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Zevener Zeitung vom 14.04.07

Ein Spaziergang mitten im Herzen der Bundeshauptstadt

CDU-Abgeordneter Reinhard Grindel verbindet unvergessliches Erlebnis mit dem Gendarmenmarkt

Berlin. Um halb sieben steigt Reinhard Grindel an diesem Montagmorgen, es ist Ende März, in Verden in den Zug nach Hannover. Um kurz nach neun Uhr kommt er in Berlin an. Es ist Sitzungswoche im Bundestag. Das bedeutet für die Abgeordneten jede Menge Arbeit, jede Menge Termine. Trotzdem hat er sich für die ZZ Zeit genommen.

Wir sind zum Mittagessen verabredet. Im "Café Einstein" unter den Linden. Er kommt pünktlich und hat einen Tisch bestellt. Man kennt ihn hier. Bei österreichischem Gulasch kommen wir ins Gespräch. Zwei Tische weiter sitzt Markus Söder, Generalsekretär der CSU, mit Gesprächspartnern. Hier isst Reinhard Grindel gern zu Mittag. Das Essen ist lecker, die Bedienung freundlich. Und es ist dicht an seinem Büro.
Die Sonne lockt alle ins Freie und draußen sind alle Plätze besetzt. Wir wollen von hier aus einen Spaziergang zum Gendarmenmarkt machen. Aber direkt im Ausgang begegnen wir einer freundlichen, ganz unauffälligen Dame, die sich als die Umwelt-Mnisterin von Baden Württemberg entpuppt und uns erst einmal aufhält: Tanja Gönner. Ein Klönschnack muss sein. "Wir beide waren 2002 neu im Bundestag und da lernt man sich kennen", verrät Grindel, als wir im Herzen der Bundeshauptstadt unter den Linden entlangschlendern. Wir kommen an seiner ehemaligen Wirkungsstätte, dem ZDF, vorbei, und gehen ins Gebäude. "Das habe ich damals mit aufgebaut", sagt Grindel, heute Mitglied im Kultur- und Medienausschuss. Von 1997 bis 1999 war er Studioleiter in Berlin. "Heute finden hier das Morgen-Magazin und die Maybritt-Illner-Show statt."
Weiter geht es in Richtung "Gendarmenmarkt". Hier erlebte Grindel am Abend vor der Wiedervereinigung historisch bedeutende Momente, die ihn noch heute sehr bewegen. "Am 2. Oktober 1990, am Abend vor der Wiedervereinigung, fand im Konzerthaus am Gendarmenmarkt so eine Art Auflösung der DDR statt, ein Festakt." Grindel war damals Radio-Reporter für Radio Schleswig-Holstein in Berlin - und der Gendarmenmarkt im Ostteil der Stadt. "Alles war abgesperrt, die Journalisten saßen abgetrennt links und rechts vom Zugang zum Konzerthaus - und ich stand am zentralen Eingang für Politiker und wartete auf Friedrich Bohl, den damaligen ersten Geschäftsführer der CDU-Fraktion. Ich kam mit ihm ins Gespräch, und er ging immer weiter, vorbei an der Volkspolizei, ich immer neben ihm - bis an die Stufen des Konzerthauses." Dort fand Grindel sich plötzlich ziemlich einsam - gemeinsam mit dem DDR-Fernsehen. "Und plötzlich stand ich mit meinem RSH-Radio-Mikrofon mitten im Fokus der Wiedervereinigung. Und dann dachte ich: Ich muss fragen, ob ich hier bleiben darf. Und dann dachte ich, wenn ich frage, schicken sie mich weg. Also hab' ich weitergemacht und die Sicherheitskräfte lieber nicht gefragt. Und dann stand ich da. Mit DDR-Fernseh-Leuten, die nicht so recht wussten, was sie denn fragen sollten."
So fragte Grindel also auch fleißig mit. "Die anderen Journalisten auf den Tribünen winkten ganz wild und das DDR-Fernsehen und ich mit meinem Radio-Schleswig-Holstein-Mikrofon flimmerten weltweit über die Bildschirme." Er war unheimlich aufgeregt.
Viele Touristen fotografieren den Gendarmenmarkt. Ein Troubadour spielt Gitarre und kein geringerer als Friedrich Schiller, in Stein gehauen, schaut zu, als wir uns die Schautafeln zum Konzerthaus und den beiden Dom-Bauten anschauen. Wir bestellen den Fahrdienst des Bundestages. Nach wenigen Minuten kommt der Wagen. Wir steigen ein und fahren zum "Café am See" in den Tiergarten. Die Sonne scheint. Auch wenn es noch ziemlich frisch ist, sitzen viele Berliner schon draußen und genießen die ersten Sonnenstrahlen im Berliner Frühling. "Abends im Sommer ist hier richtig was los." In dieses Café kommt er gerne, wenn er in der Hauptstadt mal "abschalten" will.
Dazu ist jetzt aber leider keine Zeit. Am Mittwoch geht es im Bundestag um das Zuwanderungsgesetz. Sein Interessenschwerpunkt in dieser Legislaturperiode. Hier hat er maßgeblich mitgearbeitet, mit "Münte" über Arbeitsrechtsfragen verhandelt und mit Schäuble, und demnächst wird auch in der Türkei mit den türkischen Interessenvertretern diskutiert werden müssen.
Bis der Fahrdienst kommt, um ihn wieder ins Büro zu bringen, gibt es Kaffee und Apfelstrudel, während der Rotenburger Abgeordnete noch schwärmt, wie gut man hier am Wochenende frühstücken kann. Und dass man an warmen Abenden prima mit dem Fahrrad auf ein Bier hierher kommen kann. Aber jetzt drängt es ihn doch ins Büro an seinen Schreibtisch. Es ist noch viel zu tun bis Mittwoch. Erst dann "fällt auch etwas von einem ab, wenn es dann in den Bundestag kommt".

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