen", gibt sich Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele nur verhalten optimistisch. "Wir müssen darauf achten, dass am Ende eine wirkliche Verbesserung der Situation zustande kommt", gibt sie die Marschrichtung vor.
Die Christdemokratin ist in Sachen Bahnhofserneuerung ein gebranntes Kind. Ausgerechnet Baumaßnahmen unter dem verheißungsvollen Titel "Niedersachsen ist am Zug" sorgten in Scheeßel für eine Verschlechterung der Situation wartender Bahnkunden. Denn die Zahl der Wartehäuschen auf dem Mittelbahnsteig schrumpfte von drei auf zwei. Damit nicht genug: Die verbliebenen Unterstände sehen zwar ganz schick aus, bieten aber aufgrund fehlender Außenwände viel weniger Schutz von Wind und Wetter als zuvor.
"Die Gemeinde Scheeßel hatte in einem persönlichen Gespräch ausdrücklich darum gebeten, bei der Ausstattung der Bahnsteige beteiligt zu werden", moniert Dittmer-Scheele in einem Brief an die Bahn. "Dieser Wunsch wurde ignoriert." Nachträglich Verbesserungen zu erreichen, erweist sich als schwieriges Unterfangen. Hauptproblem sind die strengen gesetzlichen Sicherheitsvorgaben beim Bau sogenannter Komforteinrichtungen im Bahnhofsbereich. Das zuständige Eisenbahn-Bundesamt genehmigt nämlich nur Wartehäuschen, die sich im Bereich zwischen den geriffelten Sicherheitsstreifen befinden und zwischen sich und den Streifen Durchgänge von wenigstens 90 Zentimetern (inklusive geriffelter Fläche) lassen. Herkömmliche Wetterschutzunterstände mit Seitenscheiben und Sitzmöglichkeiten erfüllen diese Voraussetzungen nicht - der Mittelbahnsteig ist zu schmal für sie. Mit dem Argument der Nichtgenehmigungsfähigkeit schmetterte die Bahn fortan Anregungen von Politikern und Bürgern ab. Dabei ließen die Beamten vom Bundesamt durchaus ein Hintertürchen offen: Auf Anfrage des Bundestagsabgeordneten Joachim Stünker (SPD) teilten sie ausdrücklich mit, dass die Aussage, ihre Behörde genehmigte keine andere Lösung, nicht korrekt sei. "Das Eisenbahn-Bundesamt wird jeder regel- und planfeststellungskonformen Ausführung zustimmen."
Diese Aussage ließ die Idee einer Überdachung der Zugangsrampe in den Mittelpunkt der Diskussion rücken. Im Gegensatz zu Bauten direkt auf dem Bahnsteig erscheint diese Maßnahme ohne weiteres genehmigungsfähig. Und sie könnte eine wirkliche Verbesserung darstellen. Voraussetzung: Die Dachkonstruktion müsste Seitenwände beinhalten und bis an den Bahnsteig heranreichen. Nur dann könnten Fahrgäste im Tunnel stehend geschützt auf ihren Zug warten und bei dessen Ankunft schnell und halbwegs trocken einsteigen.
Bei einer Ortsbesichtigung machten sich die Bürgermeisterin zusammen mit dem Ratsfraktionsvorsitzenden der CDU, Reinhard Frick, und dem CDU-Bundestagsabgeordneten Reinhard Grindel ein Bild von den Gegebenheiten und legten fest, worauf zu achten sei. Der Termin wurde kurzfristig vereinbart, nachdem der Geschäftsführer der LNVG, Wolf Gorka, Grindel in einem Brief von der Entscheidung für den Bau des Rampendaches in Kenntnis gesetzt hatte.
Die Politiker sind sich einig, diesmal von Anfang an auf Details achten zu wollen, damit sich die erneute Investition in den Scheeßeler Bahnhof optimal auszahlt. So ist zum Beispiel die Zugangsrampe etwa 100 Meter lang, so dass die Positionierung des lediglich 38 Meter langen Daches unbedingt glücklich gewählt werden muss. Auch Grindel bewertet den vermeintlichen Durchbruch betont zurückhaltend. Immerhin: "Auf den ersten Blick scheint das eine gute Lösung zu sein, die zusätzlichen Witterungsschutz bietet. Die Details müssen jetzt zwischen der Gemeindeverwaltung und der LNVG abgestimmt werden", so der Bundespolitiker.

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