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Walsroder Zeitung vom 01.06.12

Hoteliers nicht reich nach Steuersenkung

Reduzierung von 19 auf sieben Prozent „löst Investitionsbremse“ / Ortstermin im Heide-Kröpke

Werden Hoteliers jetzt reich, weil der Mehrwertsteuersatz für Beherbergungsleistungen von 19 auf sieben Prozent gesenkt wurde? Dieser Vorwurf schwingt mit, wenn sich Kritiker dieser politischen Entscheidung zu Wort melden. „Tatsache ist, dass danach zahlreiche Häuser in der Lüneburger Heide ihren Investitionsstau aufgelöst haben“, erklärt dazu Heinz Beier, Vorsitzender des Dehoga-Kreisverbandes (Deutscher Hotel- und Gaststättenverband). Rund eine Milliarde Euro habe die Branche in Deutschland jährlich durch die Steuersenkung mehr zur Verfügung.

Essel (ei). Inga Zimolong-Wilmes und Bernd Wilmes, Eigentümer des Heide-Kröpke in Essel, werden deutlich: „Wir haben die Mehrwertsteuersenkung in 2010 und 2011 bereits konkret genutzt, um lange ausstehende Renovierungen und Anschaffungen zu tätigen.“ Das Unternehmen, das als Vier-Sterne-Superior-Haus zu den besten Adressen in der Lüneburger Heide zählt, habe in den vergangenen zwei Jahren gut eine Million Euro ausgegeben. „Ohne Steuersenkung wären diese Investitionen so nicht möglich gewesen.“
Bei einem Informationsgespräch gestern mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Reinhard Grindel ging es darum festzustellen, wo das Geld bleibt, das nicht an den Staat abgeführt werden muss. Schon immer wird um das Thema Mehrwertsteuer gestritten, vor allem deshalb, weil unterschiedliche Sätze gelten und in Europa unterschiedliche Regelungen Konkurrenzneid schüren. „Das Thema ist immer umstritten“, räumt Grindel ein. Der Ruf nach reduzierten Mehrwertsteuern komme ständig aus den verschiedensten Bereichen. Allerdings sei es wichtig gewesen, das Beherbergungsgewerbe wettbewerbsfähig zu halten. „Die Senkung hat Investitionsbremsen gelockert“, hat Grindel bei Besuchen in Hotels festgestellt. Denn besonders in der Lüneburger Heide habe es „zahlreiche Drei-Sterne-Häuser gegeben, die noch den Duft der 70er Jahre atmen“, nennt er ein Beispiel. Die Hoteliers aus Essel machen sich Sorgen darüber, dass bei einem möglichen Regierungswechsel der niedrigere Steuersatz für Übernachtungen wieder zurückgenommen wird. Grindel glaubt zwar nicht, dass „das Rad wieder zurückgedreht wird“. Da werde eher „generell“ über die Mehrwertsteuer gestritten, für die europaweit noch keine einheitliche Regelung in Sicht ist. Doch Bernd Wilmes schwant Böses, und er befürchtet: „Wenn der Steuersatz wieder steigt, machen einige ganz zu.“
Profitiert hätten von der reduzierten Abgabe auch heimische Betriebe, die Umbau- und Sanierungsarbeiten durchführten. Vorteil für Gäste sei, dass Übernachtungspreise zum Teil gesenkt oder zumindest nicht erhöht werden. Auch auf das Einkommen der Mitarbeiter wirke sich die Steuersenkung positiv aus, ziehen die Gesprächspartner Bilanz. „Und es gibt noch mehr Investitionspläne“, verspricht Bernd Wilmes nachhaltiges Engagement.
Für den Fall, dass SPD und Grüne im Bundestagswahlkampf 2013 eine Rücknahme des reduzierten Steuersatzes ankündigen wollen, haben die Eigentümer des Heide-Kröpke einen Brief an MdB Lars Klingbeil (SPD) geschrieben. Darin führen die Hoteliers ihre Investitionen auf und bitten eindringlich darum, die Senkung beizubehalten. Volle Hotelier-Taschen seien „Wunschvorstellungen“ und weiterer Imageverlust schädlich.


Frisch renoviert: Inga Zimolong-Wilmes und Bernd Wilmes (re.) mit dem Dehoga-Kreisvorsitzenden Heinz Beier (li.) sowie MdB Reinhard Grindel beim Informationsaustausch im Hotel Heide-Kröpke.

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