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Walsroder Zeitung vom 05.10.15

„Die größte Katastrophe ist das Vergessen“

Feierlichkeiten der CDU zum 25. Jahrestag der Deutschen Einheit in Schneverdingen / Plakette enthüllt

Schneverdingen (hbh). Bei den Feierlichkeiten der CDU zum 25. Jahrestag der Deutschen Einheit in Schneverdingen waren sich alle Redner einig darin, dass die Gedenkfeiern immer wieder das Geschehen um die Wiedervereinigung Deutschlands in Erinnerung rufen sollten. Unterstützt von den Schneverdinger Stadtfalken gingen Ortsverbandsvorsitzender Hans-Jürgen Schmidt, Kreisvorsitzender Gerd Engel, Landtagsabgeordneter Lutz Winkelmann und Bundestagsabgeordneter Reinhard Grindel auf das Geschehen rund um den 3. Oktober 1990 ein. Sie enthüllten eine Plakette am Gedenkstein, der an das friedliche Zusammenwachsen der lange Zeit getrennten Teile Deutschlands erinnert. Zahlreiche Besucher verfolgten den Festakt im Walter-Peters-Park und feierten die 25 Jahre Einheit bei Imbiss, Getränken und Gesprächen. (…)


„Darüber können wir uns freuen“

Festrede von MdB Reinhard Grindel

Schneverdingen (hbh). MdB Reinhard Grindel ging auf die Geschehnisse vor und nach der Wiedervereinigung ein. Er schloss seine Festansprache mit der Feststellung, dass es gelungen sei, wieder einig in ganz Deutschland in Recht und Freiheit leben zu können. „Darüber können wir uns so freuen wie vor 25 Jahren“, meinte er. „Denn es war uns Deutschen in unserer Geschichte nicht immer vergönnt, über einen so langen Zeitraum in Recht und Freiheit und vor allem in Frieden leben zu können.“
Grindel betonte, damals sei es gelungen, innerhalb weniger Monate einen völkerrechtlich akzeptierten Vertrag zu realisieren, mit dem der Staat DDR samt seiner Bürger aus dem Verteidigungsbündnis Warschauer Pakt in das einst feindliche Bündnis NATO wechselte – ohne einen einzigen Schuss abzugeben und ohne einen Tropfen Blut zu vergießen. Grindel räumte ein, dass der Westen zu wenig vom Osten gewusst habe. Deshalb habe er sich bei der Wiedervereinigung mit Nebensächlichkeiten beschäftigt und die politische Vereinigung diskutiert statt sich mit der katastrophalen Wirtschaftslage in den ostdeutschen Ländern zu beschäftigen.
Die Planwirtschaft habe die Menschen um die Früchte ihrer Arbeit gebracht. Außerdem habe der „Aderlass des Ostens“ durch die ungeduldige Ost- West-Wanderung eine Angleichung der Lebensverhältnisse verzögert und behindere sie noch heute.
Grindel verwies in seiner Rede zum Tag der deutschen Einheit darauf, dass „Einheit nicht Gleichheit bedeuten“ muss. Den Einheitsdeutschen gebe es nicht. „Der Bayer hat sich auch vor der Wende vom Saarländer unterschieden. Und ihn verbindet heute vielleicht mehr mit einem Sachsen, als den Sachsen mit dem aus Mecklenburg-Vorpommern.“
Trotz der Leistung bei der Zusammenführung von Ost und West sei es verharmlosend, das Flüchtlingsproblem als leicht zu bewältigen darzustellen, ging Grindel auf die aktuelle Situation ein. Die Eingliederung von Flüchtlingen in die Gesellschaft in Deutschland sei durch die Herkunft und die religiösen Bindungen wesentlich schwieriger. Es sei Zeit, auch über Begrenzungen zu reden, meinte der CDU-Politiker. Außerdem dürften nicht nur Schweden, Deutschland und in begrenztem Umfang Österreich damit belastet werden. „Es ist recht und billig darauf hinzuwirken, dass sich die Nachbarn nicht aus der Solidaritätsgemeinschaft rausmogeln.“


Ortsverbandsvorsitzender Hans-Jürgen Schmidt, Landtagsabgeordneter Lutz Winkelmann, Bundestagsabgeordneter Reinhard Grindel und Kreisvorsitzender Gerd Engel (von links) gestalteten die Feierlichkeiten der CDU zum 25. Jahrestag der Deutschen Einheit in Schneverdingen

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