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Achimer Kreisblatt vom 30.07.08

Von Nachklärbecken und Kupferwerten

MdB Grindel besichtigte die in der Sanierung und Erweiterung befindliche Gemeinschaftskläranlage Oyten/Ottersberg

OYTEN (pee) Eigentlich wollte seine Frau ihn so nicht aus dem Haus lassen - "mit diesen alten braunen Tretern!". Aber das robuste Schuhwerk hatte CDU-Bundestagsabgeordneter Reinhard Grindel durchaus mit Bedacht aus dem Schrank gekramt. Schließlich war das gestrige Ziel seiner Sommertour die größte und teuerste Baustelle weit und breit - nämlich die in der Sanierung und Erweiterung befindliche Gemeinschaftskläranlage Oyten/Ottersberg zwischen Sagehorn und Fischerhude.
In Begleitung der Oytener CDU-Vorständler Dr. Kai Grönke und Christoph Berthold ließ sich Grindel von Manfred Cordes, Bürgermeister der Gemeinde Oyten und amtierender Geschäftsführer des Abwasserzweckverbandes Oyten/Ottersberg, und von Abwassermeister Udo Ortmann, Betriebsleiter der Kläranlage, durch das 25 Jahre alte Werk führen, das sich als Riesenbaustelle bei laufendem Betrieb darstellt. "Um die 15 Millionen Euro" werde die im vergangenen Jahr angelaufene Sanierung und Erweiterung kosten, informierte Cordes den Bundestagsabgeordneten aus Rotenburg. Einen hartnäckigen Kampf und mehrere Fahrten nach Hannover kostete es die Geschäftsführung des Abwasserzweckverbandes als Betreiber der Kläranlage, bis das Land endlich den 20 %-igen Zuschuss - also runde drei Millionen Euro - bewilligte. Nach Abschluss aller Baumaßnahmen - voraussichtlich im Frühjahr 2011 - "ist das Klärwerk komplett saniert, eher fast komplett erneuert", so Cordes. Manche Becken und Gebäudeteile werden weiter verwendet, "aber die ganze Technik ist total neu".
Der Erneuerungsbedarf war einerseits altersbedingt und resultierte andererseits aus der wachsenden Gesamtbelastung durch die aus den Gemeinden Oyten und Ottersberg zur mechanisch-biologischen Reinigung eingeleiteten häuslichen und gewerblichen Abwässer. Vor allem aber "war die alte Anlage mit ihrer technischen Ausrüstung nicht mehr in der Lage, größere Mengen Abwässer anständig zu klären", erläuterten Cordes und Betriebsleiter Ortmann die Notwendigkeit der Sanierung. Die erzielte Abwasserqualität nach der Reinigung ließ zu wünschen übrig, die gesetzlich geforderten Wasserwerte konnten nicht immer eingehalten werden. Dabei wurde das, was vor Einleitung in die Wümme noch in den Klärteichen bewirkt wurde, nicht anerkannt. Dieses Problem wird bereits jetzt durch die beiden neuen Nachklärbecken behoben.
Die besichtigte Grindel ebenso wie das neue Betriebsgebäude mit dem eigenen modernen Labor, den lange vermissten Sozialräumen für die vier Mitarbeiter und einer Aussichtswarte unterm Dach, die einen Blick über die ganze Anlage bietet, die von hier oben computertechnisch gesteuert wird. Aus dieser Vogelperspektive erläuterte Abwassermeister Ortmann anschaulich den Weg des zu klärenden Wassers und den des Schlamms sowie die in der Entstehung befindlichen Anlagenteile und ihre Aufgaben in den künftig zwei Reinigungsstraßen.
Der Gast aus Berlin fragte rege nach und erfuhr, dass der hier entstehende Klärschlamm nicht in der Landwirtschaft verwendet werden darf, sondern verbrannt werden muss, "weil ein Kupferwert zu hoch ist". Das sei kein reines Oytener Problem, sondern hänge mit den Leitungen des Trinkwasserwerks zusammen, erklärte Cordes. Was die durch die Werkssanierung unweigerlich steigenden Abwassergebühren betrifft, so konnte der Verbandsgeschäftsführer dem Bundestagsabgeordneten "eine bislang nur grobe Kalkulation" nennen: mit einer Erhöhung von 40 bis 60 Cent pro Kubikmeter sei zu rechnen. Was die Werkssanierung neben hochwertiger Umwelttechnik auch möglich macht, ist die (Wieder-) Schaffung einer Lehrstelle: Ab 2009 will und kann Meister Ortmann auf der Kläranlage eine Fachkraft für Abwassertechnik ausbilden.


Auch das neue Nachklärbecken nahm CDU-Bundestagsabgeordneter Reinhard Grindel gestern unter die Lupe, als er in Begleitung von Oytens CDU-Chef Dr. Kai Grönke und unter Führung von Bürgermeister Manfred Cordes und Betreibsleiter Udo Ortmann (v.li.) die in der Sanierung befindliche Gemeinschaftskläranlage Oyten/Ottersberg besichtigte

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