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Walsroder Zeitung vom 22.05.09

Von Zustimmung bis zu „Frust“

„Herr der Zahlen“ zu Gast: Finanzexperte Otto Bernhardt stellte sich Fragen

Bankenaufsicht, Steuergesetze, Konjunkturpakete, Reformen: Im Deutschen Bundestag dreht sich zurzeit alles rund ums Thema Finanz- und Wirtschaftskrise. Was in Berlin beschlossen wird, stößt (naturgemäß) nicht überall auf Gegenliebe. Otto Bernhardt, Vorsitzender der Arbeitsgruppe Finanzen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, stellte sich am Dienstag in Walsrode den Fragen von Steuerberatern und Vertretern der Finanzwirtschaft.

Walsrode (ei). Er sei der „Herr der Zahlen“ begrüßte der CDU-Bundestagskandidat Reinhard Grindel den Gast, der maßgeblich die Politikbereiche Steuern und Finanzen mitgestaltet. „Ich bin an all dem Schuld, worunter Sie leiden“, räumte Bernhardt ein.
Tatsächlich sind es nicht nur die Bürger, die den Überblick verloren haben. „Mit jeder Steuervereinfachung wird es komplizierter“, brachte es Steuerberater Joachim Homann auf den Punkt. Das Land ist meilenweit entfernt vom Gedanken, Steuererklärungen auf einen Bierdeckel unterbringen zu können. Unternehmen stöhnen, Organisationen, Arbeitnehmer, Banken und sogar Steuerberater.
Ganz so einfach ist die Sache eben nicht. Berlin habe derzeit mit der internationalen Finanzkrise eine Hürde vor sich, die einfache Lösungen kaum zulasse. „Wir unternehmen den mühsamen Versuch, Instrumente zu entwickeln“, erklärte Bernhardt. „Dabei müssen wir uns vor allem fragen, wie zukünftige Krisen aussehen, um sie vermeiden zu können.“
Mancher Sachzwang ergebe sich dabei nicht unbedingt aus rein logischen Gründen, führte der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Finanzen aus. So hätten beispielsweise Verbraucherschutzverbände viel Einfluss in diesem Land. Folge: Der Ruf nach Banken-Kontrolle wird lauter. Es sei zwar „falsch, Entscheidungen von gestern mit dem Wissen von heute zu bewerten“, nahm er die Kreditinstitute zum Teil in Schutz. Dennoch: Um „Falschberatung“ zu vermeiden, sei die Dokumentation von Anlagegesprächen notwendig, fordern die Verbraucherschützer. „Das nennt man Politik, da müssten wir sogar etwas ändern, wenn überhaupt kein Systemfehler vorläge“, so Bernhardt.
Die Banken sind wenig erfreut. Der Aufwand sei zu hoch, wurde am Dienstag deutlich. Alles läuft darauf hinaus, dass Banken zumindest Protokolle anfertigen müssen. Tonaufzeichnungen, so Bernhardt, werde es mit der CDU nicht geben.
Pläne zu Unternehmensteuer- beziehungsweise Einkommensteuerreformen diskutierten die Teilnehmer ebenfalls ausführlich. Die Beiträge der Steuerberater dazu reichten von Zustimmung bis zum Vorwurf des „zum Teil fehlenden Bezugs zur Realität“ und „Frust“.


Der "Herr der Zahlen":
MdB Otto Bernhard Vorsitzender der Arbeitsgruppe Finanzen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion stellte sich am Dienstag in Walsrode den Fragen von Steuerberatern und Vertretern der Finanzwirtschaft. Rechts: Gastgeber MdB Reinhard Grindel

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