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Bremervörder Zeitung vom 08.04.06

Grindel: CDU nimmt Sorgen der Ärzte und Patienten ernst

Treffen der Abgeordneten in Berlin mit Ärzten

Berlin/Bremervörde (bz). „Wir Politiker sind nicht unbeeindruckt von den gemeinsamen Protesten der Ärzte und Patienten gegen die Reformen im Gesundheitswesen. Die CDU nimmt die Sorgen der Ärzte und Patienten ernst." Diese Bilanz zog der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Reinhard Grindel nach einem Gespräch der CDU-Landesgruppe mit über 50 niedergelassenen Ärzten aus allen Teilen Niedersachsens.

Grindel: " Die Benachteiligung der niedersächsischen Ärzte bei der Verschreibung von Medikamenten und der Honorierung medizinischer Leistungen muss im Zuge der Gesundheitsreform korrigiert werden. Die Menschen in Niedersachsen haben das Recht auf eine gleiche medizinische Versorgung wie im Rest der Republik."
Aus dem hiesigen Wahlkreis nahmen daran Jürgen Bansemer aus Rotenburg und Hans-Walter Fischer aus Verden teil. Grindel räumte ein, dass ihm und vielen seiner Bundestagskollegen nicht bekannt gewesen sei, dass die Höhe der Arzneimittelkosten für Versicherte und die Honorare für ärztliche Behandlungen jeweils getrennt nach einzelnen Bundesländern vereinbart würden.
Grindel: „Durch falsche Weichenstellungen in den 90er Jahren ist Niedersachsen ins Hintertreffen geraten. Pro Patient dürfen Ärzte in Nordrhein-Westfalen beispielsweise im Jahr für 60 Euro mehr Medikamente verschreiben. Das kann nicht so bleiben.“
Die niedersächsischen Ärzte befürchten deshalb, für angeblich zu teure Verschreibung von Medikamenten besonders häufig mit Regressforderungen überzogen zu werden. Dabei sei die finanzielle Lage von Ärzten im ländlichen Raum ohnehin problematisch genug. In den letzten zehn Jahren hätten sie Einkommenseinbußen von bis zu 30 Prozent gehabt.
Die CDU-Abgeordneten betonten, auch in Zukunft liege die Verantwortung für die Dosierung von Wirkstoffen ausschließlich beim behandelnden Arzt. Es gebe keine Rationierung von Arzneimitteln. Es sollten kurzfristig auch klarere Datengrundlagen für die Berechnung eventueller Regressforderungen eingeführt werden. Die Ärztevertreter forderten von der Politik mehr Ehrlichkeit. Angesichts der demographischen Entwicklung und dem medizinischen Fortschritt könne im Gesundheitswesen in Zukunft nicht mehr alles unbeschränkt finanzierbar sein. Das Leistungsangebot der gesetzlichen Krankenversicherung müsse verkleinert und die Eigenbeteiligung der Patienten erhöht werden.
Die CDU-Vertreter baten um Verständnis dafür, dass es eine ethisch schwierige Debatte sei, wenn Entscheidungen im Gesundheitswesen nur nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten getroffen würden. In jedem Fall solle die Private Krankenversicherung erhalten bleiben.
„Wir wollen keine Zwangs-AOK für alle. Wer für sich selbst vorsorgen kann, soll das tun dürfen“, sagte Grindel. Die CDU-Landesgruppe und die Vertreter der Ärzteschaft vereinbarten, ihren Dialog bald fortzusetzen, um die Meinung der Praktiker in die Beratungen der Gesundheitsreform mit einzubeziehen.


Treffen der Landesgruppe Niedersachsen im Bundestag mit Ärztevertretern am 5. April 2006, Reinhard Grindel mit Dr. Jürgen Bansemer aus Rotenburg (links) und Dr. Hans-Walter Fischer aus Verden

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