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Heide-Kurier vom 31.07.11

Neue Struktur bei Agentur

Zuschnitt soll sich an Landkreisgrenzen orientieren

Soltau/Walsrode. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) will im Zuge des laufenden Reformprozesses die Strukturen verändern. „Die Grenzen der Landkreise und Städte sollen zukünftig bundesweit im Zuschnitt der Agenturen für Arbeit beachtet werden. Bisher sind die Bezirke der Agenturen und die Landkreisgrenzen nicht immer deckungsgleich, zum Teil gibt es erhebliche Abweichungen“, heißt es in einer Pressemitteilung der BA. Nach derzeitigem Planungsstand solle es künftig 156 Agenturen geben. Diese Zahl könne sich im Verlauf der weiteren Beratungen noch leicht ändern: „Einige kleinere Agenturen werden voraussichtlich organisatorisch mit benachbarten Agenturen zusammengeschlossen. Die BA bleibt aber wie bisher in der Fläche und nah beim Bürger“, heißt es in der Mitteilung weiter. Die Organisationsreform soll im Januar 2012 beginnen und dann schrittweise umgesetzt werden.
Neben dem Neuzuschnitt der Agenturbezirke sollen sachbearbeitende Aufgaben ohne Kundenkontakt künftig gebündelt werden. Das bedeutet: In den Arbeitsagenturen werden spezialisierte Teams gebildet, die bestimmte Aufgaben für benachbarte Arbeitsagenturen miterledigen. „So kann ein hoher Qualitätsstandard gesichert werden und nicht in jeder Agentur müssen alle Aufgaben aus dem gesamten Leistungsspektrum der BA abgedeckt werden“, schreibt die Agentur in ihrer Mitteilung.
Von den Umstrukturierungen betroffen ist auch der Landkreis Soltau-Fallingbostel. Derzeit ist für den Altkreis Soltau die Agentur für Arbeit Uelzen zuständig, für den Altkreis Falllingbostel die Agentur in Celle. Ab 2012, so die bisherigen Planungen, soll die Zuständigkeit für den gesamten Landkreis bei der Agentur für Arbeit Celle liegen. Wie die Pressesprecherin der Uelzener Arbeitsagentur, Jeannette Hoffmann, versicherte, sollen aber keine Geschäftsstellen geschlossen werden.
Der CDU-Bundestagsabgeordnete Reinhard Grindel hat sich kürzlich in Walsrode gemeinsam mit örtlichen Kommunalpolitikern über die neue Struktur der Arbeitsverwaltung im Heidekreis informiert. Dabei setzte sich Grindel trozt der Versicherungen, dass es keine Schließungen geben werden, gegenüber den beiden Chefinnen der Arbeitsagentur in Celle, Corinna Feltz-von Einem, und Uelzen, Kerstin Kuechler-Kakoschke, nochmals ausdrücklich für den Erhalt der beiden Geschäftsstellen der Arbeitsagentur in Walsrode und Soltau ein. Feltz-von Einem und Kuechler-Kakoschke berichteten, dass es künftig nur noch einen Leiter der Agentur im Heidekreis geben werde, der dann zwei Schreibtische in Walsrode und Soltau haben solle. „Ich habe meine Sorge geäußert, dass dieses langfristig auch zu einer Zusammenlegung der Standorte führen könnte. Das muss im Interesse einer ortsnahen Beratung der Arbeitslosen verhindert werden“, betonte der CDU Abgeordnete.
Wenig begeistert zeigte sich der Parlamentarier auch von der Information, dass eine Reihe von Schwerpunktaufgaben, wie die Abwicklung der Kurzarbeit oder die Hilfen im Insolvenzfall, künftig zentral von der Regionaldirektion aus Hannover gesteuert werden. Grindel: „Gerade bei der Kurzarbeit haben wir die Erfahrung gemacht, dass die Experten aus der Arbeitsagentur die Betriebe gut kennen müssen, um ihren Bedürfnissen optimal gerecht zu werden. Ich befürchte, dass da sehr viel Erfahrung und Know-how verloren geht.“
Mit einem zur Diskussion stehenden möglichen Wegfall der Arbeitsagentur in Uelzen und einer Konzentration auf die Standorte Stade und Celle in Nordostniedersachsen würden künftig völlig unterschiedliche Wirtschaftsräume durch eine Agentur verwaltet. Durch die großen neuen Verwaltungseinheiten droht nach den Worten Grindels auch eine Verschlechterung der Rückkoppelung mit der Politik. „Bei allem Verständnis, dass sich die Bundesagentur für Arbeit in Zeiten zurückgehender Arbeitslosenzahlen eine schlankere Struktur geben will, sollte eher bei den Wasserköpfen in Nürnberg und Hannover eingespart werden und nicht vor Ort, wo es um die Betreuung der Arbeitslosen geht.“ Der CDU-Abgeordnete kündigte an, die neue Struktur der Arbeitsagentur auch bei einem Besuch von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen in seinem Wahlkreis im August ansprechen zu wollen.


Sprachen über die neue Struktur der Arbeitsagentur: (v.l.n.r.) Birgit Söder, stellv. Bürgermeisterin Walsrode, Janin Söder, Junge Union Heidekreis, Dieter Garms, Geschäftsstellenleiter Walsrode, Karl-Ludwig Strelen, CDU-Vorsitzender Walsrode, Corinna Feltz-von Einem, Geschäftsführerin Arbeitsagentur Celle, Reinhard Grindel MdB, Kerstin Kuechler-Kakoschke, Geschäftsführerin Arbeitsagentur Uelzen, Hartwig Mienert, Geschäftsstellenleiter Soltau.

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