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Verdener Nachrichten vom 16.04.08

Höllischer Lärm und Vibrationen

Anlieger der Alten Eitzer Straße fordern Schutzwand an Bahnlinie / Lokaltermin mit Reinhard Grindel

von Anke Landwehr

Verden. Es regnete und es war laut. Vor der Nässe flüchteten sich die Menschen unter die Brücke Eitzer Straße, doch vor dem höllischen Lärm vorbeidonnernder Züge gab es keinen Schutz. Besser hätten die Anwohner der Alten Eitzer Straße und der Straße Alte Burg am Montagabend beim Lokaltermin mit Politikern und Bahn-Vertretern nicht demonstrieren können, unter welchen Belastungen sie zu leiden haben.

Mehr Ruhe erhoffen sich die Lärmgeplagten von der geplanten Eisenbahnbrücke über die Aller. Weil sie im Bogen um die alte Brücke führt, rücken die Schienen näher an die Alte Eitzer Straße heran. Deswegen haben die Anwohner Anspruch auf Lärmschutz, allerdings nur auf passiven (Schallschutzfenster) und das reicht ihnen nicht. Sie wollen eine schallschluckende Wand. Das eine kostet den Bund 20000 Euro, das andere mehr als das Zehnfache.
Schützenhilfe erhoffen sich die Bahn-Anlieger von dem CDU-Bundestagsabgeordneten Reinhard Grindel, der sich auf Vermittlung der Verdener CDU-Ratsfrau Birgit Mellerowitz am Montagabend ein Bild von der Situation machte. Angeführt von ihrem Fraktionsvorsitzenden Gebhard Rosenthal, erschienen, weitere CDU-Ratsmitglieder zum Ortstermin. Denn dabei ging es auch um die Forderung der Anwohner, die Alte Eitzer Straße zur Sackgasse zu machen, um den unerwünschten Lkw-Verkehr zu verbannen.
Mehr noch aber nervt sie der Bahnlärm. Für 2015, zwei Jahre nach der geplanten Fertigstellung der neuen Brücke, prognostiziert das Eisenbahn-Bundesamt 313 Züge pro Tag, davon fahren 97 nachts. "Das sind nicht so sehr viel mehr als jetzt", sagt Stephan Siegert, der bei der Bahn AG für Planfeststellungsverfahren zuständig ist. Gemeinsam mit Brückenbau-Projektleiter Reinhard Schindler und Holger Thielking von der DB Netz nahm er an der Vor-Ort-Erörterung teil und hörte von den Betroffenen, in welchem Ausmaß die durchfahrenden Züge ihren Alltag beeinträchtigen. "Sich im Garten zu unterhalten, ist unmöglich", berichtete ein Rentner. Michael und Bärbel Hesse, die mit ihren beiden Kindern etwa 200 Meter von der Bahnlinie entfernt wohnen, hatten zu dem Lokaltermin 250 Einladungen dies- und jenseits der Bahn verteilt. So fand CDU-Politiker Grindel "ungewöhnlich viele Leute" vor. Ein Zeichen dafür, "dass es hier brennt."
Der Abgeordnete hatte sich bereits an das Eisenbahn-Bundesamt gewandt und dort erfahren, dass die DB Netz zurzeit an einem Gutachten zum Bau einer entweder zwei oder drei Meter hohen Lärmschutzwand über eine Strecke von 200 Metern arbeitet. Dies werde dann geprüft, das Ergebnis sei noch völlig offen. Grindel sicherte den Anwesenden zu, am Ball zu bleiben. Der Kostenunterschied zwischen passiven und aktivem Lärmschutz sei allerdings erheblich. Daher wolle er keine Versprechungen machen, die er nicht einhalten könne.
Würde die geltende Rechtslage "ganz streng" angewandt, seien nur passive Maßnahmen möglich, so der DB-Mann Siegert. "Man muss schauen, ob es einen Handlungsspielraum gibt." Wenn nicht, werde ein Gutachter in jedem Haus prüfen, wo Schallschutzfenster erforderlich seien.
Die Alte-Burg-Bewohner werden nach den Aussagen am Montagabend auf jeden Fall in die Röhre schauen. Sie können offenbar bestenfalls darauf hoffen, dass die in ihren Wohnungen zu spürenden Vibrationen abnehmen, weil das alte Gleisbett zwischen Aller- und Straßenbrücke komplett erneuert wird. Siegert: "Die Erschütterungseinwirkungen werden sich spürbar verringern."


Reinhard Grindel beim Ortstermin zum Lärmschutz mit Anwohnern und Bahn-Vertretern bei der Aller-Brücke in Verden am 14.04.2008

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