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Heidekurier vom 23.08.09

Kein „Kaffeekränzchenverein“

Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen besucht MGH

SCHNEVERDINGEN (mk). Gebannt hören die Jungen und Mädchen der Frau zu, die ihnen eine spannende Geschichte vorliest. In einem anderen Raum lernen Kinder auf spielerische Art und Weise die englische Sprache kennen, während in einem weiteren Zimmer eine ältere Dame von einem Jugendlichen in die Geheimnisse des Internets eingeweiht wird. Es ist ordentlich „Leben in der Bude“, als Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) am vergangenen Donnerstag das Mehrgenerationenhaus (MGH) in Schneverdingen, eines von 52 in Niedersachsen, besucht. Auf Einladung von CDU-Bundestagskandidat Reinhard Grindel (MdB) informiert sie sich über die Angebote der Einrichtung, in der sich jung und alt offen und selbstverständlich begegnen. Eine Stunde nimmt sich die Ministerin Zeit, klönt im Blitzlichtgewitter der Fotographen mit Kindern, Senioren und dem Team des Hauses.

Mit den insgesamt 500 Mehrgenerationenhäusern im Aktionsprogramm des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sind flächendeckend in ganz Deutschland Dienstleistungszentren entstanden, die das Miteinander der Generationen unterstützen. 200 der 500 Häuser profitieren von einer Förderung aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF). Über einen Zeitraum von fünf Jahren erhält jedes Haus jährlich 40.000 Euro an Förderung.
Ursula von der Leyen besucht in diesem Sommer bundesweit zahlreiche Mehrgenerationenhäuser. Einerseits, um sich vor Ort über die erzielten Fortschritte zu informieren, andererseits aber auch, um die in den Projekten geleistete Arbeit zu würdigen. „Egal, in welchem Bundesland - alle Mehrgenerationenhäuser haben das Ziel, daß alt und jung miteinander so manche Hürde nehmen“, meint die Ministerin. Unverzichtbar sei dabei die Arbeit der Ehrenamtlichen, „die den Laden am Laufen halten.“
In Schneverdingen zeigt sie sich beeindruckt von den vielfältigen Projekten und Angeboten wie „Senioren ans Netz“, Hausaufga- benhilfe, Bewerbungstraining für Jugendliche und Vorlesepaten. Die Ministerin lobt insbesondere die Projekte des Hauses zur Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
„Zum Glück sind wir längst darüber hinweg, erklären zu müssen, daß wir weder ein Häkelclub noch ein Kaffeekränzchenverein sind“, sagt Antje Diller-Wolff vom Vorstand des Vereins Familienzentrum Schneverdingen. „Kinder werden hier gefördert, Senioren haben neue Aufgaben und Mütter können ohne schlechtes Gewissen arbeiten, weil sie ihre Kinder bei uns gut betreut wissen.“ Für die Ehrenamtlichen bedeute dies allerdings viel Arbeit, „oft unter Zeitdruck, mit knappem Budget und viel Kompromißbereitschaft auf engstem Raum.“ Sorge bereite die Frage, wie es nach Auslaufen der Förderung weitergehe. „Wir wollen in Zukunft weitere Aufgaben für das Mehrgenerationenhaus finden. Wir wollen es aber nicht zu sehr auf Profit trimmen müssen“, so Diller-Wolff und bittet die Ministerin im gleichen Atemzug um Unterstützung, „damit wir auch nach fünf Jahren auf diesem schmalen Grat gehen können.“
Das Aktionsprogramm sei ins Leben gerufen worden, erklärt von der Leyen, um in Sachen Mehrgenerationenhäuser Strukturen aufzubauen, „mit dem Ziel, daß diese Idee Schule macht und Nachahmer findet.“ Der Bund könne solche Modellprojekte lediglich auf den Weg bringen, betont die Ministerin. Die Trägerschaft könnten zum Beispiel Landkreise oder Organisationen wie das Deutsche Rote Kreuz und die Caritas übernehmen. Auf jeden Fall sei in den kommenden Jahren Kreativität gefragt. So gehe es darum, in den Mehrgenerationenhäusern weitere Projekte ins Leben zu rufen, die dann wiederum gefördert werden könnten.
Nach 60 Minuten endet der Besuch der Ministerin - es ist Wahlkampf und die Zeit drängt. Sie verabschiedet sich freundlich, steigt in ihren Dienstwagen und rauscht ab zum nächsten Termin ...


Keine Berührungsängste: Ursula von der Leyen und Reinhard Grindel mit jungen Besuchern im Schneverdinger Mehrgenerationenhaus.

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