Einbindung 1. Bild Einbindung 2. Bild Einbindung 3. Bild Einbindung 4. Bild Einbindung 5. Bild Einbindung 6. Bild
  • Schrift vergrößern
  • Schrift vergrößern
  • Standard wiederherstellen
  • Schrift verkleinern
  • Schrift verkleinern
 
Sie sind hier: Presse

Presse


zurück

Grußwort vom 29.08.09

Grußwort aus Anlass der Eröffnung der Ausstellung Landschaft 2.0

im Springhornhof in Neuenkirchen am 29. August 2009

Sehr geehrte Frau von Dziembowski,
sehr geehrte Frau Himmelsbach,
sehr geehrter Herr Warnke,
meine Damen und Herren!

Oft hören Sie in Grußworten den Ausspruch, dass der Onkel, der etwas mitbringt, beliebter sei, als die Tante, die Klavier spielt.
So kann man ein Grußwort im Springhornhof natürlich nicht beginnen, würde man hier doch ohne Zweifel die musikalische Darbietung der Tante als unverzichtbaren Beitrag zur Kultur im ländlichen Raum betrachten.

Nun bin ich auch kein Onkel, der etwas mitgebracht hat, aber ich nutze dieses Grußwort darauf hinzuweisen, dass die Ausstellung Landschaft 2.0 mit Mitteln der Kulturstiftung des Bundes gefördert wurde, wofür ich mich gerne eingesetzt habe, wie übrigens meine Kollegin Monika Griefahn in der Vergangenheit bei anderen Gelegenheiten auch, womit ich selbst die parteipolitische Ausgewogenheit meines Grußwortes gewahrt habe.

Ich will nicht verhehlen, dass die sagenumwobene Geschäftsführerin der Stiftung, Hortensia Völckers, etwas mit den Augen gerollt hat, als ich den Wunsch nach Förderung für den Springhornhof formulierte – wegen bereits im Jahr 2007 erfolgter Zuwendungen - und etwas von „Vermeidung einer institutionellen Förderung“ murmelte, aber am Ende hat die Konzeption dieser Ausstellung dann doch so überzeugt, dass eine Unterstützung möglich war.

Damit wird sichtbar, welche Bedeutung der Springhornhof nicht nur in unserer Region hat, sondern weit darüber hinaus. Wie auch das Edith-Ruß-Haus in Oldenburg handelt es sich um eine ganz bedeutende Stätte der Gegenwartskunst, die weit über Niedersachsen hinaus Beachtung findet.

Und das wird auch unterstrichen, durch die große Zahl von internationalen Künstlern, die immer wieder den Weg hier nach Neuenkirchen finden, weil der Springhornhof ein unverwechselbares Profil für aktuelle Formen von Kunst - wie etwa Videoinstallationen – entwickelt hat. Dieses setzt sich hier in der Ausstellung fort, indem künstlerisch dargestellt, gespiegelt wird, wie digitale Medien unsere Erfahrungen mit Landschaft prägen und auch verändern.
Und unverwechselbares Profil ist sicher auch, dass diese Ausstellung erneut über die Räume des Springhornhofs hinausführt in die Landschaft hinein und dort interaktiv die Kunst in der Landschaft wahrgenommen werden kann. Durch Google Earth und andere moderne Technologien, die hier in ästhetische und akustische Informationen umgesetzt werden, erfahren die Menschen mehr über ihre Landschaft. Und trotz der modernen Technik ist diese Ausstellung eine Einladung, selbst im ländlichen Raum genau hinzusehen und sich ein eigenes Bild zu machen.

Diese Erfahrung macht jeder, der wie ich in diesen Tagen und Wochen gestützt auf Navigationssysteme durch den Wahlkreis fährt,
und immer wieder feststellt, welche Probleme es bereitet, die richtige Entscheidung bei der Alternative „schnellste oder kürzeste Strecke“ zu treffen und dass diese moderne Technik zwar oftmals begeistert, aber auch dazu führt, dass man die Landschaft viel weniger wahrnimmt und man sich eben auf kleine Pfeile mehr verlässt als auf den eigenen Eindruck von der Landschaft.

Wie oft ist es uns passiert, dass wir meinen, ein bestimmtes Haus oder Lokal nicht zu kennen, an dem man schon mehrfach vorbeigefahren ist, aber achtlos, weil man sich blind auf das Navi verlassen hat. Insofern ist es vielleicht so, dass uns diese Ausstellung wieder ganz neu hinsehen lässt.

Der Springhornhof wäre nicht das, was er ist, ohne die vielen ehrenamtlichen guten Geister im Vorder- und vor allem auch im Hintergrund. Stellvertretend für viele seien nur Herr Forstmann, Herr Warnke, Herr Dr. Herzog oder auch Herr Rymarczyk genannt. Und natürlich zuvörderst Bettina von Dziembowski. Sie könnten sicher auch in großen Ausstellungszentren in großen Städten arbeiten.

Aber ich verstehe Ihr Engagement hier in Neuenkirchen als den Wunsch, in einem Haus die eigene Handschrift verwirklichen zu können, was Ihnen hier hervorragend gelingt, und außerdem stört es hier auch niemanden, wenn der kleine Lennart durch die Ausstellung flitzt, dessen großer Beitrag bei der Renovierungsaktion vor ein paar Wochen auch nicht unerwähnt bleiben soll.

Ich möchte den haupt- und ehrenamtlich Tätigen im Springhorn deshalb einmal ein herzliches Wort des Dankes für ihre hervorragende Arbeit sagen!

Dass diese Arbeit auch in der Bundespolitik ihre Anerkennung findet, lässt sich daran ablesen, dass der Staatsminister für Kultur und Medien, Bernd Neumann, am 17. September um 15.00 Uhr, hierher nach Neuenkirchen kommen wird, um sich den Springhornhof, die Arbeit der Stiftung und natürlich auch die aktuelle Ausstellung einmal persönlich anzusehen.

Die Ausstellung Landschaft 2.0 ist ein gutes Symbol dafür, dass die Moderne am ländlichen Raum nicht vorbeigeht, ohne dass wir uns hier von bewährten Traditionen verabschieden würden.

Deshalb kämpfen wir so engagiert für schnelle Internetzugänge, weil in der neuen digitalen Welt des 2.0 sich Standortfragen ganz neu stellen. Virtualität und Realität neu zu erfahren und miteinander in Bezug zu setzen, das ist nach meinem ersten kursorischen Eindruck auch das Ziel dieser Ausstellung, der ich eine große Beachtung und viele Besucher wünsche!


zurück


CDU Deutschland CDU/CSU Fraktion Deutschland CDU Niedersachsen CDU Fraktion Niedersachsen
CDU Kreisverband Rotenburg / Wümme CDU Kreisverband Heidekreis  
Heiner Ehlen Mechthild Ross-Luttmann Gudrun Pieper Lutz Winkelmann
Newsletter CDU.TV CDU-Mitgliedernetz  
© Reinhard Grindel MdB