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Rotenburger Rundschau vom 16.12.08

Extra-Applaus fürs Ehrenamt

ARS feierte 35. Geburtstag im Rotenburger Bürgersaal

von Wibke Woyke

Rotenburg. "Er läuft und läuft und läuft – der Motor des Rotenburger Sports. Auch wenn man manchmal besorgt ist, dass er einige Umdrehungen zu viel hat“, erklärte Reinhard Grindel. Wen der CDU-Bundestagsabgeordnete meint, ist Rolf Ludwig, Chef der Arbeitsgemeinschaft Rotenburger Sportvereine (ARS), die jetzt ihren 35. Geburtstag feierte. Bei der Festveranstaltung im Bürgersaal gab es nicht nur viele lobende Worte für Ludwig und seine Vorstandskollegen, sondern vor allem auch für die Ehrenamtlichen, die in den zahlreichen Vereinen wirken.

Rund 400 geladene Gäste – unter anderem Übungsleiter, Vorstände und Sponsoren, dazu Vertreter aus Politik und Verwaltung – waren bei der Feier dabei und wurden von Rolf Ludwig begrüßt. Dann übernahm erst einmal Bürgermeister Detlef Eichinger den Platz am Mikrophon. Er ging in seiner Rede auch auf die Entstehungsgeschichte der ARS ein. "Als Anfang 1973 durch den damaligen Stadtdirektor, Dr. Klaus Rosenzweig, und Siegfried Janke, der im Rathaus zu dieser Zeit für den Sport zuständig war, angeregt wurde, eine Dachorganisation aller Rotenburger Sportvereine zu schaffen, waren zunächst nicht alle davon angetan“, so Eichinger. Doch die Initiatoren und einige Sportfunktionäre hätten sich nicht entmutigen lassen. Doch warum sollte es überhaupt einen solchen Dachverband geben? "Siegfried Janke war damals Sportsachbearbeiter im Hauptamt der Stadt. Da er gleichzeitig Vorstandsmitglied des Fußballvereins Spielvereinigung Rotenburg sowie des Kreisfußballverbands war, wurde er oft damit konfrontiert, wie die Förderung der Sportclubs durch die Kommunen ablief“, berichtete der Bürgermeister. Damals sei die Geldvergabe nicht so gerecht wie heute zugegangen, eher hätten gute Kontakte von Sportfunktionären zu den Entscheidungsträgern eine große Rolle gespielt. Eine Situation, die so nicht befriedigend gewesen sei.
13 Vereine schlossen sich schließlich im Dezember 1973 unter dem Namen Arbeitsgemeinschaft Rotenburger Sportvereine zusammen. Heute, so der Bürgermeister, seien es 44 Clubs mit rund 10.000 Mitgliedern. Beachtliche Summen seien im Verlauf der vergangenen 35 Jahre als städtische Zuschüsse in den Verteilertopf der ARS geflossen: "Allein 2008 sind den Vereinen 42.300 Euro zugute gekommen.“ Nächstes Jahr solle der städtische Betrag sogar um 6.000 Euro erhöht werden. Zudem gebe es beträchtliche Investitionen in die Sportanlagen.
Eichinger dankte den vielen Ehrenamtlichen, die ihre Freizeit in Training, Betreuung und sonstige Vereinsarbeit einbringen. "Ich benutze bewusst nicht das Wort opfern, denn ich weiß, dass Sie es gern tun“, so der Bürgermeister. Große Ereignisse - wie das Kreis-Kinder-Turn- und Sportfest 2008 oder der Tag der Handballjugend im kommenden Jahr - seien natürlich Highlights und verlangten Extra-Einsatz aller Beteiligten. "Aber ich möchte betonen, dass die wichtigste Arbeit in den ganz normalen, täglichen oder wöchentlichen Trainings- und Wettbewerbseinheiten liegt. Für diese manchmal nicht besonders dankbare Aufgabe verdienen die Ehrenamtlichen einen großen Applaus“, meinte Eichinger, der zudem den Einsatz der ARS lobte. Den aktuellen Vorstandsmitgliedern übergab er als Zeichen der Anerkennung Blumen.
Glückwünsche an die ARS gab es darüber hinaus von Landrat Hermann Luttmann. Er lobte genau wie Eichinger das Engagement der Ehrenamtlichen und appellierte insbesondere auch an die Seniorensportler, sich im Sinne der Jugendarbeit als Trainer, Betreuer oder Kampfrichter in den Clubs einzubringen. Luttmann betonte, dass der Sport dem Landkreis ein Anliegen sei – dokumentiert beispielsweise in diversen Zuschüssen an Vereine.
"Ohne das Ehrenamt gäbe es keine Vereine. Ohne das Ehrenamt wäre der Sport ein kommerzieller Zirkusbetrieb“, weiß auch CDU-Bundestagsabgeordneter Reinhard Grindel. Doch in der öffentlichen Wahrnehmung beklagt Grindel eine Schieflage. Viel wisse man über vermeintliche Superstars - ob es ihnen in der Wade zwicke oder ob sie abends Essen gegangen seien mit Pop-Sängerin Sarah Connor (ein Seitenhieb auf Werders Spielmacher Diego...). Wenig erfahre man jedoch über die vielen Übungsleiter, Betreuer und Vereinsvorstände, ohne die gerade Kinder und Jugendliche keinen Sport treiben könnten.
Sport sei ein zentraler Bestandteil der Gesellschaft – mit Werten wie Fairness, Respekt, Hilfsbereitschaft und Toleranz. "Ich bekenne mich ausdrücklich dazu, ein Staatsziel Sport in unserer Verfassung zu verankern“, so Grindel. Und er ist überzeugt: "Wer heute in Trainer und Sportplätze investiert, spart morgen bei Sozialarbeitern und Jugendknästen.“
Christian Wulff, niedersächsischer Ministerpräsident, hatte seinen Glückwunsch zum 35-Jährigen schriftlich übermittelte. Er betonte, dass die ARS auch über die Stadtgrenzen hinaus ein hohes Ansehen genieße.
Rolf Ludwig freute sich über die lobende Worte für die ARS. Sein Dank ging auch an die Sponsoren, die die Gemeinschaft über Jahre unterstützten und die zudem die Ausrichtung der Festveranstaltung im Bürgersaal möglich machten.
Für musikalische Zwischentöne während des Abend sorgten gemeinsam Tilman Purrucker und Ingo Lehmann. Nach dem offiziellen Teil konnten sich die Besucher gemütlich zurücklehnen. Auf Einladung der ARS war das Theater Metronom zu Gast und spielte "Dritter Engel, vierte Reihe“ und "Swinging Christmas“.

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