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Rotenburger Kreiszeitung vom 21.11.12

„Stabilitätsbeitrag für Europa“

DSGV-Präsident Fahrenschon zu Gast in der Region / Rolle der Sparkassen in der Finanzarchitektur

Scheessel / Rotenburg. Es ist schon ein ungewöhnlicher Termin, wenn der Verbands-Präsident höchstpersönlich in die Provinz kommt. „Das ist noch nie vorgekommen“, freute sich Jürgen Lange, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Scheeßel, und hieß Georg Fahrenschon, Gastredner beim parlamentarischen Abend zum Thema „Die Rolle der Sparkassen in der europäischen Finanzarchitektur“, daher um so herzlicher willkommen.

Fahrenschon ist seit einem halben Jahr Präsident der „größten Finanzdienstleistungsgruppe in Europa“, des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV). Und der 44-jährige sucht ganz bewusst das Gespräch mit der Basis – rund zwei Stunden sprach der Gast aus Berlin am Montagnachmittag auf Einladung des Rotenburger CDU-Bundestagsabgeordneten Reinhard Grindel im Wachtelhof mit den lokalen Sparkassen-Vorständen über das Geschäft. Besuche wie dieser, so Fahrenschon gegenüber unserer Zeitung, seien ein „wertvolles Element“ seiner Arbeit. So könne er sich in die Lage versetzten, die bundesweit 423 Sparkassen in Deutschland zu vertreten, um „nicht nur aus der Aktenlage heraus argumentieren“ zu müssen.
Mit Blick auf die ländlich geprägte Region hob der frühere bayrische Finanzminister die starke Wirtschaftsstruktur hervor. Es gebe im Landkreis eine ganze Bandbreite an erfolgreichen mittelständischen Betrieben – und mittendrin die Sparkassen, die unter den Mitbewerbern „am stärksten am Mittelstand stehen und am meisten das Vertrauen der Sparer genießen“ würden, so Fahrenschon.
Der Präsident sei ein Freund des Mittelstandes, das machte er am Abend vor den rund 130 geladenen Gästen im Forum der Sparkasse Scheeßel deutlich. Dass die hiesige Wirtschaft zwei gewaltige Krisen auf den internationalen Finanzmärkten vergleichsweise gut gemeistert habe, hängt für ihn „mit unserer Struktur, mit unserem starken Mittelstand“ zusammen. Sowohl die Sparkassen als auch die Volks- und Raiffeisenbanken seien eine „Trutzburg in der Krise“ gewesen, indem sie ihren Kunden in den vergangenen Jahren stabil zur Seite gestanden hätten. Und nicht nur das: „Wenn wir die in der Region verankerten Institute nicht gehabt hätten, wären wir nicht so schnell und mit so wenig Blessuren da rausgekommen“§, z4igte er sich überzeugt. Man könne sich glücklich schätzen, dass man nicht den Vorschlägen der EU-Kommission gefolgt sei, die Sparkassen sowie die Volks- und Raiffeisenbanken in kapitalmarktorientierte Institute umzuwandeln. Eine Aussage, für die der Redner viel Applaus erntete.
Jede Sparkasse, führte Fahrenschon fort, könne nur dann erfolgreich sein, wenn die jeweilige Heimatregion für sie erfolgreich ist. Sie sei davon abhängig, wie viele Menschen ihr vor Ort ihr Vermögen anvertrauen und wie viele örtliche Investoren sie begeistern und begleiten könne, um die entsprechenden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Strukturen weiter auszubauen. „Das unterscheidet uns von den weltmännischen großen Investmentbanken, die heute hier und morgen da sind“, sagte er. Man versuche in einem schwierigen Umfeld vom Kunden her zu beraten, „weil wir wissen, dass wir uns als Sparkassen nicht verlagern können“. Das, so der Präsident, sei ein wichtiges Element, welches ihm in der Debatte um die europäische Finanzarchitektur jedoch zu wenig präsentiert werde.
„Wenn wir uns auf unser stabiles Geschäftsmodell konzentrieren, dann können wir auch einen Stabilitätsbeitrag für Europa leisten.


Dialog im Wachtelhof (v.l.): Unternehmer Peter Grewe, IHK-Präsident Lothar Geißler, Stefan Kalt (Vorstand Sparkasse Rotenburg-Bremervörde), Jürgen Lange (Vorstand Sparkasse Scheeßel), CDU-Bundestagsabgeordneter Reinhard Grindel, Franz Wienöbst (Vorstand Kreissparkasse Soltau), Sparkassen-Präsident Georg Fahrenschon, Ernst-Otto Bahr (Vorstand Kreissparkasse Fallingbostel), Landrat Hermann Luttmann und die CDU-Landtagsabgeordnete Mechthild Ross-Luttmann.

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