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Heide-Kurier vom 20.09.09

„Wo tote Hose ist, geht keiner hin“

Staatsminister für Kultur und Medien besucht Springhornhof

NEUENKIRCHEN (mk). Wenn der Staatsminister für Kultur und Medien zu Gast ist, dann kommt es selbst im Schnuckendorf Neuenkirchen zum „Schweigen der Lämmer“: Beim Besuch von Bernd Neumann im Neuenkirchener Springhornhof am vergangenen Donnerstag bekam der CDU-Bundestagsabgeordnete bereits bei der Begrüßung einen akustischen Eindruck von der aktuellen Ausstellung „Landschaft 2.0“, die derzeit im Springhornhof zu sehen ist. Zu einer Installation in der oberen Etage gehören nämlich Tonaufnahmen blökender Schnucken. Zwar paßten diese Hintergrundgeräusche durchaus zum Thema der Veranstaltung „Kultur im ländlichen Raum - Gegenwart und Zukunft“. Weil sie beim Vortrag und der anschließenden Diskussion jedoch irritierten, sorgte eine Künstlerin per Fernbedienung dafür, daß die virtuellen Vierbeiner vorübergehend verstummten.

Anschließend gaben zunächst die Gastgeber den Ton an: Wolfgang Löwe, stellvertretender Vorsitzender der Stiftung Springhornhof, und die künstlerische Leiterin, Bettina von Dziembowski, informierten Neumann, der auf Einladung des Bundestagsabgeordneten und hiesigen -kandidaten Reinhard Grindel (CDU) nach Neuenkirchen gereist war, kurz über die Aufgaben und Ziele von Kunstverein und Stiftung Springhornhof. „Der Springhornhof steht für Kunst und Kultur im ländlichen Raum par excellence“, betonte Dziembowski. Charakteristisch sei die aktuelle Ausstellung „Landschaft 2.0“ mit Arbeiten deutscher und internationaler Künstler. Diese wird übrigens vom Bund mit 75.000 Euro gefördert.
„Ihre Arbeit wird über den Raum von Neuenkirchen hinaus anerkannt und geschätzt. Sie können stolz auf das sein, was Sie hier machen“, erklärte Neumann sehr zur Freude der Vertreter von Kunstverein und Stiftung Springhornhof. Er würdigte die Arbeit der vielen Kunstvereine mit ihren Ehrenamtlichen, die sich in ganz Deutschland für Kunst und Kultur engagieren. „Sie sind zum Erhalt der kulturellen Vielfalt in Deutsch land durch nichts zu ersetzen“, betonte der Staatsminister. „Ohne die Ehrenamtlichen wäre es nicht möglich, unser kulturelles Erbe zu erhalten, geschweige denn, Rahmenbedingungen für die Künstler der Gegenwart zu schaffen“, meinte Neumann und sprach von einer „Herkulesaufgabe“. Ihn fasziniere besonders das „einzigartige Angebot von Kultur nicht nur in den Metropolen, sondern auch in der Fläche“. Jenseits der Großstädte gebe es „viele Einrichtungen, die sich um Kunst und Kultur bemühen.“ Dazu zähle auch der Springhornhof. Die kulturelle Vielfalt in Deutschland erkläre sich auch durch den föderalen Wettbewerb. „Föderalismus ist gerade im Bereich der Kultur ein Segen.“ Es bedürfe allerdings großer Anstrengungen, um die kulturelle Vielfalt zu erhalten.
In diesem Zusammenhang verwies Neumann auf einen wichtigen Satz der Koalitionsvereinbarung: „Förderung von Kultur ist keine Subvention, sondern eine Investition in die Zukunft.“ Um gut zehn Prozent sei während seiner Amtszeit der nationale Kulturetat erhöht worden, so der Staatsminister. Über diesen Erfolg ist in der Kunst- und Kreativwirtschaft des öfteren vom „Wunder von Bernd“ gesprochen worden. Trotz Finanzkrise und Konsolidierungsverantwortung strebt Neumann eine weitere Aufstockung des Etats für 2010 an. Die Bundesinvestitionen in Kultur würden dann knapp 1,2 Milliarden Euro betragen. Weil Kultur Ländersache sei, hoffe er, daß dieses Signal auch bei den Ländern ankomme. Er führe deshalb viele Gespräche mit seinen Kollegen auf dieser Ebene - und das falle auf fruchtbaren Boden. Daß es der falsche Weg sei, in Sachen Kultur den Rotstift anzusetzen, müsse auch bei den Kommunen ankommen. „Ich appelliere an die Politiker vor Ort“, so Neumann, „die Kultur nicht zur Disposition zu stellen.“ Sie sei mehr als nur ein Ressort „und ist das, was unsere Gesellschaft zusammenhält.“ Neumann betonte, daß Kultur nicht nur Geld koste, sondern auch erwirtschafte: vwirtschaft bringt mehr Geld ein als die chemische Industrie.“ Zudem sei das kulturelle Angebot in einer Kommune heute ein wichtiger Standortfaktor: „Wo tote Hose ist, kommen viele Menschen gar nicht erst hin“, meinte der Staatsminister. Ein weiterer wichtiger Punkt sei die finanzielle Absicherung der Künstler, deren Durchschnittseinkommen in Deutschland bei nur 12.000 bis 13.000 Euro jährlich liege. Deshalb komme der Künstlersozialversicherung eine hohe Bedeutung zu, „die wir innerhalb kürzester Zeit stabilisiert haben.“ Zudem werde der Abgabesatz für 2010 von derzeit 4,4 auf 3,9 Prozent abgesenkt, wodurch die „Verwerter“ von Kunst und Publizistik entlastet würden.
Um die Künstlersozialversicherung und andere Themen wie zum Beispiel die Besteuerung ausländischer Künstlerinnen und Künstler sowie etwaige Möglichkeiten zur Stärkung von Kultur im ländlichen Raum diskutierte Neumann nach seinem Vortrag mit Kulturschaffenden und -förder „Die Kultur- und Kreativwirtschaft bringt mehr Geld ein als die chemische Industrie.“ Zudem sei das kulturelle Angebot in einer Kommune heute ein wichtiger Standortfaktor: „Wo tote Hose ist, kommen viele Menschen gar nicht erst hin“, meinte der Staatsminister. Ein weiterer wichtiger Punkt sei die finanzielle Absicherung der Künstler, deren Durchschnittseinkommen in Deutschland bei nur 12.000 bis 13.000 Euro jährlich liege. Deshalb komme der Künstlersozialversicherung eine hohe Bedeutung zu, „die wir innerhalb kürzester Zeit stabilisiert haben.“ Zudem werde der Abgabesatz für 2010 von derzeit 4,4 auf 3,9 Prozent abgesenkt, wodurch die „Verwerter“ von Kunst und Publizistik entlastet würden.
Um die Künstlersozialversicherung und andere Themen wie zum Beispiel die Besteuerung ausländischer Künstlerinnen und Künstler sowie etwaige Möglichkeiten zur Stärkung von Kultur im ländlichen Raum diskutierte Neumann nach seinem Vortrag mit Kulturschaffenden und –förderern.


Diskutierten mit Repräsentanten kultureller Einrichtungen und Kulturförderern: Reinhard Grindel und Kulturstaatsminister Bernd Neumann

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