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Heidekurier vom 27.06.12

Thema Wohnungseinbrüche

Grindel und Winkelmann bei Polizeiinspektion Heidekreis

SOLTAU. Nicht erst seit Vorstellung der Kriminalstatistik 2011 im vergangenen Februar ist klar, daß Wohnungseinbruchdiebstähle auch bei der Polizeiinspektion (PI) Heidekreis zu den Brennpunkten der Kriminalitätsbekämpfung gehören. So stand dieses Thema denn auch im Mittelpunkt, als der hisiege CDUBundestagsabgeordneten Reinhard Grindel dem PI-Chef, Polizeidirektor Stefan Sengel, jüngst einen Besuch abstattete.

Gemeinsam mit dem Leiter des Zentralen Kriminaldienstes, Karsten Lemke, berichtete Sengel über die nach wie vor zu hohe Zahl von Einbrüchen im Heidekreis und über das neue Phänomen der Hinweisgeber, die gezielt Wohnsiedlungen erkunden, um Einbrechern Hinweise auf kurzfristig verwaiste Häuser zu geben.
Entsprechend appelliert Grindel in Hinblick auf die kommenden Ferien: „Die Bürger des Heidekreises sollen sicher in die anstehende Urlaubszeit starten können. Nachbarn können um Hilfe gebeten werden, damit die eigenen vier Wände auch während der Urlaubszeit bewohnt aussehen, und ich appelliere an die Kinder der Reisenden, sich nicht auf Facebook in den Urlaub zu verabschieden. Sogenannte Hinweisgeber durchsuchen heutzutage gezielt auch soziale Netzwerke im Internet.“ Flächendeckend gebe es einen hohen Standard in der Erreichbarkeit bei Tage wie bei Nacht, so der PI Chef: Im Schwerpunktbereich der Einbrüche bestünden gute Aussichten, Täter zu fassen, die in 70 Prozent der Fälle aus dem näheren Umkreis kämen.
Potential zur Erleichterung der Polizeiarbeit sehen Sengel und Grindel in der Kooperation von Polizei und Staatsanwaltschaft. „Gerade bei Jugendlichen muß die Strafe der Tat auf dem Fuße folgen. Die rechtlichen Rahmenbedingungen hierfür sind geschaffen, jetzt braucht es auch Staatsanwälte und Richter, die die Polizei bei ihrer Arbeit unterstützen und jugendliche Straftäter nicht zu schnell wieder laufen lassen“, so Grindel.
Auch der hiesige CDU-Landtagskandidat, Lutz Winkelmann, der Grindel bei seinem Besuch begleitete, fordert eine schnellere Abwicklung von Verfahren bei der Staatsanwaltschaft. „Der Täter-Opfer-Ausgleich beispielsweise im Bereich von Körperverletzungen und Sachbeschädigungen ist ein wirksames Mittel gerade bei jungen Tätern, das endlich stärker die Opfer in den Mittelpunkt stellt.“


Besuch bei der Polizeiinspektion Heidekreis: (v.l.) Reinhard Grindel, Stefan Sengel, Karsten Lemke und Lutz Winkelmann.

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