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Walsroder Zeitung vom 21.11.14

Grindel: „Respekt vor dem Leben“

Debatte zur Sterbebegleitung / Unterstützung der Hospizhaus-Initiative

Walsrode. Ein intensives Gespräch zur aktuellen Debatte im Bundestag über eine gesetzliche Regelung zur Sterbebegleitung führte CDU-Bundestagsabgeordneter Reinhard Grindel mit Dr. Sirus Adari, dem Initiator eines Hospizhauses im Heidekreis. „Für mich als Abgeordneter ist es sehr wichtig, mit anerkannten Experten auf dem Gebiet der Palliativmedizin und der Hospizarbeit über ihre Erfahrungen zu sprechen, um eine Lösung zu finden, die gleichermaßen ethischen Maßstäben als auch den Erfordernissen der Praxis gerecht wird“, sagte Grindel.
Einig waren sich der CDU-Abgeordnete und Dr. Adari in der klaren Ablehnung einer organisierten oder sogar gewerbsmäßigen Sterbehilfe. Auch eine neue Rechtsgrundlage zur aktiven Sterbehilfe begegne erheblichen Bedenken. Adari: „Eine Gesellschaft, in der ein Arzt nicht mehr das Leiden bekämpft, sondern den Leidenden tötet, verliert ihr menschliches Antlitz. Es darf nicht sein, dass nicht mehr die Erlösung des anderen, sondern die Erlösung vom anderen angestrebt wird.“
Adari, der rund 300 Schwerstkranke in den Tod begleitet hat, berichtete dem Abgeordneten, dass es nicht die Erkrankung selbst sei, die den Wunsch des Patienten zu sterben hervorrufe, sondern die Angst vor Schmerzen und Einsamkeit. „Die Erfahrungen kompetenter Hospize und Palliativstationen zeigen, dass die behandelten Patienten fast nie um aktive Sterbehilfe bitten“, betonte Dr. Adari. Reinhard Grindel meinte zustimmend, dass es für ihn Aufgabe der Ärzte bleibe, Schwerstkranke in den Tod zu begleiten und nicht, ihr Leben zu beenden. „Meine Sorge ist, dass sich Patienten bei der Eröffnung neuer gesetzlicher Möglichkeiten zur aktiven Sterbehilfe gedrängt fühlen könnten, ihrem Leben ein Ende zu machen, um zum Beispiel Verwandte zu entlasten. Wir brauchen einen umfassenden Lebensschutz und dürfen keine Lücken entstehen lassen, die zum Missbrauch führen.“ Dr. Adari bezeichnete die aktive Behandlung und Betreuung von schwerkranken, leidenden Patienten als die Alternative zur aktiven Sterbehilfe. Er erläuterte in diesem Zusammenhang das Konzept der palliativen Sedierung zur Schmerzlinderung, das in der allerletzten Lebensphase in Betracht kommt, wenn alle anderen therapeutischen Maßnahmen versagt haben.
Grindel und Adari begrüßten, dass der Bundesgesundheitsminister die Palliativmedizin stärken und das Hospizangebot ausbauen will. So sollen die Krankenkassen mehr Kosten für die Pflege in Hospizhäusern übernehmen. „Das würde unsere laufenden Kosten verringern, für die wir sonst Spenden bräuchten“, sagte Adari.

Spendenkonto Hospizhaus Heidekreis e.V.
KSK Walsrode
IBAN: DE53 25152375 0045108776


Im Gespräch: Dr. Sirus Adari (li.) und Reinhard Grindel.

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