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Nds. Fussballverband Kreis Osnabrück-Stadt vom 05.03.12

Reinhard Grindel besucht den NFV-Kreis Osnabrück-Stadt

Am 3. März 2012 besuchte Reinhard Grindel den NFV-Kreis Osnabrück-Stadt. Im Rahmen einer Vorstandssitzung, zu der auch Vereinsvertreter (Erik Ropken vom VfR Voxtrup sowie Alexander Klein vom SC Kosmos) eingeladen worden waren, stellte sich der 1. Vize-Präsident des Niedersächsischen Fußballverbandes e.V. (NFV) in lockerer Athmosphäre den Anwesenden vor. Hauptthema war der Amateurfußball Kongress, der Ende Februar 2012 in Kassel stattfand. Reinhard Grindel berichtete über die dort behandelten Themen, die hier einmal zusammengefasst dargestellt werden (auch auf den Seiten des DFB in einigen Artikeln nachzulesen):

Thema 1: Die Marke Amateurfußball
1.) Entwicklung einer Imagekampagne unter Beteiligung aller Ebenen. Unter anderem könnte ein Wettbewerb zur Namensgebung durchgeführt werden. Ziel der Kampagne ist es, die Leistungen und den Wert des Amateurfußballs deutlich zu machen. Für das Vorhaben, das Image zu stärken, könnte auch ein "Handwerkskasten" entworfen und den Vereinen an die Hand gegeben werden.
2.) Entwicklung eines Selbstverständnisses. Der Amateurfußball soll sich definieren und eine Marke bilden, die Attraktivität und Selbstbewusstsein ausstrahlt. Das könnte bei der Gewinnung von Sponsoren und neuen Mitarbeitern helfen.
3.) Entwicklung einer Qualitätsstrategie. Gemeint sind unter anderem Qualifizierungsangebote für alle Funktionen oder eine Vereinsberatung.
4.) Aufbau einer eigenen Amateurfußball-Seite im Internet, um die digitalen Medien verstärkt und gezielt zur Außendarstellung zu nutzen.
5.) Ausbau von lokalen Partnerschaften mit Lizenzvereinen, zum Beispiel durch gemeinsame PR-Maßnahmen oder Veranstaltungen.
6.) Wiedereinführung von Wettbewerben für Auswahlmannschaften in Verbänden und Kreisen.

Thema 2: Mehrwert Ehrenamt
1.) Imagekampagne zur verbesserten Wahrnehmung des Ehrenamtes. Das wichtigste Ziel: Wertschätzung und Anerkennung für den Ehrenamtlichen sollen gesteigert werden. Der ehemalige Präsident des VfB Stuttgart, Erwin Staut, hatte in seinem Vortrag beim Kongress bekräftigt: "Die Botschaft muss lauten: Im Ehrenamt sitzt nicht der Dumme, sondern der Clevere."
2.) Qualifizierungs- und Beratungssystem zur Stärkung des Ehrenamts.
3.) Verstärkte Lobbyarbeit zur Verbesserung der gesetzlichen Rahmenbedingungen, unter anderem im steuerlichen Bereich. Viele wünschen sich einen Abbau der Bürokratie auch seitens der Verbände.
4.) Schaffung von Anreizsystemen für die Anerkennung des Ehrenamts in der Arbeitswelt. Eine Möglichkeit wäre ein Zertifizierungssystem zur Anerkennung von im Verein erworbenen Kompetenzen.
5.) Entwicklung innovativer Strategien zur Gewinnung von Ehrenamtlichen, beispielsweise durch Vernetzung mit Unternehmen.

Thema 3: Impulse in der Fußballentwicklung
1. Flexibilisierung des Spielbetriebs, sowohl zeitlich als auch durch alternative Spielformen. Eine große Mehrheit der Kongress-Teilnehmer hält diesen Punkt für wichtig. Sicherlich eine riesige Herausforderung, meint DFB-Vizepräsident Hermann Korfmacher: Dazu müssen alle mitanpacken.
2. Erweiterung des Angebotsspektrums für alle Altersklassen.
3. Fußball-Angebote zur Integration neuer Zielgruppen in Vereinen schaffen.
4. Inhalte zur Erweiterung der sozialen Kompetenz in alle Ausbildungsgänge einbauen.
5. Initiative zur Schaffung familiengerechter Sportanlagen.

Thema 4: Amateurfußball und Finanzen
1. Bereitstellung eines Qualifizierungsangebotes für Finanzverantwortliche. Klares Ziel: Ehrenamtliche sollen mehr Sicherheit gewinnen, um nicht von den Anforderungen im wirtschaftlichen Bereich überfordert zu werden.
2. Entwicklung eines Leitfadens Vereinsfinanzierung.
3. Gezielte Beratung zur Nutzung nationaler und internationaler Fördermöglichkeiten. Der Sportökonom und Gastexperte Prof. Dr. Eike Emrich bremste allerdings: Ich würde mich in Zukunft nicht mehr in dieser Intensität auf die öffentlichen Hände verlassen.
4. Bei der gewünschten Imagekampagne für den Amateurfußball soll der Schwerpunkt Finanzierungsbedarf beachtet werden.

Thema 5: Verbände als Dienstleister
1. Vereinsberatung durch Kompetenzteams und Einrichtung von Service-Zentren.
2. Ausbau von Qualifizierungsangeboten.
3. Verbesserung des Informationsflusses und mehr Transparenz zwischen Verband, Kreis und Verein.
4. Durchführung einer Begriffsanalyse: Was ist Dienstleistung?
5. Informationsplattform für alle und Ausbau des DFBnet
6. Entwicklung von Praxishilfen, beispielsweise durch Erstellen eines Handbuchs.

Zu allen Themenbereichen fand ein reger Austausch statt, Reinhard Grindel nahm noch die ein oder andere Anregung aus den Hinweisen und Erzählungen der Vereins- und Kreisverantwortlichen vor Ort mit. Nach gut 2 Stunden endete die Zusammenkunft. Für den 1. Vize-Präsidenten des Niedersächsischen Fußballverbandes e.V. stand als Folgetermin ein Besuch beim VfL Osnabrück an.


Reinhard Grindel besucht den NFV-Kreis Osnabrück-Stadt
v.l.n.r.: Werner Gottschlich, Erik Ropken, Udo Rietmann, Frank Schmidt, Reinhard Grindel, Carsten Werges, Hans-Gerd Sander, Ingo Herlitzius und Alexander Klein

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