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Heidekurier vom 01.08.10

Integration im Mittelpunkt

CDU-Bundestagsabgeordneter Reinhard Grindel besucht Soltauer Moschee

SOLTAU (mwi). Das Thema Integration stand im Mittelpunkt, als der hiesige CDU-Bundestagsabgeordnete Reinhard Grindel am vergangenen Donnerstag die Soltauer Moschee besuchte. Der Christdemokrat, der im Rahmen seiner Sommertour in der Böhmestadt zuvor schon einem Dentallabor, Breidings Garten und der Diakoniestation eine Visite abgestattet hatte, nahm sich viel Zeit, um mit seinen Gastgebern aktuelle Fragen zu erörtern.

Getragen wird die Soltauer Moschee vom Verein „DITIB Türkisch- Islamische Gemeinde zu Soltau“, der wiederum zum Verein „Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion“ (DITIB) gehört. DITIB zählt zu den Organisationen, die auch an der Islam-Konferenz von Bundesinnenminister Thomas de Maizière beteiligt ist. Bereits vor drei Jahren wurde der Soltauer Verein gegründet, der das Haus in der Bahnhofstraße im vergangenen Jahr kaufte, um dort eine Moschee einzurichten.
Grindel, der von den Soltauer CDU Ratsherren Volker Wrigge, Josef Mayer und Peter Hoppe begleitet wurde, betonte den hohen Stellenwert, der der Integration von Menschen mit Migrationshintergund zuzumessen sei. Um hier spürbare Fortschritte zu erzielen, gebe es Integrationskurse, die im Landkreis Soltau- Fallingbostel von der Volkshochschule Heidekreis angeboten würden. Darüber hinaus sei vor einem Familiennachzug aus der Türkei der Erwerb von Deutschkenntnissen verpflichtend, denn nicht alle würden, einmal im Land, diese Integrationskurse auch besuchen. Gerade die Sprache aber sei entscheidend, so unterstrich der Bundestagsabgeordnete weiter: „Die Kinder sollen Türkisch lernen, aber sie müssen auch Deutsch können, weil sie sonst keine schulischen und damit später auch keine berufliche Chancen haben.“ Die Konsequenzen für das spätere Leben wären sonst fatal, und der Wirtschaft gingen dadurch Mitarbeiter verloren. Zudem ergäben sich daraus dann auch gesellschaftliche Probleme: „Was wir heute an Mitteln in die Sprachförderung investieren, das sparen wir später um ein Vielfaches an Hartz IV ein.“ Wie Grindel weiter betonte, gebe es Moscheen, die diese Integrationsbemühungen mittrügen. Und gerade in Soltau bestehe die große Chance, anders als in Großstädten, wo schon „Parallelwelten“ entstanden seien, mit den Zuwanderern ins Gespräch zu kommen.
Mit seinen Äußerungen traf Grindel beim Soltauer Verein unter Vorsitz von Osman Aba auf offene Ohren. So konnte Vorstandsmitglied Neriman Ak mit einer recht guten Analyse der Verhältnisse in der Böhmestadt aufwarten: „Die Problematik ist besonders bei den Neuzuwanderern groß, weniger bei den Türken, die schon in zweiter, dritter oder sogar vierter Generation hier leben“, betonte sie. Sie verwies darüber hinaus aber darauf, daß diese Schwierigkeiten nicht nur ihre Landsleute, sondern auch andere Zuwanderer beträfen. Um dem entgegenzuwirken, müsse allerdings in den Familien auch die Bereitschaft bestehen, Integrationsmöglichkeiten und -angebote wahrzunehmen. Ernsthafte Probleme im Miteinander gebe es in Soltau nicht. Allerdings herrschten noch immer recht große Vorurteile durch Unkenntnis: „So, wie Deutsche oft gewisse Ängste haben, Türken kennenzulernen, haben auch Türken häufig Ängste, Deutsche kennenzulernen.“ Ak unterstrich in diesem Zusammenhang die wichtige Aufgabe von Kindertagesstätten (Kita). Der Kita-Besuch sei gut für die Integration und das Erlernen der deutschen Sprache, wodurch spätere Probleme vermieden würden. Um so weniger nachvollziehbar sei da, daß es in zwei Soltauer Kitas Nachmittagsgruppen gebe, die fast ausschließlich aus Kindern mit Migrationshintergrund zusammengesetzt seien.
Dies sei dem Integrationsgedanken nicht förderlich. Abgesehen von diesen Möglichkeiten bemühe sich der Soltauer Verein aber auch selbst darum, aktiv integrative Arbeit zu leisten, etwa durch Angebote für Jugendliche - auch ohne Migrationshintergrund. Allerdings, so der Vorsitzende, sei das Budget minimal, denn der Verein sei klein und finanziell nicht sehr stark.
Dieses Treffen zwischen den Christdemokraten mit dem Bundestagsabgeordneten Grindel und dem Verein „DITIB Türkisch-Islamische Gemeinde zu Soltau“ sei ein erstes Kennenlernen gewesen, so CDU Ratsfraktionschef Wrigge. Er und Grindel kündigten an, auch zukünftig mit dem Verein im Gespräch bleiben zu wollen.


Besuch in der Soltauer Moschee: (v.l.) Nurettin Uzun, Josef Mayer, Orhan Ak, Imam Erkan Aycicek, Reinhard Grindel, Volker Wrigge und Osman Aba.

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