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Böhme-Zeitung vom 10.07.10

WM-Augenblicke

Als ich gestern Morgen auf dem Weg zum Bundestag nochmal an der Berliner Fanmeile vorbeifuhr, kam ein klein wenig Abschiedsschmerz von der WM auf. Wieder einmal hat der Fußball zum gesellschaftlichen Zusammenhalt beigetragen und dafür gesorgt, dass man zusammengerückt ist.
Ich denke an die überdimensionierte Deutschland-Fahne in der vor allem von türkisch-stämmigen Mitbürgern bewohnten Sonnenallee in Berlin-Neuköln, an der sich der Grünen Politiker Ströbele störte, weil er sich Integration so nun auch nicht vorgestellt hat, dass Migranten plötzlich „zur Fahne stehen“…
Apropos zusammenrücken. Bei dieser Weltmeisterschaft lernte man ja auch Menschen von einer ganz anderen Seite kennen. Deutschland gegen Spanien habe ich im Kanzleramt gesehen. Kulturstaatsminister Bernd Neumann hatte die Mitglieder des Ausschusses für Kultur und Medien zu einem Empfang mit Fußballgucken eingeladen.
Ich schnappte mir einen Stuhl in der ersten Reihe, nahe am Fernseher – und ehe ich mich versah, saß Wolfgang Thierse neben mir. Ausgerechnet Thierse denke ich so. „Warum stellt der Löw denn Trochowski auf und nicht Toni Kroos?“, meint Thierse halb zu mir gebeugt. Ich bin überrascht, denn den Gedanken hatte ich auch schon. Sollte Thierse etwas von Fußball verstehen? „Wer ist denn Trochowski? Ich kenne nur Tucholsky“, flötet aus der zweiten Reihe die junge musikalisch begabte Kollegin der Grünen, die zur „Miss Bundestag“ gekürt worden ist. Okay, denke ich, es hätte schlimmer kommen können als mit Thierse als Nebenmann.
„Das sieht man gleich. Die Mannschaft ist nervöser. Warum greifen die so spät an? Die müssen die Räume enger machen. Thomas Müller fehlt doch sehr.“ Thierse ist unzufrieden und analysiert präzise. Netzer wird eine halbe Stunde später Ähnliches sagen. Das Tor der Spanier sehen wir beide kommen, und dass Jogi Löw Kroos und Jansen hätte früher bringen müssen.
Am Ende des Abends ist unglaubliches passiert: Die Spanier haben wir zwar nicht geschlagen, aber dieser Thierse ist mir irgendwie sympathisch geworden. So erlebt jeder sein kleines Sommermärchen.
Unsere Mannschaft hat es nicht geschafft. Wir sind näher an den Spaniern dran als bei der EM 2008, aber um sie zu dominieren, muss unsere junge Truppe noch weiter zusammenwachsen. Aber ihr gehört die Zukunft. Nächster Versuch in Polen und der Ukraine bei der Euro 2012. Und dem Thierse würde ich dann vielleicht sogar neben mir einen Stuhl freihalten.

Ihr
Reinhard Grindel


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