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Bremervörder Zeitung vom 24.06.06

Fröhlicher Patriotismus

Politiker schreiben für die BZ

Die Vorrunde der Fußball-WM hat gezeigt, dass die Menschen in Deutschland das Motto dieser WM leben: Die Welt ist zu Gast bei Freunden. Diese Formel ist nicht nur eine Überschrift, sondern das allgemeine Lebensgefühl. Mit Freude sehen wir, wie sich Deutschland als modernes, weltoffenes Land und herzlicher Gastgeber präsentiert. Die Mannschaft von Trinidad und Tobago und ihre Fans schwärmen von der Begeisterung, mit der sie in Rotenburg aufgenommen wurden. Und die Rotenburger haben viel über die Kultur und den Alltag in dem Karibikstaat erfahren. Die Miesmacher haben sich grundlegend getäuscht, als sie im Vorfeld der WM unsägliche Debatten über angebliche „No-Go-Areas“ angefangen haben. Die Atmosphäre in den Stadien und auf den zahlreichen Plätzen mit Großbildwänden ist friedlich. Das Sicherheitskonzept der Polizei ist aufgegangen, und wir hoffen, dass sich daran bis zum Endspiel nichts ändert. Wir erleben einen fröhlichen Patriotismus, einen unverkrampften Umgang der Deutschen mit nationalen Symbolen, der niemanden ausgrenzt. Besonders unsäglich war in diesem Zusammenhang die Kampagne der Lehrergewerkschaft GEW gegen unsere Nationalhymne. Wer sie als nationalistisch diffamiert, beweist eine für Lehrer erschütternde Geschichtsunkenntnis. Unsere Hymne hat eine freiheitliche und republikanische Tradition. Der Dichter des Liedes, Hoffmann von Fallersleben, ist ein politisch Verfolgter gewesen, der gegen die Mächtigen für die Einheit Deutschlands gekämpft hat. Es gibt keinen Grund zur Sorge, wenn Fahnen geschwenkt oder die Hymne mitgesungen wird. In Zeiten der Globalisierung nimmt das Bedürfnis nach Identifikation zu. Viele Ausländer sind in diesen Tagen von Deutschland geradezu begeistert. Warum sollen wir uns da nicht auch selbst für unser Land begeistern?
Ich wünsche mir, dass dieser Funke der Begeisterung jetzt nachhaltig auf die Mentalität der Menschen in Deutschland überspringt, selbst wenn wir es nicht bis zum WM-Titel schaffen sollten. Überall im Ausland – bis nach Holland und England – staunt man über die gute Stimmung in Deutschland. Wer sein Land mag, setzt sich für sein Land ein. Es gibt vieles in unserem Land wieder in Ordnung zu bringen. Dazu reicht ein Blick auf die Fanmeile: Die T-Shirts kommen aus China, die Fahnen aus Indien und die Bildschirme aus Japan. Wir in der Politik müssen für grundlegende Veränderungen sorgen, damit Deutschland nicht nur auf dem Fußballplatz konkurrenzfähig ist. Dazu gehört aber auch der Beitrag eines jeden einzelnen Bürgers selbst. Wir sollten aufhören, beim Ruf nach dem Engerschnallen des Gürtels immer nur am Gürtel des Nachbarn herumzufummeln.

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