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Böhme-Zeitung vom 02.02.10

Ein Jahr als „Botschafter“ in die USA

Enrico Belz bereitet sich auf Patenschaftsprogramm vor – „Wie ein Sechser im Lotto“

vo Soltau. Eine Diplomaten-Kariere strebt Enrico Belz nicht an. „Ein klein wenig als Botschafter Deutschlands“ sieht er sich aber doch, wenn es demnächst in die USA geht. Anfang August startet der Soltauer zu einem einjährigen Aufenthalt im Rahmen des parlamentarischen Patenschaftsprogramms (PPP) dorthin.
Seit 1983 gibt es das Austauschprogramm für Schüler sowie junge Auszubildende und Berufstätige. Vereinbart worden war es vom damaligen US-Präsident Ronald Reagan mit Kanzler Helmut Kohl aus Anlass war der 300. Jahrestags des Auszugs der ersten deutschen Auswanderer in die neue Welt.
Erfahrungsgemäß sind Schüler unter den jährlich 400 Stipendiaten in der Überzahl. Etwa 1 zu 4 beträgt das Verhältnis aus Sicht der Teilnehmer, die bereits im Arbeitsleben stehen, weiß Belz.
Deshalb ist der 23-jährige für Grindel die Idealbesetzung: Nach der mittleren Reife hat Belz 2009 bei Röders Tec in Soltau eine Ausbildung zum Werkzeugmechaniker abgeschlossen, danach den neunmonatigen Grundwehrdienst absolviert. Da die Aussichten im erlernten Beruf nicht gut sind, hat Belz sein Engagement beim Bund als sogenannter freiwillig länger Dienender (FWLD) fortgesetzt.
Die Bewerbung zur Teilnahme am Patenschaftsprogramm sei aber keineswegs der Situation auf dem Arbeitsmarkt geschuldet: Er habe sich bereits vorher beworben. Sein Interesse war durch ein Plakat des Deutsch-Amerikanischen Jugendaustauschs in der BBS Soltau geweckt worden.
Gespräche mit dem Soltauer Karten Bode, der ein Jahr in den USA verbracht hat, hätten ihn überzeugt: „Ein Jahr im Ausland wird mich voranbringen. Es fördert die Persönlichkeitsentwicklung.“
Belz kann auch Auslandserfahrung in die Waagschale werfen: Im Rahmen des Leonardo-Austauschprogramms hat er ein dreiwöchiges Praktikum in der französischen Stadt Angouleme absolviert. Und auch über den großen Teich ist er bereits gejettet. Durch den dreiwöchigen Aufenthalt in Soltaus Partnerstadt Coldwater weiß er, dass vieles im amerikanischen Alltag für junge Deutsche gewöhnungsbedürftig ist – „umgekehrt wahrscheinlich auch“.
Damit sie auf ihre Botschaftertätigkeit vorbereitet sich, werden Belz und seine Mitstreiter in Schulungen intensiv „gebrieft“, erfahren Wichtiges über Land und Leute, bevor sie im August in den Flieger steigen. Erste Station ist New York.
Nach wenigen Tagen im „Big Apple“ gibt es eine sogenannte Home-Stay-Tour, um das große Land kennen zu lernen, anschließend geht es in die Gastfamilien. Wo Enrico leben und die College-Bank drücken wird, weiß er noch nicht: „Das hängt vom Sprachtest ab“.
Der zweite Teil steht im Zeichen der Praxis: Arbeit in einer Firma. Die Statuten des PPP schreiben ein vergütetes Praktikum vor. Der Stipendiat muss seinen Lebensunterhalt zumindest teilweise selbst bestreiten.
Für ihn wäre der Nordosten der USA geeignet, hat er sich bereits schlau gemacht: „Dort gibt es viele metallverarbeitende Betriebe.“ Zum Abschluss des US-Jahrs ist ein Urlaubsprogramm vorgesehen, ganz am Ende ein paar Tage in der Hauptstadt Washington D.C..
Zu seinem Paten Reinhard Grindel will er per E-Mail Kontakt halten. An der Auswahl sind die Bundestagsabgeordneten nur in der Finalrunde beteiligt: Grindel musste zwischen drei vorgeschlagenen Bewerbern entscheiden.
Nach seiner Einschätzung wäre jeder geeignet gewesen. Doch für den Soltauer sprach neben der beruflichen Qualifikation ein weiteres Kriterium: Belz‘ Engagement in der Jugendarbeit, bei der Luther-Kirchengemeinde und in der Leichtathletiksparte des MTV Soltau. Grindel: „Das ist auch eine Würdigung des Ehrenamts.“
Nachdem seine Eltern - „die sind begeistert und wollen mich besuchen“ – ihm telefonisch mitgeteilt hatten, dass er das Rennen gemacht hatte, hat für Enrico Belz der Countdown begonnen: „Für mich ist das wie ein Sechser im Lotto.“


Der Soltauer Enrico Belz (rechts) reist im August für ein Jahr in die USA. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Reinhard Grindel ist sein „Pate“.

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