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Rotenburger Rundschau vom 23.09.09

Und dann kommt das Baby

Reinhard Grindel (CDU) kandidiert wieder für den Bundestag

von Thomas Hartmann

Rotenburg. Das Licht am Schreibtisch von Reinhard Grindel im Melkerstieg in Rotenburg geht in diesen Wochen immer noch ein bisschen später aus als sonst. In der heißen Wahlkampfphase sind die Tage für den CDU-Abgeordneten lang. Aber er bezeichnet isch als Nachtmensch. Und deswegen arbeitet er, wenn er vom letzten Termin nach Hause kommt, lieber gleich ab, was der Tag an Fragen, Problemen und Anregungen gebracht hat. Das das Leben nach dem 27. September wesentlich ruhiger wird, davon geht der 48-jährige allerdings nicht aus: Ende November wird er nämlich wieder Vater.

Seit sieben Jahren ist Grindel Bundestagsabgeordneter. Vorher war der studierte Jurist als Journalist tätig und arbeitete als leitender Redakteur im ZDF-Studio Bonn, anschließend als Leiter des ZDF-Studios in Berlin und Brüssel. Der CDU gehört er seit 1977 an und besetzte schnell Ämter im Parteivorstand und als Delegierter.
Im Bundestag hat er bald sein Haupt-Arbeitsfeld ausgemacht: die Innenpolitik. Inzwischen ist er nicht nur ordentliches Mitglied im Innenausschuss, sondern dort Obmann der CDU/CSU-Fraktion. Eine Position, die er auch in der nächsten Wahlperiode ausfüllen möchte. „Ich stelle mich darauf ein, zunächst zu bleiben, was ich bin“, schätzt er seine Möglichkeiten realistisch ein. „Aber wenn es das Angebot gäbe, noch mehr Verantwortung zu übernehmen, stünde ich gerne bereit“, sagt der Rotenburger. Zunächst einmal gehe es nach der Wahl aber in die Koalitionsverhandlungen. Aus Sicht von Grindel sicher nicht mit der SPD: „Ich bin ein glühender Verfechter von Schwarz-Gelb. Eine weitere große Koalition geht gar nicht. Da würde die Volksparteienfähigkeit der CDU gefährdet, denn die Unterscheidbarkeit zwischen den großen Parteien würde verloren“. So rechnet er mit Verhandlungen mit der FDP. Die wird er wohl mitgestalten, wie er es einschätzt. „Und zwar für den Bereich Innenpolitik“, sagt er. Er richtet sich darauf ein, dass die Verhandlungen nicht leicht werden. Denn, so Grindel: „Mit der FDP geht es in vielen Bereichen viel besser als mit der SPD. Allerdings wird es gerade in der Innenpolitik schwieriger werden.“
Grindels wichtigste Themen für die kommende Legislaturperiode sind im Prinzip die gleichen, denen er sich bislang vordringlich gewidmet hat: „Die Integrationsfrage ist ein zentrales Thema. Da habe ich bereits Akzente setzen können und möchte daran weiterarbeiten. Außerdem müssen wir weiterhin mit Hochdruck die Bedrohung durch islamistischen Terrorismus bekämpfen.“
In den kommenden Wochen bleibt die Politik beherrschend in seinem Leben. Seine Frau Wenke kennt diese Situation. Allerdings wird seine Arbeit, wenn denn die Regierungsbildung abgeschlossen ist, wohl doch ein wenig Konkurrenz bekommen. So hat er sich schon jetzt einmal einen der ganz wenigen freien Abende gegönnt, um mit ihr zusammen den Kreißsaal im Diakoniekrankenhaus zu besichtigen. Er will zur Geburt des Kindes auf alle Fälle nach Rotenburg kommen, auch wenn der errechnete Entbindungs-Termin exakt zwischen zwei Sitzungswochen liegt. „Da nehme ich dann ausnahmsweise mein Auto mit nach Berlin, um auch nachts schnell reagieren zu können“, sagt er. Wenke Wiebe-Grindel dazu: „Da muss im Zweifel sowieso jeder sein Ding machen – ich im Kreißsaal und Du notfalls draußen.“ Fest vorgenommen hat sich der Abgeordnete: „In den ersten Wochen möchte ich mir für die Familie einfach ein bisschen mehr Zeit nehmen.“
Und wenn er die jetzt schon einmal hat? Ganz oben steht bei den außerpolitischen Interessen des Rotenburgers der Fußball. In Hamburg aufgewachsen schlägt sein Herz für den HSV. Aber er gönnt auch Werder Bremen Erfolge. „Wenn sie nicht gerade gegen Hamburg eingefahren werden.“ Und wenn er die Möglichkeit hat, geht er mit Vorliebe auch auf die Sportplätze in der Region, um sich die Spiele der örtlichen Mannschaften anzusehen.
Bekäme er einmal eine Auszeit von mehreren Monaten geschenkt, hätte er Lust auf einen richtig langen Urlaub. „Ganz abschalten kann ich dann aber auch nicht. Ich könnte nirgendwohin fahren, wo es keine deutsche Zeitung gäbe. Und von Fernweh bin ich ebenfalls nicht geplagt Ich kann auch ganz gut mal nichts tun und würde mich gerne mit einem guten Buch zurückziehen.“ Da liegen seine Vorlieben bei richtig spannenden Krimis, beispielsweise von Grisham, und Biographien.
Daran ist im Augenblick nicht zu denken. Aber bei allem Stress – gerade durch den neuen Wahlkreiszuschnitt – freut er sich über die Zusammenarbeit mit den Parteifreunden vor Ort: „Die Unterstützung ist großartig – in meinem bisherigen Zuständigkeitsbereich sowieso, aber auch im Bereich Soltau-Fallingbostel.“ Dass er als amtierender Abgeordneter gewisse Vorteile gegenüber seiner Konkurrenz hat, findet er nicht unfair. „Jeder weiß, dass ich auch außerhalb des Wahlkampfes sehr viel in meinem Bereich unterwegs bin. Insofern ergibt sich da jetzt kein falsches Bild.“


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