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Walsroder Zeitung vom 28.09.09

Reinhard Grindel klarer Sieger im Wahlkreis

CDU holt 35 Prozent der Zweitstimmen / Klingbeil schafft Einzug über Liste und hadert mi der Bundespartei

von Rolf Hillmann

Die Entscheidung ist gefallen, der Bürger hat gewählt. Mit über 40 Prozent der Erst- und 35 Prozent bei den Zweitstimmen sind Reinhard Grindel und seine CDU klare Wahlsieger im Wahlkreis 36 Rotenburg I – Soltau-Fallingbostel. Das Ergebnis fiel wesentlich deutlicher aus, als von Beobachtern erwartet. Obwohl der SPD-Kandidat Lars Klingbeil bei einem Erstimmenanteil von rund 35 Prozent deutlich über dem Bundesschnitt lag, konnte er sich gengen den fatalen Absturz seiner Partei nicht wehren. Mit 8,2 , 7,6 und 7 Prozent spielten die Direktkandidaten Knuth Uhland (FDP), Sven-Christian Kindler (Grüne) und Heinz Kühsel (Die Linke) bei der Entscheidung um den Sieg im neu zugeschnittenen Wahlkreis erwartungsgemäß keine Rolle. Tröstlich für Lars Klingbeil: Über seinen Landeslistenplatz hat er quasi in aller letzter Sekunde den Einzug in den Bundestag geschafft.

Bad Fallingbostel. Die Strapazen der vergangenen Monate sind ihm anzusehen. Die bittere Niederlage noch viel stärker. Als Lars Klingbeil gestern Abend den großen Sitzungssaal im Kreishaus betritt, weiß er schon, dass er verloren hat. Er ist nur nach Bad Fallingbostel gekommen, hat seine Genossen im Roten Bahnhof in Soltau zurückgelassen, um den Wahlsieger zu gratulieren. Eine noble Geste. Immer wieder bohrt sich sein Blick gedankenverloren in den Boden. In diesen ersten Minuten spricht ihn niemand an. Irgendwann reißt er sich aus seinen Gedanken und begrüßt die politisch Interessierten, die den Weg ins Kreishaus gefunden haben. Er blickt sich um, fragt, wann Reinhard Grindel kommt, und spricht über das Ergebnis. „Es gibt nichts schön zu reden. Ein enttäuschendes Ergebnis für mich, ein katastrophales Ergebnis auf Bundesebene.“ Erst kommt es etwas zaghaft aus ihm heraus, dann deutlicher: „Das ist ein Warnschuss der Wähler, den muss die SPD jetzt verstehen, sonst geht sie komplett unter. Die Arbeitnehmer fragen sich, was haben elf Jahre „Regierungsbeteiligung gebracht?“ Klingbeil sieht seine Partei in einer tiefen, existenziellen Vertrauens- und Glaubwürdigkeitskrise. Er zuckt mit den Schultern und sagt: „Es muss einen personellen Neuanfang geben. Es gibt Köpfe in Berlin, die stehen für elf Jahre Regierungsbeteiligung.“ Das ist deutlich.
Als Reinhard Grindel den Saal betritt, sich viele CDU-Anhänger schon da, Applaus, helles Lachen, Siegergesten. Schnell spricht er von einem gelungenen Wahlabend, freut sich, nach 15 Jahren endlich wieder das CDU-Direktmandat im Wahlkreis 36 gewonnen zu haben. Als Klingbeil ihm gratuliert, fasst der Kontrahent den Jüngeren an den Arm. Beide bedanken sich gegenseitig für den fairen Wahlkampf. Dann sieht Klingbeil zu, dass er wieder nach Soltau kommt, überlässt das Feld dem Sieger. Grindel spricht von einem langen Wahlkampf, bedankt sich bei den Ortverbänden und betont: „Mein Sieg ist auch ein Sieg der örtlichen CDU. Der alte und neue Bundestagsabgeordnete verspricht seinen Wählern, auch für sie da zu sein, „wenn keine Wahlen sind“. Demonstrativ nimmt er seine schwangere Frau Wenke in den Arm und antwortet auf eine entsprechende Frage: „Ja, ich bin froh, dass der Wahlkampf vorbei ist; es war eine lange Strecke, und ich bin erschöpft.“ Die CDU-Kreisvorsitzende Gudrun Pieper und der CDU-Kreistags-Fraktionsvorsitzende Hermann Norden freuen sich mit ihm, formulieren aber auch Erwartungen: „Infrastruktur ist für uns zwischen den Ballungsräumen der Lebensnerv, wir hoffen sehr, dass Reinhard Grindel uns in Berlin helfen wird“, so Norden. Ob der Bundestrend dem Wahlsieger geholfen hat? „Das große Wasser zieht das kleine mit“, antwortet er bescheiden. Dazu ist kein Grund. Das Ergebnis von Grindel und der CDU im Wahlkreis 36 ist deutlich besser als der Bundesdurchschnitt. Vielleicht wird ihm das helfen, auch in Berlin noch weiter Karriere zu machen. Zuzutrauen wäre es ihm.


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