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Walsroder Zeitung vom 15.04.09

Kurzarbeitsregelung verstärkt nutzen

Grindel: Baugewerbe wird profitieren

Walsrode. „Unsere mittelständische Struktur sorgt dafür, dass sich trotz der Wirtschaftskrise der Arbeitsmarkt in unserer Region ausgesprochen robust zeigt“, lautete das Fazit des CDU-Abgeordneten Grindel nach einem Besuch der Agentur für Arbeit in Walsrode. Dabei riet Grindel, der von der CDU-Landtagsabgeordneten Gudrun Pieper begleitet wurde, Betrieben, die in der Wirtschaftskrise mit Auftragseinbußen zu kämpfen haben, vor möglichen Entlassungen erst einmal von der neuen Kurzarbeitsregelung Gebrauch zu machen. Danach zahlt die Agentur für Arbeit bis zu 67 Prozent des ausgefallenen Nettolohns und die Hälfte der Sozialversicherungsbeiträge.
„Wir müssen dafür sorgen, dass Facharbeiter den Betrieben erhalten bleiben. Mit der Kurzarbeitsregelung bauen wir eine Brücke in die Zeit nach der Krise. Gerade mittelständischen Betrieben erhalten wir damit die Wettbewerbsfähigkeit,“ so Grindel.
Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Celle, Hans-Jürgen Genz, verwies darauf, dass die Arbeitnehmer die Phase der Kurzarbeit für Qualifizierungsmaßnahmen nutzen sollten. Dann übernehme die Arbeitsagentur sogar den vollen Sozialversicherungsbeitrag.
„Wir streben dabei flexible Lösungen im Betrieb an, damit die Unternehmen schnell auf Auftragseingänge reagieren können“, erklärte Genz. Ab dem Sommer rechnet er damit, dass sich manche Firmen neu entscheiden werden, ob sie weiter auf Kurzarbeit setzen oder dann doch zu Entlassungen greifen. „Bis dahin gehe ich im Bereich der Agentur Walsrode nicht von einer dramatischen Zunahme der Arbeitslosigkeit aus“, ergänzte Dieter Garms, der Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit in Walsrode.
Grindel und Genz zeigten sich optimistisch, dass vor allem das Baugewerbe vom Konjunkturpaket des Bundes profitieren wird. Genz meinte, in diesem Bereich seien dann sogar Neueinstellungen denkbar. Garms appellierte an die Betriebe, Auszubildende nach ihrem Abschluss auch zu übernehmen. Die Jugendlichen dürfen nicht die Verlierer der aktuellen Wirtschaftskrise sein. Der Arbeitgerberservice in Walsrode stehe für eine spezielle Beratung der jungen Fachkräfte zur Verfügung, um sie bei Bedarf in anderen Betrieben unterzubringen.


Sprachen über den Arbeitsmarkt im Altkreis Fallingbostel: Hans-Jürgen Genz, CDU-Kreisvorsitzende Gudrun Pieper, Reinhard Grindel MdB und Dieter Garms

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