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Bildzeitung vom 29.11.07

Bundestag will selber Fernsehen machen

von Hugo Müller-Vogg

Berlin Intern. Bundestagspräsident Norbert Lammert ist ein Politiker mit Geist und Humor. Als TV-Experte ist er bisher noch nicht aufgefallen. Dennoch arbeitet er kräftig an seinem Wunschprojekt - einem eigenen TV-Kanal.
Das Bundestagsfernsehen soll alles übertragen, was unter der Reichstagskuppel passiert: jede Parlamentssitzung, jede öffentliche Anhörung und jede öffentliche Ausschuss-Sitzung.
Dabei kann, wer will, das Wichtigste aus dem Parlament längst live verfolgen - bei "Phoenix", dem Ereignis- und Dokumentationskanal von ARD und ZDF. "Phoenix" übertrug 2006 an 66 Sitzungs-Tagen insgesamt 380 Stunden, mehr als jemals zuvor. Doch wenn die dritte Garnitur ans Rednerpult tritt, dann schaltet der Sender ab.
Nun sitzen unter den 613 Abgeordneten zwei ausgewiesene TV-Experten: der frühere ZDF-Mann Reinhard Grindel (CDU) und die ehemalige Chefredakteurin des Hessischen Rundfunks, Luc Jochimsen (Linke). Beide stimmen überein, dass "Phoenix" länger und häufiger aus dem Parlament übertragen sollte. Aber beide betrachten Lammerts TV-Offensive mit Skepsis.
Beide befürchtet, dass "Phoenix" die eigenen Übertragungen kürzen würde, wenn der Bundestag sein eigenes Programm ausstrahlte. Und beide sind skeptisch, ob die Zuschauer sich wirklich die Mühe machten, in der Flut der Programme nach dem neuen Angebot zu suchen. Die Forderung von Grindel / Jochimsen: Mehr Parlament auf "Phoenix" statt eigenem Kanal.
Der FDP-Medienpolitiker Hans-Joachim Otto sieht bei einem "Staatsfernsehen" sogar verfassungsrechtliche Probleme. Seine Fraktionskollegin Miriam Gruß (31) hat für Lammert-TV dagegen eher Spott übrig: "24 Stunden Parlaments-TV wären wohl etwas für Abgeordnete mit Schlafstörungen."

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