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Walsroder Zeitung vom 01.09.09

Parallelen zur aktuellen politischen Lage aufgezeigt

Reinhard Grindel Festredner bei der Lönsfeier

Reinhard Grindel, CDU-Bundestagsabgeordneter und seit (ganz kurzem) auch Mitglied des Hermann-Löns-Kreises, ließ in seiner Festansprache anlässlich der Feierstunde am Lönsgrab vorwiegend den Dichter Hermann Löns selbst zu Wort kommen. Hermann Löns als Journalist sei ein sehr passendes Thema, denn zum einen sei er im Zivilberuf Journalist gewesen und zum anderen habe Löns seine glücklichste Zeit als Journalist beim Hannoverschen Anzeiger und der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung verbracht, meinte Grindel.

Tietlingen (sl). Die zahlreichen Gäste der Feierstunde konnten einer Rede lauschen, die Hermann Löns als leidenschaftlichen Schreiber darstellte. „Es ist mit dem Journalismus wie mit der Luft. Ohne ihn kann ich nicht leben, allein davon mag ich nicht“, schrieb Löns schon 1906. Grindel beschrieb Löns Weg vom Journalisten zum Dichter. Dabei verzichtete der Festredner mit einigen Seitenhieben auch nicht, auf Parallelen zu heutigen journalistischen Tätigkeit sehr lebendig hinzuweisen.
Trotz der journalistischen Qualität seiner Beiträge fehlt es Löns an Disziplin, und es kommt zum Streit mit dem Chefredakteur. Danach wird Löns von einem Freund, Eduard Clement, einem späteren Landtagsabgeordneten, in Gera bei einem Parteiblatt der SPD untergebracht. Es sei davon die Rede gewesen, dass jener Eduard Clement Löns dazu angehalten habe, SPD-Mitglied zu werden, weil dies die Voraussetzung für eine Beschäftigung bei einem Parteiblatt gewesen sei. An dieser Stelle fügte Grindel die Bemerkung hinzu, vielleicht habe aber auch damals schon der Grundsatz gegolten: Wer ein SPD-Mitglied wirbt, darf austreten, wer zwei Mitglieder wirbt, bekommt eine Bescheinigung, nie in der SPD gewesen zu sein.“ Jedenfalls sei heute nicht klar ob Löns je SPD-Mitglied war.
1893 beginnt Löns die journalistische Arbeit beim „Hannoverschen Anzeiger“ und veröffentlicht dort Kolumnen unter dem Pseudonym: Fritz von der Leine. Zehn Jahr schrieb er diese Kolumne und wurde so berühmt wie kein anderer Journalist der damaligen Zeit. Dass Hermann Löns durchaus ein inhaltlich ambitionierter und keineswegs unkritischer Journalist war, zeigt 1902 der Wechsel zur „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“. Einer seiner Kollegen formulierte es so: „Was ihm der Journalismus als Zwang auferlegte, mit wenigen Worten viel zu sagen, ist ihm geblieben. In seinen Schilderungen und ganz besonders in seinen Romanen fällt die wortkarge aber doch packende Beschreibung von Landschaften, Menschen und Stimmungen auf.“
In den „Ulenspiegel“-Plaudereien befasst sich Löns sogar mit den Reichstagswahlen 1907. Eine Glosse enthält den Satz „Selbst die Sozialdemokraten, die von der weiteren Zukunft alles erwarten, sehen der diesmonatlichen nicht ganz ohne Bangen entgegen, denn alles wird sich gegen sei vereinigen.“ Grindel lässt den Rest des Satzes weg – wegen meines Versprechens der Zurückhaltung in parteipolitischen Fragen. Aber ich darf ihnen versichern: es ist schon erstaunlich welche Parallelen sich da nach 102 Jahren auftun, man könnte den Löns Artikel kaum verändert heute abdrucken“, so Grindel.


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