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Verdener Aller Zeitung vom 04.05.09

Integration stößt an Geldgrenzen

Staatsministerin Böhmer besuchte VHS

WALSRODE/LANDKREIS (hf) Auf Einladung des CDU-Bundestagsabgeordneten Reinhard Grindel besuchte die Staatsministerin für Integration, Frau Professor Maria Böhmer, die VHS Heidekreis und informierte sich bei Leitern von Integrationskursen und bei der Migrationsberatung von Diakonie und DRK.

Die Staatsministerin im Kanzleramt erläuterte, sie wolle Erfahrungen aus der Praxis sammeln, um sie in die laufenden Integrationsbemühungen der Bundesregierung einfließen zu lassen. Die angebotenen Integrationskurse hätten bundesweit einen sehr guten Zuspruch, betonte Professorin Böhmer. Es gelte aber, im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten immer wieder nach Verbesserungen zu suchen.
In der von der zuständigen Abteilungsleiterin der Heidekreis-VHS, Annette Engler, moderierten Gesprächsrunde wurden der Ministerin dann auch schnell die Grenzen aller Bemühungen mit Integrations- und Sprachkursen aufgezeigt. Die Kurse müssten wesentlich länger dauern, machten die Fachleute und Kursleiter der VHS im Dialog mit der Staatsministerin im Kanzleramt deutlich. Nur so werde am Ende auch der nötige Erfolg stehen. Die finanziellen Mittel seien aber leider vom Bund begrenzt. Es gebe zudem erhebliche Differenzen zwischen den Ergebnissen der vorgeschalteten Einstufungstests und den späteren wirklichen Leistungen der Probanden in den Kursen. Man habe es teilweise mit Analphabeten zu tun, die erst einmal einen Alphabetisierungskurs erhalten müssten. Besonders bei Migrantinnen bestehe ein weitere Hürde darin, dass Ehemänner ihre Frauen nicht zu den Kursen gehen lassen. Das Ergebnis dort seien nämlich oft viel selbstbewusster auftretende Frauen, so Annette Engler und die Kursleiterinnen der VHS unisono. Dies würden Männer aus bestimmten Kulturen nicht zulassen, so die Erfahrung, die auch die Ministerin als Ergebnis ihrer Rundreisen bestätigte.
MdB Reinhard Grindel, der im Parlament für den Bereich Integration zuständig ist, regte an, seitens der Behörden noch mehr mit verpflichtenden Kursen zu arbeiten. Karsten Mahler und Ralf Trosin vom Landkreis bestätigten, dass man dort bereits sehr oft so verfahre.
Die Migrationsberater der Diakonie und des DRK sprachen mit der Staatsministerin noch die Problematik der Einbürgerung von Migranten an. Auch hier bemängelten sie, dass der so genannte Orientierungskurs bei Antragstellung zur Einbürgerung mit 45 Stunden zu kurz sei, um das rechte staatsbürgerliche Empfinden bei den Migranten „einzupflanzen“. 100 Stunden seien nach Meinung der Fachkräfte das Minimum. Der oft gescholtene Einbürgerungstest mit seinen 100 Fragen vor dem Kurs sei jedoch nicht das Problem, war man sich mit der Staatsministerin einig.
Man müsse über Veränderungen beziehungsweise Verbesserungen nachdenken, fasste die Ministerin zusammen. Jeder der lange hier lebt und Deutscher werden möchte, solle auch eine echte Chance auf Einbürgerung bekommen.


Staatsministerin Prof. Böhmer (Dritte von links am Tisch vor Kopf) bei ihrer Volkshochschul-Stippvisite mit, von links: MdL Gudrun Pieper, MdB Reinhard Grindel und der für den Bereich Integrationskurse zuständigen VHS-Abteilungsleiterin Annette Engler. Foto: hf

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