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Verdener-Aller-Zeitung vom 14.09.07

Für den Teller oder den Tank produzieren?

CDU-Abgeordnete besuchten vorbildliche Biogasanlage

Kirchlinteln. Hat die Energieerzeugung aus Biomasse angesichts steigender Getreidepreise eine Zukunft? Diese Frage stand im Mittelpunkt des Besuchs der CDU-Abgeordneten Reinhard Grindel (Bundestag) und Wilhelm Hogrefe (Landtag) auf dem Hof der Familie Rosebrock in Kreepen. Neben der Milchviehhaltung bildet hier die Strom- und Wärmeerzeugung aus Biogas die Haupteinkommensquelle des Betriebes.
Die mit viel Eigenleistung erstellte erste Biogasanlage in der Gemeinde Kirchlinteln wird zusammen mit dem Landwirt Henning Meyer aus Brammer betrieben. Die Anlage benötigt eine Maisanbaufläche von fast 150 Hektar sowie die gesamte Gülle von über 130 Rindvieheinheiten. Bei der Vergärung der Maissilage und der Gülle entsteht das dem Erdgas sehr ähnliche Biogas. Es wird in zwei großen Motoren verbrannt, die rund um die Uhr 380 KW Elektrizität erzeugen. „Strom für annähernd 800 Haushalte“, so Heinrich Rosebrock. Mit einem Teil der Motorabwärme werden inzwischen im Dorf 17 Wohnungen geheizt.
Der laufende Betrieb der hochtechnisierten Biogasanlage erfordert einen hohen Sachverstand. Es ist das Aufgabengebiet von Juniorchef Carsten Rosebrock. Täglich entnimmt er Substratproben, untersucht sie und regelt die biologischen Prozesse entsprechend ein. Die Reststoffe der Anlage sind wertvoller Dünger. Somit ist ein geschlossener Nährstoffkreislauf vorhanden. „Insgesamt ist dies eine vorbildliche Biogasanlage aufgrund ihrer Integration in das Dorf bezüglich der Wärmeabnahme sowie der ökologisch sinnvollen Kreislaufwirtschaft“, folgerten Grindel und Hogrefe während einer abschließenden Gesprächsrunde, an der auch die Gemeinderatsmitglieder Joachim Köhler, Wolfgang Ritz und Stephan Jeite teilnahmen. Dies wird offenbar auch von vielen Anderen so gesehen: Fachbesucher aus Frankreich, Brasilien und Marokko waren bereits Gäste auf Rosebrocks Hof.
Zur Eingangsfrage, ob die Landwirte Energie oder Nahrungsmittel produzieren sollten, gibt es, so Wilhelm Hogrefe, eine einfache Antwort: beides sei wichtig. Ohne die Nahrungsmittelerzeugung auf hohem Niveau verliere Niedersachsen seinen Vorsprung im Bereich der Ernährungstechnologie. Ohne eine Steigerung der Energieerzeugung aus Biomasse werde es nicht gelingen, die Klimaziele der Bundesregierung zu erreichen. Dazu Reinhard Grindel: „Vor allem sollte die Erzeugung von Bioenergie in bäuerlicher Hand bleiben.“


MdB Reinhard Grindel (2.v.l.) und MdL Wilhelm Hogrefe (2.v.r.) informierten sich über die Biogasanlage der Familie Rosebrock in Kreepen

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