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Walsroder Zeitung vom 28.10.08

"Als Politiker kann man eher Spuren hinterlassen"

WZ-Gespräch: Bundestagsabgeordneter Reinhard Grindel will neuen Bundestagswahlkreis für die CDU gewinnen

Reinhard Grindel hat den Seitenwechsel bewusst und mit Überzeugung vollzogen. Vom ehemaligen Leiter des ZDF-Hauptstadtstudios in Berlin ist er "ein paar Häuser" weiter gezogen. Der 47-jährige ist seit 2002 Bundestagsabgeordneter der CDU. Am 27.September 2009 will er seine Arbeit dort fortsetzen. Innerparteilich sind die Voraussetzungen sehr gut. Mit einem Superergebnis wurde Grindel zum Kandidaten im neuen Bundestagswahlkreis mit Rotenburg gewählt. Von der Höhe des Erfolgs war er selbst überrascht, für ihn sei es ein wichtiges Signal gewesen, auch die Mitglieder aus dem Bereich Soltau-Fallingbostel hinter sich zu wissen, sagt der Rotenburger im WZ-Gespräch.

WZ: In knapp einem Jahr ist Bundestagswahl. Wie ist die Stimmung in der CDU?
Grindel: Die Nominierungsveranstaltung hat auch durch die große Beteiligung zu einer echten Aufbruchstimmung geführt. Aber die Wahl ist natürlich trotz aller Umfragewerte noch längst nicht entschieden. Umfragen sind immer Momentaufnahmen. Die Wähler entscheiden sich immer kurzfristiger. Wir müssen die kommenden elf Monate ganz konzentriert arbeiten.

Im Landkreis Soltau-Fallingbostel sind Sie noch relativ unbekannt. Wie wollen Sie diesen Nachteil gegenüber dem SPD-Kandidaten Lars Klingbeil ausgleichen?
Ich bin amtierender Bundestagsabgeordneter, werde als solcher auch hier bei Veranstaltungen auftreten und generell eine aktive Wahlkreisarbeit machen: Ich werde mich auch jetzt schon in Berlin aktiv für den neuen Wahlkreis einsetzen. Sie sehen also: Ich bin in meinem neuen Wahlkreis angekommen.

Im Januar erfolgt die Aufstellung der CDU-Kandidatenliste für die Bundestagswahl. Mit welchem Platz rechnen Sie?
Ich hatte letztes Mal Listenplatz 16. Ich gehe davon aus, dass ich wieder einen Platz in diesem Bereich erhalte.

Welche Chancen rechnen Sie sich aus für den 27. September 2009?
Ich glaube schon, dass ich sehr gute Chancen habe, weil in schwierigen Zeiten, die uns 2009 bevorstehen, der Aspekt Erfahrung eine wesentliche Rolle für die Bürger spielt. Ich bringe diese Erfahrung gerade in den wesentlichen Themen wie Arbeitsplätze, Mittelstand oder Verkehrsinfrastruktur mit.

Welches werden aus heutiger Sicht die Wahlkampfthemen sein?
Nach der Diskussion um Hartz IV und der Finanzmarktkrise werden die ganz normalen Arbeitnehmer fragen, wo sie in der Politik stattfinden und wie sie angesichts der konjunkturellen Einbrüche mehr Netto vom Brutto behalten. Es wird ganz wichtig sein, die Binnenkonjunktur anzukurbeln. Und neben den Auswirkungen des demografischen Wandels werden auch die Familienpolitik mit der Kinderbetreuung sowie die Frage der sozialen Sicherheit eine wesentliche Rolle spielen.

Bisher ist die CDU bei allen Problemfeldern gut durchgekommen, weil die SPD zum Beispiel die Ressorts Finanzen oder Gesundheit und Soziales innehat. Ist die Union also gut beraten, weiter einfach nur stillzuhalten?
In der Medienwelt steht immer mehr die Ressortpolitik und damit der jeweilige Minister im Mittelpunkt des Interesses. Das hat nichts mit strategischen Überlegungen der Partei zu tun.

Frank-Walter Steinmeier ist jetzt offiziell Kanzlerkandidat der SPD. Wird das die Zusammenarbeit in der Großen Koalition belasten?
Je näher der Wahltermin rückt, desto mehr Kontroversen wird es zwischen führenden Personen der beiden Volksparteien geben. Aber die Leute wollen, dass die Koalition Ergebnisse produziert. Da die Bundeskanzlerin ein sehr hohes Ansehen genießt, wird Herr Steinmeier bestimmt keine Privatfehde mit Angela Merkel führen. Sonst würde er dafür von den Wählern abgestraft.

Keiner liebt Große Koalitionen. Aber wird es wegen fehlender Mehrheiten nicht zwangsläufig auch nach der Bundestagswahl 2009 darauf hinauslaufen?
Ich gehe fest davon aus, dass wir einen Wahlkampf bekommen, bei dem es um eine klare Richtungsentscheidung geht, ob wir eine bürgerliche Regierung aus CDU/CSU und FDP bekommen oder ein rot-rot-grünes Bündnis.

Das heißt, Sie glauben den Ankündigungen der SPD-Spitze nicht, die eine Zusammenarbeit mit der Linken auf Bundesebene ausschließt?
Die politischen Lager prallen im Wahljahr bei Landtagswahlen und auch der Bundespräsidentenwahl mehrfach aufeinander. Dabei wird es immer eine Rolle spielen, wie die SPD sich zur Linken verhält. Und eines steht schon heute fest: In der neuen SPD-Bundestagsfraktion wird es mehr Linke geben als heute.

Laut Umfragen ist Angela Merkel ein Glücksfall für die Union. Sehen das auch alle in der CDU so?
Als Kanzlerin ist sie unumstritten, weil sie ihre Arbeit tadellos macht. Trotzdem muss die Frage erlaubt sein, warum die CDU von ihren herausragenden Umfragewerten nur bedingt profitiert. Darum wird sich die CDU im Wahljahr wesentlich stärker in bestimmten Handlungsfeldern profilieren, dazu zählen zum Beispiel die Innere Sicherheit und die Familienpolitik. Das müssen dann Personen vermitteln, die wie zum Beispiel Christian Wulff CDU pur sind und klar gegen die SPD Position beziehen.

Wenn man ZDF-Studioleiter in Brüssel und Berlin war und als Journalist täglich mit hochrangigen Politikern zu tun hatte, wie motiviert man sich dann für Wahlkampfarbeit "auf dem platten Lande"?
Als Journalist berichtet man über Politik. Als Politiker kann man mitgestalten. Das ist das, was mich jeden Tag aufs Neue motiviert. Ich hatte als Journalist genügend Einblicke in die politischen Abläufe. Da wollte ich die Seite wechseln und gestalten. Als Politiker kann man eher Spuren hinterlassen als ein Journalist. Wen interessieren morgen noch die Berichte von heute. (es)

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