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Böhme-Zeitung vom 28.09.09

Seit Sonntag ist die Heide wieder schwarz

Grindel (CDU) holt Wahlkreis – Klingbeil und Kindler über Liste in Bundestag

vo. Soltau. Die CDU hat ihr wichtigstes Ziel erreicht. Die Heide ist wieder schwarz. Die Union und ihre Kandidat Reinhard Grindel haben die alte jahrelang gültige Ordnung wieder hergestellt, nach drei verlorenen Bundestagswahlen die Verhältnisse aus ihrer Sicht gerade gerückt. Bis 1994 war das Gebiet des jetzigen Wahlkreises 36 Rotenburg I – Soltau-Fallingbostel eine Domäne der CDU. Ab 1998 profitierte dann die SPD vom Schröder-Bonus.
Der ist jetzt aber aufgebraucht. Noch mehr. Die Sozialdemokraten und ihre Bewerber Lars Klingbeil haben auch hier ein Desaster erlebt. Bei den Zweitstimmen rauschte die SPD um rund 13 Prozentpunkte in den Keller auf 27,6 Prozent. 40,2 Prozent der Erststimmen für Reinhard Grindel gegenüber 35,3 Prozent für Lars Klingbeil sind ein deutliches Ergebnis.
Reinhard Grindel wird es verschmerzen können. Für ihn zählt zumindest am Wahlabend vor allem der erste direkte Einzug in den Deutschen Bundestag, nachdem er 2002 und 2005 im ehemaligen Wahlkreis Rotenburg-Verden zweimal an Joachim Stünker gescheitert war.
Nach Lage der Dinge wird Klingbeil doch noch über die SPD-Landesliste in den Bundestag einziehen. Er profitiert vom katastrophalen Abschneiden seiner Partei, die weit weniger Direktmandate in Niedersachsen holte, als selbst die pessimistischsten Prognosen erwarten ließen. Ebenfalls über die Landesliste schafft Sven-Christian Kindler (Bündnis 90 / Die Grünen) den Einzug in den Bundestag.
Es lässt sich geografisch ziemlich klar abgrenzen, wo der CDU-Mann seine Wähler hat: Reinhard Grindel siegte in allen Kommunen des Altkreises Soltau und des Rotenburger Bereichs. Er konnte seinen Heimvorteil nutzen, während sein Hauptkonkurrent auf seinem angestammten Terrain nichts zu bestellen hatte.
Dies gilt vor allem in den kleineren Gemeinden des Altkreises Soltau, wo Grindels Vorsprung besonders hoch war. Selbst in Klingbeils Heimatort Munster siegte der CDU-Bewerber aus Rotenburg mit deutlichem Abstand.
Dagegen konnte Klingbeil nur im Süden des Wahlkreises punkten, dort wo die SPD traditionell besser abschneidet. Der SPD-Kandidat siegte immerhin in Ahlden, Bomlitz und Schwarmstedt. Das war aber viel zu wenig, um das direkte Ticket nach Berlin lösen zu können.
Auch bei den Zweitstimmen liegt die CDU erstmals seit 15 Jahren im Gebiet des Landkreises Soltau-Fallingbostel sowie im Altkreis Rotenburg mit 35,1 Prozent deutlich vorn. Bei genauerer Betrachtung der Zweitstimmen kann man allerdings weniger von einem Erfolg der Union sprechen, sie hat hochgerechnet auf die 19 Kommunen des jetzigen Wahlkreises sogar leicht (0,7 Prozentpunkte) verloren, vielmehr von einem Desaster bei den Sozialdemokraten, das die politischen Verhältnisse mächtig durcheinander gewirbelt hat.
Von der Bruchlandung der SPD profitierten vor allem die Kleinen, wenn man sie denn aus SPD-Sicht noch so nennen mag: Sie legten kräftig zu. Die Linke verdoppelte ihren Stimmenanteil auf acht Prozent, die Grünen legten um drei Prozent zu und schaffen sogar ein zweistelliges Ergebnis. Viel wichtiger für sie dürfe aber sein, dass ihre Kandidat Lars-Christian Kindler es über die Liste in den Bundestag schaffte.
Am stärksten zulegen können aber die Liberalen, die auch im Wahlkreis 36 den Aufwind spüren: Die FDP springt um 4,5 Prozentpunkte auf 14 Prozent und untermauert ihre Stellung als drittstärkste Kraft.
Für Lars Klingbeil dürfte es kein Trost sein, dass er mit seinem Erststimmenergebnis deutlich besser dasteht als Monika Griefahn, die im neuen Wahlkreis 37 Harburg regelrecht abgewatscht wurde: Glatte 10 Prozentpunkte beträgt dort der Vorsprung von Michael Grosse-Brömer, der mit 42,6 Prozent der Erststimmen ebenfalls erstmals direkt in den Bundestag einzieht.
Auch im Wahlkreis Lüneburg Lüchow-Dannenberg, zu dem bisher Munster und Wietzendorf gehörten, siegte mit Eckard Pols der CDU-Kandidat, mit 33,3 zu 31,1 Prozent gegen Hiltrud Lotze (SPD). Das Desaster der Sozialdemokraten aus der Region komplettiert das Ergebnis von Joachim Stünker, gegen den Reinhard Grindel im bisherigen Wahlkreis Rotenburg unterlegen war, verlor den vermeintlich sicheren SPD-Wahlkreis Osterholz –Verden gegen Andreas Mattfeldt (CDU) denkbar knapp mit einem halben Prozentpunkt: 36,6 zu 37,1 Prozent.
Erfreulich für alle demokratischen Parteien ist das schlechte Ergebnis der rechtsextremen NPD mit 1,8 Prozent und das ihres Kandidaten Matthias Behrens (1,8 Prozent). Bemerkenswert das Abschneiden der Piraten-Partei, die es aus dem Stand immerhin auf 1,8 Prozent brachte. Bedenklich ist allerdings die Wahlbeteiligung: Sie war mit 72,3 Prozent um 5,4 Prozentpunkte niedriger als vor vier Jahren.


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