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Rotenburger Kreiszeitung vom 06.12.08

„Krise betrifft alle Menschen“

CDU-Kreisverband Rotenburg hatte zu Vortrags- und Gesprächsabend nach Scheeßel eingeladen

SCHEESSEL (hu). Rund 70 Zuhörer waren am Mittwoch der Einladung des CDU-Kreisverbands Rotenburg zu einem Vortrags- und Gesprächsabend mit dem Thema „Auswirkungen der Finanzmarktkrise und Reaktionsmöglichkeiten von Politik und Wirtschaft“ in den Saal des Scheeßeler Hofs gefolgt.

Dort begrüßte der CDU-Kreisvorsitzende Albert Rathjen auch die beiden Referenten, Jürgen Lange, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Scheeßel, und den Bundestagsabgeordneten Reinhard Grindel. „Die Finanzmarktkrise betrifft alle Menschen“, machte Rathjen deutlich: „Wer Angst um seinen Arbeitsplatz hat, bringt diese Angst auch mit nach Hause. Die Krise hat inzwischen alle Staaten erfasst. Wenn die Menschen in Deutschland oder Amerika weniger Geld für Weihnachtsgeschenke ausgeben, führt das zu Schließungen von Spielzeugfabriken in China. Wenn die Bürger ihr Geld horten, ist das Gift für die Wirtschaft, weil der Geldkreislauf ins Stocken kommt.“ Jürgen Lange stellte fest, dass die Politik aus volkswirtschaftlicher Sicht vernünftig und schnell auf die Finanzmarktkrise reagiert habe: „In den USA ist der private Konsum deutlich zusammengebrochen. Das hat beispielsweise Folgen für die asiatischen Länder. Die sich abschwächende Konjunktur hat auch beträchtliche Auswirkungen auf Deutschland, sodass im Jahr 2009 die Wirtschaft leicht schrumpfen wird. Die Rezession schafft aber auch Chancen. Es wird Bereinigungsprozesse in der Wirtschaft geben und Überkapazitäten in der Automobilindustrie muss man jetzt abbauen.“ Lange gab zum Abschluss seines Referats eine Wertung aus der Sicht der Sparkasse Scheeßel ab. Eine Vertrauenskrise habe es vor Ort noch nicht gegeben. Der Rettungsschirm der Regierung sei richtig. Die Sparkasse Scheeßel sei kaum betroffen, denn sie habe auch keine zweifelhaften Papiere vertrieben. Leider seien die Sparkassen auch gezwungen, im Rahmen der Rettungsmaßnahmen bisherige Wettbewerber zu unterstützen. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Reinhard Grindel nahm zur aktuellen Debatte über weitere Steuersenkungen und die Ausgabe von „Konsumschecks“ Stellung. Er betonte, es müsse erst einmal die Wirkung des vom Bundestag verabschiedeten Maßnahmenpakets für Wachstum und Beschäftigung abgewartet werden: „Wir dürfen die guten Umsätze im Weihnachtsgeschäft nicht dadurch gefährden, dass die Bürger jetzt mit Konsumschecks rechnen und auf die Kaufbremse steigen. Wichtig ist zunächst, für zusätzliche Investitionen zu sorgen und damit Arbeitsplätze zu sichern.“ Dazu gehören aus Grindels Sicht auch die zusätzlichen zwei Milliarden Euro für Straße und Schiene sowie die Erweiterung des Gebäudesanierungsprogramms und die verbesserten Abschreibungsmöglichkeiten auf neue Maschinen. Von besonderer Bedeutung für die mittelständischen Betriebe seien Überbrückungskredite der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Damit könnten kurzfristige Nachfragedellen ausgeglichen werden. Grindel hob auch hervor, dass im Januar analysiert werden müsse, ob die bisher getroffenen Maßnahmen ausreichten.


Reinhard Grindel, Jürgen Lange und Albert Rathjen (von links).

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