Einbindung 1. Bild Einbindung 2. Bild Einbindung 3. Bild Einbindung 4. Bild Einbindung 5. Bild Einbindung 6. Bild
  • Schrift vergrößern
  • Schrift vergrößern
  • Standard wiederherstellen
  • Schrift verkleinern
  • Schrift verkleinern
 
Sie sind hier: Presse

Presse


zurück

Rotenburger Kreiszeitung vom 10.10.11

„Für Korruption ist kein Platz“

Reinhard Grindel zum 1. NFV-Vizepräsidenten gewählt / „Überparteiliche Akzeptanz ist wichtig“

von Matthias Freese

ROTENBURG. Karl Rothmund wurde auf dem Verbandstag in Barsinghausen als Präsident des Niedersächsischen Fußballverbands (NFV) bestätigt. Zum neuen 1. Vizepräsidenten wurde bei drei Gegenstimmen der Rotenburger Reinhard Grindel gewählt. Wie aus Verbandskreisen verlautete, werden dem 50-jährigen CDU-Bundestagsabgeordneten bereits jetzt große Chancen auf die Nachfolge Rothmunds eingeräumt, sollte er sich in den nächsten drei Jahren bewähren. Wir sprachen mit Grindel.

Herr Grindel, Sie sind jetzt der zweitwichtigste Fuktionär im Präsidium des NFV. Was werden Ihre Themenschwerpunkte sein?
Reinhard Grindel: Der 1. Vizepräsident ist vor allem zuständig für den Bereich der sozialen und gesellschaftlichen Verantwortung des NFV. Unser Motto „Ein Ball verbindet“ steht für die große Integrationskraft, die der Fußball hat. Das gilt für Menschen mit Migrationshintergrund genauso wie für den Bereich des Behindertensports. In Zeiten des demographischen Wandels geht es auch um die Zukunftsfähigkeit unserer Vereine. Es ist wichtig, dass Migranten als Spieler, aber auch Trainer, Schiedsrichter und ehrenamtliche Vorstandsmitglieder mitmachen. Wichtig ist mir auch das Thema Schulfußball, weil uns der Ganztagsunterricht vor große Herausforderungen stellt.

Seit Jahresbeginn gehören Sie im DFB auch der Nachhaltigkeits-Kommission an und sind Anti-Korruptionsbeauftragter. Was darf man sich darunter vorstellen?
Grindel: In der Kommission Nachhaltigkeit werden das gesamte gesellschaftliche Engagement des DFB koordiniert und neue Konzepte im Bereich der Nachhaltigkeit entwickelt. Ich befasse mich mit Maßnahmen gegen Wettbetrug und Spielmanipulation, weil wir junge Menschen für den Fußball nur begeistern können, wenn für Zockermentalität und Korruption in unserem Sport kein Platz ist. Außerdem war ich an der Selbstverpflichtungserklärung von DFB und DFL in Sachen Hospitality beteiligt, also die Vergabe von VIP-Tickets für Logen und Business-Seats in Stadien. Ich erarbeite außerdem Vorschläge für einen Verhaltens-Kodex für die Mitarbeiter des DFB und für die FIFA-Reform.

Inwieweit kann der DFB wirklich Spielmanipulationen und Wettbetrug effektiv entgegentreten?
Grindel: Wir haben im DFB ein Präventionsprogramm entwickelt, wobei wir über unsere Stützpunktkoordinatoren am Ende alle 12- bis 15-Jährigen in den Talentförderprogrammen erreichen wollen. Wir verbessern die technischen Frühwarnsysteme und wollen auch eine engere Kooperation mit den Staatsanwaltschaften. Ich bin am Donnerstag dabei, wenn DFB-Präsident Theo Zwanziger eine Reihe von Justizministern der Länder trifft. Dabei werden wir um frühzeitige Akteneinsicht in Fällen des Wettbetrugs bitten, weil wir sportgerichtlich oftmals schneller reagieren können als das im Strafverfahren möglich ist.

Ist Ihr Einstieg in den „höheren Sportfunktionärs-Dienst“ auch ein erstes Anzeichen für Ihren Ausstieg aus der Bundespolitik?
Grindel: Ich möchte 2013 wieder für den Bundestag kandidieren und werde meine Wahlkreisarbeit engagiert fortsetzen. Richtig ist aber, dass ich mich bereits in den letzten Monaten in der überregionalen Presse mit politischen Äußerungen sehr zurückgehalten habe. Für mein Engagement im NFV und DFB ist überparteiliche Akzeptanz wichtig. Darauf nehme ich Rücksicht. Zeitlich habe ich als Parlamentarier das Privileg, viele Termine selbst bestimmen zu können. Das ist bei Arbeitnehmern, die im Betrieb fest gebunden sind, schwieriger. Deshalb kann ich Beruf und Ehrenamt ganz gut koordinieren.

Was ist an dem Gerücht dran, dass Sie langfristig ein DFB-Spitzenamt anstreben?
Grindel: Jetzt wollen wir die Kirche mal im Dorf lassen. Meine Perspektive liegt im Niedersächsischen Fußballverband. Mein Vorgänger als 1. Vizepräsident, Eugen Gehlenborg, wird 2013 DFB-Vizepräsident. Das ist mit NFV-Präsident Karl Rothmund alles abgestimmt. Da bleibt für Gerüchte kein Raum.

Sie waren lange Jahre im Vorstand des Rotenburger SV tätig. Inwiefern profitiert Rotenburg, profitiert die Region von Ihrer Wahl? Darf sich Rotenburg auf weitere Länderspiele freuen?
Grindel: Der RSV ist meine fußballerische Heimat. Vom Sieg gegen Emden habe ich während meiner ersten NFV-Präsidiumssitzung erfahren und das meinen Kollegen voller Freude verkündet. Wir hatten im März aber erst das U16-Länderspiel gegen Rumänien. 2012 sind Göttingen, Gifhorn und Celle dran. Aber natürlich habe ich meine Region für 2013 oder 2014 im Blick. Grundsätzlich ist meine Wahl für den gesamten NFV-Bezirk Lüneburg wichtig. Am Wochenende ist unser Urgestein, Herbert Lange aus Schneverdingen, als NFV-Schatzmeister ausgeschieden, und es ist keine Selbstverständlichkeit, dass wir Lüneburger im Präsidium so gut vertreten sind und dementsprechend Einfluss im Interesse unserer Vereine nehmen können.


Neuer zweiter Mann im NFV-Präsidium: Reinhard Grindel aus Rotenburg.

zurück


CDU Deutschland CDU/CSU Fraktion Deutschland CDU Niedersachsen CDU Fraktion Niedersachsen
CDU Kreisverband Rotenburg / Wümme CDU Kreisverband Heidekreis  
Heiner Ehlen Mechthild Ross-Luttmann Gudrun Pieper Lutz Winkelmann
Newsletter CDU.TV CDU-Mitgliedernetz  
© Reinhard Grindel MdB