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Bremervörder Zeitung vom 23.08.08

Politiker schreiben für die BZ: Gold für das Ehrenamt

Olympia verfolgt man mit einer Mischung aus Faszination und Irritation: sind die schnellen Zeiten der Schwimmer wirklich nur auf neue Trainingsmethoden und besondere Schwimmanzüge zurückzuführen? Warum sind ausgerechnet die Läufer aus Jamaika so schnell? Wir Politiker müssen nicht nur für einen weltweit konsequenten Kampf gegen Doping eintreten, sondern auch die gesellschaftliche Bedeutung des Sports jenseits von „schneller, höher, weiter“ betonen.
Der Sport hat neben seiner Präventionswirkung für eine gute Gesundheit vor allem auch eine Integrationswirkung für eine gute Gesellschaft. Deshalb muss gerade in Anbetracht einer Professionalisierung des Sports, wie sie uns bei Olympia präsentiert wird, immer wieder an die überragend wichtige Bedeutung der ehrenamtlichen Leistung von vielen Tausenden in den Vereinen erinnert werden.
Die Politik hat gerade in der letzten Zeit einen erheblichen Beitrag dazu geleistet, das Ehrenamt und den Breitensport in den Vereinen zu stärken. Wir haben die Übungsleiterpauschale von 1.848 auf 2.100 Euro angehoben und die Einführung einer steuerfreien Pauschale für Aufwendungen von Verantwortungsträgern in den Vereinen in Höhe von 500 Euro pro Jahr beschlossen. Es gibt einen erleichterten Spendennachweis bis 200 Euro und eine Anhebung der Besteuerungsgrenze für wirtschaftliche Betätigungen sowie der Zweckbetriebsgrenze bei sportlichen Veranstaltungen auf 35.000 Euro. Das bedeutet eine erhebliche Entbürokratisierung gerade für kleine Vereine, die teilweise schon auf Steuerberater zurückgreifen mussten.
Im Herbst werden wir uns im Bundestag mit einer Initiative des Bundesrates befassen, die auf Haftungserleichterungen für Ehrenamtliche abzielt. In immer mehr Vereinen gibt es auch deshalb ein Problem, Vorstandsmitglieder zur Mitarbeit zu gewinnen, weil sie vor möglichen Haftungsrisiken zurückschrecken. In bestimmten Bereichen sind die Pflichten für unentgeltlich tätige Vorstandsmitglieder unzumutbar streng. Nach der Initiative aus den Ländern geht es vor allem um zwei Änderungen. Einmal sollen Vorstandsmitglieder in Zukunft nur noch haften, wenn sie vorsätzlich oder grob fahrlässig gehandelt haben. Zum anderen sollen Vorstandsmitglieder nur noch für den Bereich haften, für den sie nach der Aufgabenverteilung im Vorstand auch zuständig sind. Es würden damit Überwachungspflichten der Vorstandsmitglieder untereinander wegfallen, etwa bei der Abführung von Arbeitnehmerbeiträgen an die Sozialversicherungen.
Die Politik muss die Rahmenbedingungen für das Ehrenamt weiter verbessern. Nur ein „Danke“ allein genügt nicht. Wir müssen uns des Wertes und der Bedeutung der ehrenamtlichen Tätigkeit viel stärker bewusst sein. Und nicht zuletzt hat jeder Olympiasieger mal mit Unterstützung eines Ehrenamtlichen seine sportliche Karriere begonnen.

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