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Walsroder Zeitung vom 28.05.14

Schüler fragen - Politiker antworten

Bundestagsabgeordnete auf Podium der Oberschule Bomlitz

Wenn der Prophet nicht zum Berg kommt, muss der Berg zum Propheten kommen, lautet eine Redensart. Nun sind die Bundestagsabgeordneten Reinhard Grindel (CDU) und Lars Klingbeil (SPD) sowie die Oberschule Bomlitz zwar weder Propheten noch Berge – aber der Spruch passte dennoch auf die Situation, die sich den Schülern der Abschlussklassen am Montag im Forum der Oberschule bot.

Bomlitz (mey). Eigentlich sollten sie bei einer Exkursion, die sie vom 16. bis 20. Juni nach Berlin führt, mit den Bundestagsabgeordneten zusammentreffen. Doch in dieser Zeit hat der Bundestag eine sitzungsfreie Woche. Also bot Klingbeil an, nach Bomlitz zu kommen – Grindel schloss sich an. Fertig war das prominent besetzte Podium, auf dem die Politiker zu den Themen Chancengleich- heit und Europawahl Stellung nahmen, moderiert von Schulleiter Andreas Böhm.
„Die ersten fünf Jahre im Menschenleben sind ganz entscheidend“, stellte Grindel klar und brach eine Lanze für die in den vergangenen Jahren getätigten Investitionen in frühkindliche Förderung und Ausbau von Kitas und Krippen. Bereits im Kleinkindalter würden die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft gestellt. Auch Klingbeil bezeichnete die frühkindliche Förderung als „sehr richtig“. Darüber hinaus sprach er sich für ein „durchlässigeres Bildungssystem“ aus. „Ich halte nichts davon, dass Schule zu früh sortiert“, sagte er, „viele entdecken erst in der siebten, achten Klasse ihre Stärken und Fähigkeiten.“
Stichwort Zukunftschancen: Die seien erheblich besser als vor 20 Jahren, sagte Grindel. „Damals hatte ein Hauptschüler praktisch keine Chancen auf dem Ausbildungsmarkt, heute wird jeder, der sich einigermaßen Mühe gibt und einen Abschluss macht, eine Lehrstelle kriegen.“ Selbst Schulabbrecher hätten heutzutage noch eine Chance.
Warum sie dann überhaupt noch zur Schule gehen sollte, wollte eine Schülerin daraufhin wissen. Klingbeil gab eine klare Antwort: „Ihr müsst die Entscheidung treffen, was für einen Job ihr mal machen wollt.“ Die Weichen, ob jemand ein Leben lang im Niedriglohnsektor arbeitet oder sich etwas leisten kann, würden in der Schule gestellt.
Zur Europawahl: Der Rechtsdruck in vielen Ländern sei bedenklich, sagten die Politiker. Sie schlossen eine Zusammenarbeit mit den europakritischen Parteien aus. Gleichwohl sei es nötig, das Votum der Wähler ernst zu nehmen und die Gründe für ihre Wahl näher zu beleuchten.
Grindel sprach sich dafür aus, dass sich Europa künftig vornehmlich um die großen Themen wie Außen- und Sicherheitspolitik sowie Bekämpfung von Kriminalität kümmern solle. Themen wie Asylpolitik sollten dagegen an die beigetretenen Länder delegiert werden.
Klingbeil bezeichnete Europa als „großartiges Friedensprojekt“ und erinnerte daran, dass grenzfreies Reisen von nicht langer Zeit undenkbar war. Zu beobachten, wie stark rechte Parteien inzwischen sind, sei bitter. Wenn ic mir die Leute, auch von der AfD, ansehe, die ins Europaparlament einziehen, habe ich Angst“, sagte der SPD- Bundestagsabgeordnete.
Ob Klingbeil und Grindel die Schüler aus den Abschlussklassen des Haupt- und Realschulzweiges an der Oberschule Bomlitz erreicht haben, wird sich zeigen. Wenn sie mit ihrer Podiumsdiskussion zu etwas mehr Interesse an Politik beigetragen haben, hat sich ihr Besuch aber bereits gelohnt.


Chancengleichheit und Europawahl: Die Bundestagsabgeordneten Reinhard Grindel (CDU, links) und Lars Klingbeil (SPD, rechts) diskutierten auf dem Podium der Oberschule Bomlitz. Schulleiter Andreas Böhm moderierte die Veranstaltung.

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