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Bremervörder Zeitung vom 09.12.06

Deutschland – Ein Sommermärchen

In dieser Woche hat Innenminister Wolfgang Schäuble dem Bundeskabinett den Abschlussbericht zur Fußball-WM 2006 vorgelegt. Das Ergebnis: Mag Italien sportlich gewonnen haben, Deutschland ist in ökonomischer, touristischer und sicherheitspolitischer Hinsicht Gewinner der WM.

Was haben uns die Schwarzmaler vor der WM nicht alles prophezeit: „No-Go-Areas für farbige Fans“, „Leere und unsichere Stadien“, „Servicewüste“, „Anschläge bei öffentlichen Übertragungen“, so und ähnlich lauteten die Stichworte. Nichts von dem ist eingetroffen. Deutschland präsentierte sich weltoffen, gastfreundlich und sicher!

Zwei Millionen Besucher sind nach Deutschland gekommen. 90 Prozent haben sich bei Befragungen positiv geäußert und wollen wiederkommen. Selbst Engländer und Holländer mussten ihr Deutschland-Bild kräftig revidieren. Die Weltmeisterschaft war eine große Werbeaktion gegen Ausländerfeindlichkeit und für Integration. Deutsche und Ausländer feierten nicht nebeneinander, sondern miteinander. Beispielhaft haben wir im Landkreis das mit unseren Freunden aus Trinidad und Tobago erlebt. Es wäre gut, wenn sich diese Stimmung in den Alltag herüberretten ließe, gerade angesichts zunehmender Ausschreitungen bei Regionalligaspielen.

Die WM hat 50.000 Menschen einen neuen Arbeitplatz gebracht. Das Übernachtungsgewerbe hat rund 300 Millionen Euro zusätzlich verdient. Zwei Milliarden Euro sind im Einzelhandel zusätzlich ausgegeben worden. Und auch für die Finanzämter hat sich die WM gelohnt: alleine das WM-Organisationskomitee hat gut 90 Millionen Euro an den Fiskus überwiesen und die Fifa 7,2 Millionen aus zu versteuernden Spielerprämien.

Insofern ist es jetzt auch nur folgerichtig, dass nach sieben Jahren der Bundesfinanzminister die steuerfreie Übungsleiterpauschale erhöhen will. Für die Entwicklung unserer Kinder ist es von größter Bedeutung, dass sie in einem Sportverein mitmachen. Hierbei kommt Trainern und Betreuern eine zentrale Bedeutung zu. Es ist nur fair, dass ihr Aufwand etwas besser ausgeglichen wird als bisher.

Auch das Sicherheitskonzept des Innenministeriums ist aufgegangen. Weder in den Stadien noch auf den öffentlichen Übertragungsplätzen kam es zu größeren Krawallen oder gar terroristischen Anschlägen. Hier hat sich der Sicherheitsverbund von Bund und Ländern bewährt. Und auch der Einsatz von 500 ausländischen Polizisten – zum Teil in Uniform – war ein Erfolg. Während der WM sind zahlreiche Terrorverdächtige intensiv überwacht worden. Mit der neuen Anti-Terror-Datei werden Bund und Länder ihre Erkenntnisse noch besser austauschen und mögliche Anschläge so leichter im Vorfeld verhindern können.

Das Sommermärchen ist vorbei. Im Alltag kommt es jetzt darauf an, dass wir gemeinsam mit dem DFB unsere Anstrengungen darauf konzentrieren, beim Kampf gegen Rassismus und Gewalt in den Stadien erfolgreich zu sein. Das wäre dann auch eine gute Visitenkarte für das nächste WM-Projekt. Deutschland will sich um die Austragung der Frauenfußball-Weltmeisterschaft 2011 bewerben, und da haben wir sogar eine echte Chance, sportlich Weltmeister zu werden.

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