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Böhme-Zeitung vom 01.11.08

Nachholbedarf vor allem beim Schienenverkehr

CDU-Bundestagsabgeordneter Reinhard Grindel auf Herbsttour im Heidekreis - Interview

Soltau. Nach seiner Nominierung zum CDU-Kandidaten für den neuen Wahlkreis Rotenburg I - Soltau - Fallingbostel informiert sich der Bundestagsabgeordnete Reinhard Grindel (Rotenburg) zurzeit im Rahmen seiner Herbstreise über den Landkreis Soltau-Fallingbostel. Anlässlich seines Besuchs bei der Böhme-Zeitung sprach Redaktionsmitglied Reinhard Vorwerk mit dem 47-jährigen Politiker.

BZ: Herr Grindel, wie fällt die Halbzeitbilanz zur Herbstreise durch den Landkreis Soltau-Fallingbostel aus. Haben Sie hier wirklich Neues kennengelernt?
Reinhard Grindel: Der Landkreis Soltau-Fallingbostel ist für mich als Nachbar kein völliges Neuland. Zum Einen soll die Herbsttour natürlich dazu dienen, mich in diesem Teil meines zukünftigen Wahlkreises noch bekannter zu machen. Darüber hinaus lerne ich aber immer wieder Neues kennen, erfahre von Problemen, die mir so vorher nicht bekannt waren. Jeden Tag erhalte ich zwei oder drei Zettel mit Anliegen. Wenn es um Probleme mit Bundesrelevanz geht, versuche ich, mit meinen Kontakten in Berlin zu deren Lösung beizutragen. Manchmal mit schnellem Erfolg: In dieser Woche hat die Bundeskulturstiftung entschieden, dem Neuenkirchener Springhornhof für die Ausstellung Landschaft 2.0 Zuschüsse von 33 000 Euro zu gewähren. Dafür hatte ich mich eingesetzt und die Zuwendung der Kulturstiftung unterstreicht die überregionale Bedeutung des Springhornhofs.

Was verbindet die beiden Bereiche des zukünftigen Wahlkreises Rotenburg-Soltau-Fallingbostel, wo gibt es Unterschiede?
Die Landwirtschaft ist eine Klammer für den gesamten Wahlkreis. Sie ist nach meinem Erachten im Rotenburger Bereich teilweise aber noch etwas ausgeprägter als in Soltau-Fallingbostel. Dagegen spielt der Tourismus hier eine wesentlich wichtigere Rolle als in Rotenburg. Die Bundeswehr hat in beiden Teilen eine große Bedeutung. Deutliche Unterschiede gibt es beim ÖPNV auf der Schiene. Dort hat die kommunale Entwicklung im Rotenburger Raum dank der Lage an der Bahnhauptstrecke Hamburg – Bremen und durch die Bedienung mit dem Metronom beispielsweise in Scheeßel und Lauenbrück sehr stark profitiert. Das brauchen wir, zumindest in ähnlicher Form, auch für den Heidekreis. Deshalb muss die Heidebahn möglichst schnell ertüchtigt werden, damit sie durchgehend mit 120 Stundenkilometern befahren werden kann, wenn auch nicht elektrifiziert. Das erfordert dann den Einsatz leistungsfähiger Dieselloks, mit denen auch der Metronom und die NordWestBahn fahren. Konkurrenz könnte hier das Geschäft beleben. Der Streckenabschnitt zwischen Soltau und Walsrode muss mit Mitteln aus dem Schienenausbaugesetz in Angriff genommen werden, spätestens ab 2011.

Und die andere, noch sanierungsbedürftigere Bahnstrecke?
Die Perspektiven für die Amerikalinie liegen vor allem in der absehbaren Zunahme des Ost-West-Güterverkehrs, ausgehend von den Containerterminals Bremerhaven und bald auch Wilhelmshaven, hängen aber auch von der weiteren Planung der Y-Trasse ab. Wenn sich der Bau der Hochgeschwindigkeitsstrecke als Folge geringerer Erlöse aus dem Börsengang der Bahn verschiebt, brauchen wir die Amerikalinie umso dringender.

Am Sonntag gibt es die Bürgerbefragung zur Gründung der Stadt Böhmetal. Wie bewerten Sie den geplanten Zusammenschluss von Bad Fallingbostel, Bomlitz und Walsrode zu der dann mit Abstand größten Stadt des Landkreises und auch des Wahlkreises? Begrüßen sie diese Fusion oder teilen Sie eher die Bedenken der Kritiker?
Man sollte nicht nur auf die Risiken einer Fusion blicken, sondern vor allem auf die möglichen Folgen einer Nichtfusion. Als Bundestagsabgeordneter muss ich meinen Blick auf die Entwicklungsfähigkeit der Region richten. Und da sehe ich nach einer Fusion, wie sie in der Vogelparkregion angestrebt wird, durch die damit verbundenen Einsparungen sowie die Aussicht auf zusätzliche Finanzausgleichsmittel gute Möglichkeiten zur Verbesserung der Infrastruktur. Die Heideregion ist gut aufgestellt und braucht fairen Wettbewerb nicht zu fürchten. Und: Auch der Altkreis Soltau ist kein monolithischer Block.

Auch mehr als 30 Jahre nach der Zusammenlegung von Soltau und Fallingbostel ist der Heidekreis, zumindest in den Augen seiner Kritiker, noch immer nicht zu einer Einheit zusammengewachsen. Wie stellt er sich aus Ihrer externen Sicht dar?
Ich gehe unbelastet in den Landkreis Soltau-Fallingbostel, auch weil ich von den Parteifreunden aus beiden Kreisteilen zum Bundestagskandidaten nominiert worden bin. Auf eine Nord-Süd- Diskussion lasse ich mich nicht ein, weil dazu kein Anlass besteht. Dennoch muss man eingestehen, dass es in Soltau-Fallingbostel auffällige Unterschiede zum Landkreis Rotenburg gibt, der ebenfalls Mitte der 1970er-Jahre durch die Zusammenlegung von Rotenburg und Bremervörde entstanden ist, zum Beispiel die beiden Kreissparkassen, deren Geschäftsbereiche hier jeweils an den ehemaligen Kreisgrenzen enden.

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